Jessica Pegula eliminiert Titelverteidigerin Madison Keys und zieht ins Viertelfinale der Australian Open ein

WTA
Montag, 26 Januar 2026 um 5:17
pegulausopen
Titelverteidigerin Madison Keys ist bei den Australian Open ausgeschieden, nachdem sie in der vierten Runde ihrer Landsfrau Jessica Pegula mit 6:3, 6:4 unterlag. Die Weltranglisten-Sechste nutzte die Fehler ihrer Gegnerin und setzte sich in einem engen Duell durch, womit sie zum vierten Mal in ihrer Karriere das Viertelfinale in Melbourne erreichte.
Eine überzeugende Pegula nahm damit Revanche für ihr jüngstes Aufeinandertreffen ein Jahr zuvor im Finale der Brisbane International – unmittelbar vor Keys’ Durchbruch mit dem Titelgewinn bei den Australian Open 2025. Keys’ Niederlage bedeutet das Aus einer weiteren Top-10-Spielerin und reiht sich ein in die früheren Eliminierungen von Paolini, Bencic und Andreeva.
Nach ihrem Aus wird Keys in der Rangliste um sechs Plätze auf Weltranglistenposition 15 zurückfallen – kein schlechtes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass sie im ersten Monat des Jahres 2.500 Punkte verteidigte, mehr als die Hälfte ihrer Punkte aus der vergangenen Saison.
Pegula wartet derweil noch auf ihre Viertelfinalgegnerin, die aus dem Duell zwischen Amanda Anisimova und Xinyu Wang hervorgeht. Die 31-jährige Amerikanerin peilt an, in Melbourne endlich die Hürde Viertelfinale zu überwinden, nachdem sie dort drei Mal in dieser Runde gescheitert ist.

Rasanter Start von Pegula setzt den Ton

Der Beginn des Matches verlief ganz nach Pegulas Geschmack. Sie startete auf hohem Niveau, holte sich früh ein Break und zog davon. Nach 12 der ersten 15 gespielten Punkte führte Pegula schnell mit 3:0.
Keys reagierte kurzzeitig – sie steigerte ihre Quote beim ersten Aufschlag und schaffte im siebten Spiel nach drei Chancen das Rebreak. Keys verkürzte auf 3:4 bei eigenem Aufschlag und hoffte, auszugleichen.
Doch sie gewährte ihrer Rivalin erneut eine Möglichkeit, und Pegula nutzte sie eiskalt. Diesmal verwertete die US-Open-Finalistin 2024 ihren Vorteil und servierte den Satz mit 6:3 aus, geprägt von 12 unerzwungenen Fehlern bei Keys gegenüber nur vier bei Pegula.

Pegula behält die Kontrolle, Keys’ Aufholjagd bleibt unvollendet

Zu Beginn des zweiten Satzes wurde Pegulas sinkende Quote beim ersten Aufschlag sichtbar, wodurch es ihr schwerer fiel, wie im ersten Durchgang schnelle Punkte zu machen. Dennoch blieb Keys fehleranfällig und gab ihren Aufschlag erneut früh ab.
Pegula zog diesmal innerhalb weniger Minuten auf 2:0 davon und fand einen klaren Weg zum Sieg. Die Lücke wurde noch größer, als Pegula ein Doppelbreak zum 4:1 sicherte.
Es schien praktisch entschieden, und obwohl Keys noch einmal ansetzte – eines der Breaks zurückholte – zeigte Pegula am Ende ihre Klasse und servierte den Sieg nach 1 Stunde und 19 Minuten mit 6:3, 6:4 nach Hause.

Match Statistics Pegula vs. Keys

Pegula VS Keys
Service
2 Aces 4
1 Double Faults 6
59% (39/66) 1st Service Percentage 63% (37/59)
69% (27/39) 1st Service Points Won 62% (23/37)
48% (13/27) 2nd Service Points Won 32% (7/22)
67% (4/6) Break Points Saved 20% (1/5)
80% (8/10) Service Games 56% (5/9)
Return
38% (14/37) 1st Return Points Won 31% (12/39)
68% (15/22) 2nd Return Points Won 52% (14/27)

Pegula marschiert in Melbourne weiter, Titelverteidigerin Keys verabschiedet sich

Für Pegula ist es die neunte Viertelfinalteilnahme bei Grand-Slam-Turnieren (bisher 2:6 Bilanz) und die vierte in Melbourne (2021–2023), auch wenn sie dort bislang immer im Viertelfinale scheiterte. Nun wartet sie auf ihre Gegnerin aus dem Duell der an Nummer vier gesetzten Amanda Anisimova gegen die Überraschung aus China, Xinyu Wang.
Pegulas Sieg bedeutet das Aus einer weiteren Top-10-Spielerin, und vorerst bleiben die sechs Spielerinnen aus den Top 6 im Rennen – es bleibt abzuwarten, ob Swiatek, Anisimova und Rybakina ihrer Favoritenrolle gerecht werden und die Viertelfinalpaarungen komplettieren.
Keys wiederum wird in der WTA-Rangliste einige Plätze auf die Nummer 15 zurückfallen – einen stärkeren Absturz vermied sie dank mehrerer Siege in Serie. Die Amerikanerin reist nun in den Nahen Osten zu ihren nächsten Aufgaben bei den WTA 1000-Turnieren in Doha und Dubai – zwei Turnieren, bei denen sie keine Punkte verteidigt und die ihr die Chance bieten, Plätze gutzumachen.
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