Die frühere Profitennisspielerin
Eugenie Bouchard hat in den vergangenen Jahren die Bühne gewechselt und tritt nun im
Pickleball auf hohem Niveau an. Beim Cape Coral Open erreichte sie das Halbfinale, nachdem sie Topgesetzte Kate Fahey trotz einer Panne mit der Kleidung besiegt hatte.
Analyse: Bouchards Pickleball-Comeback mit Halbfinal-Einzug
Die frühere Wimbledon-Finalistin beendete ihre Tenniskarriere nach den Canadian Open 2025 und richtet seither ihren vollen Fokus auf Pickleball. In der Rangliste schoss sie nach oben und steht nun auf Platz neun der PPA Tour. Aktuell spielt sie beim Cape Coral Open in Florida und peilt nach einem großen Sieg im Viertelfinale ihren ersten Pickleball-Titel an.
Sie startete mit einem soliden 11:3, 11:2 gegen Tatiana Ruhl in das Turnier. Lingwei Kong wurde anschließend in zwei Sätzen klar bezwungen, bevor Fahey als nächste Aufgabe wartete. Allerdings stand sie kurz vor dem Match vor einem großen Problem.
Auf
Instagram zeigte sie den aufgerissenen Rock, den sie nur wenige Minuten vor dem Gang auf den Court trug. Sie schrieb: „POV: Dein Rock sieht so aus und dein Match beginnt in fünf Minuten.“
Diese Panne überstand sie mit einer sehr starken Leistung. Die Kanadierin geriet zunächst ins Hintertreffen und verlor das Auftaktspiel 6:11, kam dann aber zurück und holte die letzten beiden mit 11:7, 11:5.
Bouchard reagiert auf den Sieg
Die dreimalige Grand-Slam-Halbfinalistin zeigte sich nach dem großen Erfolg gegen die Nummer eins ausgesprochen gelöst. „Es war ein echter Kampf da draußen“, sagte sie nach dem Match. „Ich habe gemerkt, wie jeder Ball zählt, und für mich heißt das, bei jedem Schlag etwas zu versuchen – nicht passiv sein, sondern superaggressiv – und ich glaube, das hat mir heute den Sieg gebracht.“
Eugenie Bouchard in action
Es zeichnet sich fast als Muster ab, dass sie zunächst zurückliegt, doch sie blieb ruhig und arbeitete sich wieder heran. „Dasselbe ist mir gestern passiert. Ich lag am Anfang hinten, also muss ich daran arbeiten. Ich habe einfach das Gefühl, wenn ich mit dem Rücken zur Wand stehe, gehe ich mehr Risiko, und das will ich nächstes Mal gleich von Beginn an umsetzen.“
Bouchard machte 2013 auf der WTA Tour erstmals größere Schlagzeilen, bevor sie als erste Kanadierin das Wimbledon-Endspiel erreichte, das sie in zwei Sätzen gegen Petra Kvitova verlor. Ihren ersten und einzigen Titel holte sie 2014 kurz vor diesem Wimbledon-Erfolg beim Nuremberg Cup.
Ihre beste Weltranglistenplatzierung erreichte sie 2014 als Nummer fünf der Welt, konnte daran jedoch nicht anknüpfen. Formschwankungen auf dem Court führten schließlich zu ihrem Wechsel ins Pickleball, wo sie bisher eine solide Karriere hinlegt.