Indian Wells erwies sich für
Coco Gauff als weiterer enttäuschender Rückschlag. Dieses Mal war es nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Tatsache, dass sie verletzt den Platz verließ und mit einem Armproblem aufgab. Es stand die Sorge im Raum, ob sie beim
Miami Open antreten kann, doch diese schien zerstreut, als Gauff im Hard Rock Stadium auf den Platz zurückkehrte.
Nach ihren enorm hohen Maßstäben lässt sich sagen, dass der Start ins Jahr 2026 für die Weltranglistenvierte nicht gelungen ist. Ein Viertelfinale bei den Australian Open folgte auf frühe Niederlagen beim Qatar Open und in Indian Wells. Der eine Lichtblick ist ein Halbfinaleinzug bei den Dubai Duty Free Tennis Championships, doch Teile ihres Spiels, insbesondere der Aufschlag, benötigen weiterhin viel Arbeit.
Ihre Kampagne in der kalifornischen Wüste stieß bald auf ein Hindernis, das sie nicht überwinden konnte. Es handelte sich um eine Verletzung am linken Arm im Duell mit Alexandra Eala. Die Filipina ging im ersten Satz mit 6:2 in Führung, während Gauff versuchte durchzuhalten. Die zweifache Grand-Slam-Siegerin beendete das Match, nachdem sie im zweiten Satz ihr Aufschlagspiel abgegeben und damit sieben Spiele in Serie verloren hatte.
Ein enttäuschendes Ende des dritten WTA-1000-Turniers des Jahres, doch noch frustrierender und besorgniserregender war die Frage, wie schwer diese Verletzung ist. Sie beschrieb sie damals „wie ein Feuerwerk, das in meinem Arm explodiert“. So etwas hatte die 21-Jährige noch nie erlebt, und ihre Teilnahme am Miami Open stand auf Messers Schneide.
Gauff deutet Rückkehr beim Miami Open an
Glücklicherweise scheinen die Anzeichen für Gauff positiv zu sein, die eine Rückkehr zu ihrem Heimturnier andeutete. Als gebürtige Floridianerin ist dieses Event für sie etwas ganz Besonderes. Es war zudem der Schauplatz ihres Debüts auf der WTA-Tour im Jahr 2019 als 15-Jährige.
Es wäre ein schmerzhafter Schlag, wenn sie nicht antreten könnte, doch für die US-Amerikanerin sieht es zum Glück gut aus. Fans sichteten sie am „Free Opening Day“. Dabei hatten Tennisfans die Gelegenheit, Qualifikationsmatches und Trainingseinheiten kostenlos zu verfolgen und einen spannenden Tennistag im Vorfeld des WTA-1000-Turniers zu genießen. Unglücklicherweise machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund von Gewittern wurde der Spielbetrieb ausgesetzt und schließlich abgesagt,
eine gefährliche Herausforderung für die kommenden zwei Wochen.
Auch für Gauff war das ein Rückschlag, da sie die Zeit genutzt hatte, um sich in Miami einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen und sich an Bedingungen und Plätze zu gewöhnen. Sie wird mit dem indonesischen Talent Janice Tjen zu einer weiteren Trainingseinheit auf dem Stadium Court zurückkehren. Insgesamt scheint die Verletzung kein großes Problem gewesen zu sein, und Gauffs Teilnahme am Turnier steht nicht länger in den Sternen.
Gauffs schwache Bilanz beim Miami Open
Es gibt nur ein WTA-1000-Turnier, bei dem Gauff ihre schlechteste Siegquote aufweist. Mit
nur 57% liefert lediglich das Qatar Open (43%) eine schlechtere Ausbeute.
Bedauerlich, dass dies ausgerechnet bei ihrem Heimturnier der Fall ist. Ihr Debüt 2019 war ein freier Schlag, doch sie zeigte ihr großes Potenzial mit einem Dreisatzsieg über Catherine McNally, ehe sie der an 14 gesetzten Daria Kasatkina unterlag. Zwei Jahre später kehrte sie als Gesetzte zurück, verlor jedoch zum Auftakt gegen Anastasija Sevastova. Im Jahr darauf bezog sie in der vierten Runde eine deutliche Niederlage gegen Iga Swiatek, bevor 2023 eine überraschende Pleite gegen Anastasia Potapova in der dritten Runde ihren Lauf stoppte.
Als Nummer drei der Setzliste im Jahr 2024 egalisierte sie ihr bestes Ergebnis mit dem Achtelfinale, bevor die ehemalige WTA-Finals-Siegerin Caroline Garcia sie aus dem Turnier nahm. Die Erwartungen an Gauff waren im Vorjahr hoch. Sie gelang ihr ein Doppel-Bagel gegen Sofia Kenin, gefolgt von einem 6:2, 6:4 gegen Maria Sakkari. Leider war im Achtelfinale Schluss. Magda Linette war diesmal die Spielerin, die sie in zwei Sätzen stoppte.
Nach dem Vorjahresaus in Florida legte sie eine fantastische Sandplatzsaison hin, erreichte die Endspiele von Madrid Open und Rome Open und besiegte anschließend die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, um den French-Open-Titel zu gewinnen. Diese Punkte stehen bald zur Verteidigung an, und ein tiefer Lauf in Florida würde ihr keinesfalls schaden. Entweder Elisabetta Cocciaretto oder eine Qualifikantin wird ihre erste Hürde sein, danach könnten unter anderem Amanda Anisimova und Iga Swiatek warten.
Coco Gauff won the 2025 Roland Garros title