Iga Swiatek lieferte, man könnte sagen, eine Roger-Federer-Momentaufnahme ab: Sie hatte ihre Akkreditierung vergessen und durfte wegen der strengen Regeln bei den
Australian Open erst hinein, als sie diese vorzeigen konnte.
Swiatek ist bei diesem Grand Slam natürlich eine bekannte Figur; es ist ihre siebte Hauptrunden-Teilnahme. Sie erreichte zweimal das Halbfinale, 2019 und 2025, und als Nummer zwei der Setzliste jagt sie nun ihren ersten Titel, der zugleich den Karriere-Grand-Slam perfekt machen würde. Sie steht im Viertelfinale und trifft dort auf Elena Rybakina.
Am Montag, entweder vor oder nach ihrem Match gegen Maddison Inglis, das sie unter Abgabe von nur drei Spielen gewann, wurde sie in der Lobby gesichtet. Sie trug Trainingskleidung und wartete fast zwei Minuten geduldig, weil sie nicht ins Gebäude kam.
Sie wartete darauf, dass ein Teammitglied ihr das Nötige, sprich ihren Ausweis, brachte, während sie nachdenklich auf ihr Handy blickte. Swiatek wurde aufgehalten, weil sie keine Akkreditierung bei sich trug, was Erinnerungen an Roger Federer im Jahr 2019 wachrief.
Damals stand der Schweizer As denselben Umständen gegenüber und erlebte das auch in Wimbledon, obwohl er eine Legende des Sports ist und selbst für Gelegenheitsfans leicht zu erkennen. Er musste am Eingang warten, bis einige Teammitglieder die nötigen Unterlagen vorlegten, doch diese Szene ging seitdem in die Folklore ein.