„Ich bin endlich zurück auf dem Platz“: Lois Boisson kehrt beim Madrid Open mit Anisimovas Ex-Trainer zurück

WTA
Freitag, 17 April 2026 um 21:00
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Loïs Boisson steht vor ihrem Comeback beim WTA 1000 Madrid Open nach mehr als sechs Monaten Abwesenheit vom Circuit und markiert damit einen wichtigen Wendepunkt in ihrer Saison. Die französische Nummer 1 arbeitet nun mit dem niederländischen Coach Hendrik Vleeshouwers (laut L'Equipe) zusammen, der vor allem für seine jüngsten Erfolge mit Amanda Anisimova bekannt ist, während sie vor der Sandplatzphase neuen Schwung aufbauen will.
Die Trainerverpflichtung ist das zentrale Element ihres Comebacks. Vleeshouwers kommt nach zwei Jahren mit Anisimova, die einen Aufstieg zur Nummer 3 der Welt, Grand-Slam-Finals in Wimbledon und bei den US Open 2025 sowie WTA-1000-Titel in Doha und Peking umfassten. Sein Profil weckt sofortige Erwartungen an Struktur und Weiterentwicklung auf höchstem Niveau.
Boissons Rückkehr folgt auf eine lange Pause seit September 2025, als sie nach ihrer Durchbruchssaison zuletzt antrat. Diese Kampagne war geprägt von ihrem Einzug ins Halbfinale von Roland Garros, wo sie sich auf Sand etablierte und 780 Weltranglistenpunkte sammelte – die Basis, die sie in den kommenden Wochen nun verteidigen muss.
Seitdem wurde ihre Entwicklung von Verletzungen unterbrochen. Ein Problem am rechten Unterarm, das sie in der Vorsaison erlitt, stoppte den Start ihrer Saison 2026, dauerte deutlich länger als zunächst angenommen und zwang sie, die ersten vier Monate des Jahres auszulassen. Der Rückschlag folgte auf frühere körperliche Probleme, darunter eine Quadrizepsverletzung während ihres Aufstiegs, und festigte ein Muster aus Stop-and-go-Phasen.

Roland-Garros-Durchbruch und gebremster Schwung

Boissons Roland-Garros-Lauf 2025 bleibt der prägende Bezugspunkt ihrer bisherigen Karriere. Ohne zum engsten Favoritenkreis zu gehören, erreichte sie mit einer Serie kontrollierter Auftritte das Halbfinale, zeigte ihre Effektivität auf Sand und ihre Fähigkeit, Drucksituationen zu bestehen.
Dieses Resultat machte sie zu einer zentralen Figur im französischen Tennis und beschleunigte ihren Aufstieg in die Top 50. Es schürte zugleich unmittelbare Erwartungen für die Saison 2026, insbesondere auf Sand, wo ihr Spielprofil – basierend auf Variation, Punktaufbau und defensiver Stabilität – bereits überzeugte.
Dieser Schwung hielt jedoch nicht an. Der Übergang in die Off-Season brachte körperliche Komplikationen, die ihren Vorbereitungszyklus störten. Die Unterarmverletzung, zunächst als gering eingestuft, entwickelte sich zu einem Langzeitproblem, das eine lange Reha erforderte und sie daran hinderte, zu Jahresbeginn Kontinuität aufzubauen.

Verletzungsrückschläge und mentale Belastung

Boisson schilderte die Auswirkungen dieser Phase ausführlich und beschrieb sowohl die körperlichen Anforderungen der Genesung als auch die psychologischen Folgen längerer Inaktivität. Ihr Bericht spiegelt einen Verlust an Wettkampfrhythmus wider, verbunden mit Unsicherheit über Zeitpläne und Rückkehrbedingungen.
„Hallo zusammen, es tut mir leid, dass ich euch in letzter Zeit nicht viel berichtet habe, ich konnte es einfach nicht. Wie ihr euch vorstellen könnt, waren diese letzten vier Monate für mich sehr kompliziert“, schrieb sie auf Instagram. „Die Verletzung an meinem rechten Unterarm, die während der Vorsaison passierte, als alles gut lief, hat mich daran gehindert, meine Saison 2026 wie gewünscht zu beginnen und an Turnieren teilzunehmen, von denen ich träume.
„Diese Verletzung, die mich nur ein paar Wochen vom Platz fernhalten sollte, dauerte viel länger, aufgrund einer Reihe von Fehlern und Komplikationen, die außerhalb meiner Kontrolle lagen und hätten vermieden werden können.“
Die Reha-Phase erstreckte sich über mehrere Monate, was ihre Fähigkeit, Spielbereitschaft zu halten, einschränkte und zusätzliche mentale Belastung mit sich brachte. Boisson betonte, dass der psychologische Aspekt der Genesung besonders herausfordernd war und frühere Verletzungserfahrungen übertraf.
„Ich habe tagelang, wochen- und monatelang Behandlungen, Reha und Athletik gemacht, in der Erwartung, endlich wieder spielen zu können. Ich hatte große Schwierigkeiten, zu akzeptieren, was mir passiert ist, und es war psychologisch sogar noch schwieriger als während meiner Knieverletzung.“

Madrid-Comeback und neue Phase mit Vleeshouwers

Inzwischen hat Boisson das Training in Madrid wieder aufgenommen, wo sie mit Vleeshouwers in der Caja Mágica gesehen wurde. Das Turnier dürfte, vorbehaltlich der endgültigen medizinischen Freigabe, ihren ersten Einsatz seit September markieren und in erster Linie als Gradmesser für ihren körperlichen Zustand dienen.
„Aber einmal mehr werde ich aufstehen und weitermachen, stärker zurückkommen als zuvor. Ich bin endlich wieder auf dem Platz! Der Prozess ist lang, aber ich sehe endlich das Licht am Ende des Tunnels.“
Das unmittelbare Ziel ist es, den Wettkampfrhythmus wiederzufinden, nicht eine tiefe Turnierwoche anzupeilen. Madrid ist der erste Schritt in einem komprimierten Zeitfenster bis Roland Garros, wo sie die Punkte aus ihrem Halbfinaleinzug 2025 verteidigen wird.
„Wir sehen uns im April zu meiner Rückkehr in den Wettbewerb auf einem Belag, den ich besonders mag. Abschließend möchte ich mich für all die Unterstützungsnachrichten bedanken, die ich in dieser sehr schwierigen Zeit erhalten habe… Eure Ermutigungen geben mir Kraft.“
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