Elena Rybakina braucht wohl eine große Garage! Sie sicherte sich einen weiteren Porsche, nachdem sie
Karolina Muchova im Endspiel der
Stuttgart Open mit 7:5, 6:1 besiegt und damit ihren 13. WTA-Titel gewonnen hat.
Beide Spielerinnen hatten die Schlagzeilen erobert und es so weit gebracht, nachdem sie sich in Deutschland durch ein stark besetztes Feld mit Namen wie Iga Swiatek, Coco Gauff, Mirra Andreeva und Elina Svitolina gekämpft hatten. Keine von ihnen konnte die beiden Finalistinnen stoppen, und Muchova schaffte es nicht, die zweimalige Grand-Slam-Siegerin von ihrem Thron zu stoßen, nachdem diese den Titel zum zweiten Mal gewonnen hatte.
Zwar war es nicht immer Rybakina in Bestform, doch sie lieferte in den entscheidenden Momenten. Sie wehrte im ersten Satz eine inspirierten Aufholjagd von Muchova ab und ging in Führung, bevor sie sich zu Beginn des zweiten Satzes schnell die Initiative sicherte. Dieses Mal fackelte sie nicht lange, demonstrierte Dominanz und Klasse und stürmte zu ihrem
zweiten Titel im Jahr 2026.
Rybakina bezwingt Muchova und feiert weiteren Erfolg in Stuttgart
Rybakina kontrollierte die Partie von Beginn an. Ihr Aufschlag erwies sich als der entscheidende Faktor, und sie startete mit einem souveränen Aufschlagspiel. Muchova kam in der Anfangsphase nicht ins Rollen, geriet in Rückstand, als Rybakina sich die erste Breakchance des Finals erspielte. Eine verirrte Vorhand verschaffte der Kasachin die Oberhand, ehe ein weiteres sicheres Aufschlagspiel sie mit einem Ausrufezeichen weiter davoneilen ließ.
Muchova brachte sich nach einem 15:30-Rückstand erstmals auf die Anzeigetafel und legte damit eine Basis. Ein Break war dringend nötig, um in diesem Finale etwas mitzunehmen, doch Rybakina erwies sich als hartnäckig. Ein krachendes Ass besiegelte ein zu Null gehaltenes Aufschlagspiel mit Ansage.
Die Tschechin versuchte, in Schlagdistanz zu bleiben, doch der Aufschlag von Rybakina machte dies zusammen mit dem Breakrückstand äußerst schwierig. Rybakina gewann zehn Punkte in Serie bei eigenem Aufschlag und stand nur noch ein Spiel vom ersten Satz entfernt. Muchova zwang sie dazu, zum Satz auszuservieren – für eine Spielerin ihres Kalibers meist eine willkommene Aufgabe –, doch Fehler schlichen sich ein und Muchova schlug zu. Sie verwandelte cool ihre einzige Breakchance und stellte wieder auf Aufschlaggleichstand.
Elena Rybakina hat die Stuttgart Open zum zweiten Mal gewonnen
Muchova wehrte aus einem gefährlichen 0:30 heraus vier Punkte in Serie ab und glich die Partie erstmals seit Beginn aus. Rybakina setzte im Anschluss erneut den Aufschlag von Muchova unter Druck, ein Tiebreak schien unausweichlich. Doch dazu kam es nicht: Beim dritten Versuch segelte ein Schlag von Muchova ins Aus und der erste Satz war endlich entschieden.
Rybakina hoffte auf einen weniger nervenaufreibenden zweiten Satz. Sie legte ohne Umwege ein frühes Aufschlagspiel hin und durchbrach danach den Aufschlag von Muchova. Ein mögliches Déjà-vu zum Beginn des ersten Satzes.
Sie ließ Muchova bei eigenem Service erneut kaum Möglichkeiten und stürmte zu einer 4:0-Führung. Der Doppelbreak-Vorteil war gefestigt, nachdem die letzte Breakchance bei 0:40 lag. Es roch nach Entscheidung, als ein Aufschlagspiel zu Null Rybakina nur noch ein Spiel vom Titel entfernte.
Muchova verhinderte den Bagel, doch ihr Titelangriff schien verpufft. Rybakina hielt souverän und wurde zur Königin von Stuttgart gekrönt – zum zweiten Mal in den vergangenen drei Jahren.