Die Tücken des Mixed-Doppels, wie Jessica Pegula sich daran erinnert, Elena Rybakina beinahe verletzt zu haben

WTA
Mittwoch, 11 März 2026 um 14:30
pegulawtafinalspress
Die Eisenhower Cup ist zwar nur ein kurzes Show-Event, liefert aber dennoch reichlich Geschichten — wie kürzlich in einer Folge des Players’ Box Podcasts mit Jessica Pegula, Madison Keys, Jennifer Brady und Desirae Krawczyk deutlich wurde.
Pegula war gerade erst vom Platz gekommen, nachdem sie im bei den Fans beliebten Tie Break Tens-Format beim BNP Paribas Open gespielt hatte, als die Runde den Podcast aufnahm — und sie hatte einiges zum Abend zu erzählen.
Pegula trat bei der Mixed-Show mit Tommy Paul an, witzelte jedoch, ihre Partnerschaft stehe womöglich schon auf dem Prüfstand. „Ich habe mit deinem Partner vom letzten Jahr gespielt, Maddie, als ihr das Finale erreicht habt — Tommy Paul“, erklärte Pegula. „Tommy ist super. Wir lieben Tommy alle. Er macht Spaß, bringt gute Energie. Aber ich glaube, wir sind vielleicht fertig. Ich weiß nicht, ob wir fürs Mixed miteinander bestimmt sind.“
Paul, sagte sie, war besonders frustriert über seine Bilanz im 10-Punkte-Tiebreak-Format.
„Er war etwas mitgenommen, denn abgesehen vom Finaleinzug mit Maddie in einem Jahr ist er in den anderen drei Jahren in der ersten Runde raus — zweimal mit mir“, sagte Pegula. „Er kam auch gerade von diesem MGM Slam, wo es ein 10-Punkte-Tiebreak-Turnier gab, und da ist er auch in der ersten Runde ausgeschieden.
„Er meinte: ‚Ich will einfach endlich einen dieser 10-Punkte-Tiebreaks gewinnen. Ich hab es so satt zu verlieren.‘“
Trotz der Niederlage genoss Pegula die Atmosphäre bei dem Event, das regelmäßig ein volles Stadion anzieht und den Fans erlaubt, die Spieler lockerer zu erleben als in einem regulären Tour-Match.
„Es ist mal etwas anderes“, sagte sie. „Es macht natürlich weniger Spaß, wenn man in der ersten Runde verliert und eigentlich den Rest über dableiben soll, aber es ist ein cooles Event.“

Fritz, der Show-König

Die späteren Sieger waren erneut Taylor Fritz und Elena Rybakina — ein Duo, das Pegula im Kurzformat scherzhaft als fast unfair beschrieb. „Ich finde, Taylor und Elena sind im 10-Punkte-Tiebreak quasi Cheat Codes“, lachte sie. „Ihre Aufschläge — das ist einfach nicht fair.“
Pegula gab zudem Einblicke in den lebhaften Courtside-Banter, der das Event oft begleitet, insbesondere von Fritz.
„Die Jungs haben alle darüber geredet, dass Fritz der ‚Exo King‘ ist, weil er diese Exhibitions so liebt“, sagte sie. „Er ist da voll drin und liebt das Publikum. Nach einem guten oder schlechten Punkt schaut er rüber und macht einen Spruch zu allen, die da sitzen.
Taylor Fritz, der Exhibition-König
Taylor Fritz, der Exhibition-König.
„Emma Navarro und ich saßen nebeneinander, und er schaute zu uns rüber, und wir so: ‚Was?‘ Wir machen bei diesem Kommentar nicht mit.“
Besonders beeindruckt war die Runde von US-Aufsteiger Learner Tien.
„Ich hatte Learner vorher nie wirklich live richtig spielen sehen und er ist richtig gut“, sagte Pegula. „Alle Jungs haben ihn gepusht: ‚Dude, Learner ist so gut. Er ist legit. Echt das volle Paket.‘“
Sie ergänzte, die Fans könnten überrascht sein, in welchem Ton sich die Spieler bei solchen Exhibitions unterhalten.
„Jemand hat mich danach gefragt, ob die Jungs die ganze Zeit nur Trash Talk machen“, sagte Pegula. „Und ich meinte: ‚Nein, die hypen die Leute eigentlich durchgehend.‘ Ben, Tommy, Taylor — sie reden alle darüber, wie gut jeder ist.“
In Pegulas eigenem Match gab es schon vor dem eigentlichen Start ein kleines Chaos, als sie und Paul merkten, dass sie kaum aufgewärmt hatten.
„Wir haben nicht gecheckt, dass wir nur eine Minute zum Einspielen hatten“, erklärte sie. „Sie haben noch das Team vor uns interviewt, also dachte ich, die Uhr läuft noch nicht. Und plötzlich sagt der Stuhlschiedsrichter: ‚Time.‘
„Tommy und ich schauten uns an wie: ‚Moment, wir haben nicht mal einen Volley oder Aufschlag geschlagen.‘ Das sind im Tiebreak quasi die einzigen Schläge, die du brauchst.“
Die überhastete Vorbereitung führte bei mehreren Spielern zu einem wackligen Start, auch bei Pegula selbst.
„Alle haben angefangen, Doppelfehler zu machen“, sagte sie. „Ich habe den ersten Punkt mit Doppelfehler abgegeben, weil ich so nervös war.“

Beinahe Rybakina getroffen

Es gab auch eine Beinahe-Kollision mit Mirra Andreeva und der am Spielfeldrand sitzenden Rybakina.
„Ich habe Rybakinas Knie fast erwischt“, witzelte Pegula. „Bublik hat diesen Winkelvolley in Richtung der Spielerbank gespielt und ich bin rübergesprintet und dachte: ‚Oh Gott, ich treffe sie gleich oder breche mir am Stuhl das Handgelenk.‘ Also musste ich einfach abbremsen.“
So unterhaltsam die Eisenhower Cup auch war, das Gespräch drehte sich schnell wieder um den Turnieralltag in der kalifornischen Wüste, wo die Terminpläne der Spieler oft mit Sponsorenterminen und Medientagen gefüllt sind.
Pegula berichtete, dass sie früh angereist sei für ein paar vollgepackte Tage mit einem Adidas-Shooting, WTA-Medienterminen und Auftritten für Schmuckpartner Gorjana.
„Man muss definitiv seine Trainings und alle Sponsorentermine weit im Voraus planen“, sagte sie. „Sonst wird es hier schnell zu viel.“
Keys hingegen versuchte, ihre Verpflichtungen vorzuziehen, um sich später in der Woche auf das Tennis konzentrieren zu können.
„Ich habe meinen Montag, Dienstag und Mittwoch im Grunde vollgepackt, und jetzt bin ich durch und kann einfach Tennis spielen“, sagte sie.
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