US-Frauen bei den Australian Open – Sofia Kenin und Emma Navarro raus, Ann Li und McCartney Kessler glänzen

WTA
Montag, 19 Januar 2026 um 9:45
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Der zweite Tag der Australian Open bot den US-Spielerinnen reichlich Action — an einem Tag, der vom frühen Aus der Ex-Siegerin Sofia Kenin geprägt war, die diesmal als an Nummer 27 gesetzte ins Turnier ging, ihren Setzlistenplatz aber nicht nutzen konnte und Peyton Stearns unterlag.
Eine weitere schmerzhafte Niederlage kassierte die Weltranglisten-15. und Viertelfinalistin von 2025, Emma Navarro, die gegen die ehemalige Halbfinalistin Magda Linette verlor. Für Lichtblicke sorgten hingegen ein hart erkämpfter Sieg von Ann Li und ein beeindruckender Erfolg von McCartney Kessler.

Kenins wackeliger Start setzt sich mit Zweisatzniederlage gegen Stearns fort

Die Australian-Open-Siegerin von 2020, Sofia Kenin (Nr. 30), erwischte weiterhin einen zögerlichen Jahresbeginn und verlor ihr Auftaktmatch in Melbourne gegen Landsfrau Peyton Stearns (Nr. 68) klar mit 6:3, 6:2. Es ist Kenins dritte Niederlage in Folge, in einem Match, das von Stearns’ Service-Effizienz geprägt war — sie gewann beeindruckende 86% der Punkte über den ersten Aufschlag und schlug insgesamt 15 Asse, womit sie für Kenin nahezu unangreifbar war.
Die frühere Grand-Slam-Siegerin erreichte zudem nicht ihr gewohntes Niveau, was teilweise auch Stearns’ Verdienst war. Kenin brachte es nur auf 9 Winner gegenüber 33 bei Stearns und produzierte 19 unerzwungene Fehler, während ihre Gegnerin deren lediglich 14 beging. Stearns war vor allem in den Schlüsselmomenten scharf, verwertete 4 Breakchancen aus 7 Möglichkeiten, während Kenin ihre einzige Chance ungenutzt ließ. In der zweiten Runde trifft Stearns auf die 20-jährige Kroatin Petra Marcinko (Nr. 77).

Navarros Viertelfinal-Verteidigung endet mit frühem Aus

Einen weiteren Rückschlag für das US-Team bedeutete Emma Navarros (Nr. 15) Niederlage gegen die Polin Magda Linette (Nr. 50), die ein enges Match mit 3:6, 6:3, 6:3 drehte. Navarro übernahm im ersten Satz schnell die Kontrolle mit einem frühen Break und verteidigte die Führung bis zum 6:3.
Einfach sollte es jedoch nicht bleiben. Linette riss die Spielkontrolle nach und nach an sich. Mit 88% gewonnenen Punkten über den ersten Aufschlag (Navarro lediglich 43%) agierte die Polin konstanter in einem zweiten Satz mit wenigen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Ein einziges Break genügte Linette, um den Satz 6:3 zu holen und Navarro unter Druck zu setzen.
Nach einem ausgeglichenen Beginn des dritten Satzes führte Navarro noch 3:2, ließ dann jedoch gegen eine entschlossene Linette nach, die die letzten vier Spiele in Serie gewann und mit 3:6, 6:3, 6:3 abschloss. Linette — Halbfinalistin der Australian Open 2023 — trifft in Runde zwei auf die US-Amerikanerin Ann Li. Für Navarro ist die Pleite besonders bitter, da sie die Viertelfinalpunkte aus dem Vorjahr verteidigte und bis zum Turnierende sogar aus den Top 20 fallen könnte.

Ann Li übersteht Marathonmatch

Gute Nachrichten für die US-Fraktion lieferte Ann Li (Nr. 38), die sich in einem harten Kampf gegen Kolumbiens Camila Osorio (Nr. 84) durchsetzte. Die Amerikanerin — in den letzten Jahren immer wieder von Verletzungen gebremst — startete stark ins Jahr 2026 und siegte nach mehr als zweieinhalb Stunden mit 6:4, 6:7(5), 7:5.
Die 24-Jährige holte sich den ersten Satz ohne größere Probleme und stand kurz vor einem Zweisatzsieg. Doch Osorio erwies sich als zäh, wehrte im zweiten Durchgang bis zu drei Matchbälle ab und erzwang den Tiebreak, in dem sie ausglich. Im dritten Satz vergab Ann Li erneut drei Matchbälle bei eigenem Aufschlag zum 5:3, und es schien, als könne Osorio die wundersame Wende schaffen. Li fing sich jedoch in der Schlussphase und machte den Sieg mit einem späten Break perfekt, womit sie in die zweite Runde einzog — dort will sie Navarros Niederlage gegen Magda Linette wettmachen.

Kessler spaziert gegen Emiliana Arango in die zweite Runde

Die Weltranglisten-37. McCartney Kessler traf mit Kolumbiens Emiliana Arango (Nr. 51) auf eine unangenehme Gegnerin, die auf der Tour für zähe Matches bekannt ist. Doch die US-Amerikanerin dominierte von Beginn an, legte früh mit einem Doppelbreak zum 4:1 vor. Zwar stemmte sich Arango im ersten Satz mit zwei Breaks dagegen, doch Kessler stellte jedes Mal umgehend die Ordnung her und holte den Satz trotz nicht überragendem Aufschlag mit 6:3.
Im zweiten Satz kippte das Geschehen noch deutlicher zugunsten der Amerikanerin, die deutlich mehr Kontrolle hatte als zuvor. Ihre Quote bei Punkten über den ersten Aufschlag stieg von 53% auf 80%, was es der Kolumbianerin unmöglich machte, mitzuhalten. Kessler nahm erneut früh den Aufschlag ab, spielte befreit, servierte die Partie souverän aus und legte noch ein zweites Break zum 6:3, 6:2 nach. In Runde zwei trifft sie auf die Siegerin des Duells zwischen Jessica Pegula (Nr. 6) und Anastasia Zakharova (Nr. 103).
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