An diesem Samstag, dem 17. Januar, steigt das Finale der WTA 500
Adelaide International mit einem Kracher-Duell zwischen den aktuell spannendsten Teenagerinnen der WTA-Tour: der Weltranglisten-Achten
Mirra Andreeva und der Nummer 17
Victoria Mboko.
Andreeva gegen Mboko – Teenager-Showdown im Finale von Adelaide
Sie sind die einzigen Spielerinnen unter 20 in den Top 20 und reisen beide als WTA-1000-Champions der vergangenen Saison nach
Adelaide – ein deutlicher Beleg dafür, wie rasant sie sich in die Weltspitze gespielt haben.
Für Andreeva ist es das fünfte Finale ihrer Karriere und die Chance auf ihren vierten WTA-Titel. Mit gerade einmal 18 Jahren ist sie klar die Erfahrenere, da sie seit 2023 regelmäßig gegen die Topnamen der Tour antritt. Mboko hingegen stieß erst um August des vergangenen Jahres zur Weltspitze vor, was ihren Aufstieg umso bemerkenswerter macht.
Mboko hat sich rasant in der Spitze festgesetzt und bereits zwei Titel geholt: die WTA 1000 Canadian Open und die WTA 250 Hong Kong Open. Diese Woche jagt sie ihre erste WTA-500-Trophäe und die Chance, erstmals in die Top 15 vorzustoßen – nur wenige Tage vor dem ersten Grand Slam der Saison.
Angesichts ihrer aktuellen Entwicklung – und der Tatsache, dass sie in den kommenden Monaten nur wenige Punkte zu verteidigen hat – scheint es nur eine Frage der Zeit, bis die Kanadierin Kurs auf die Top 10 nimmt.
Andreeva: Aus Talent wird Autorität
Andreeva befindet sich mitten im Übergang von Ausnahmetalent zur Spielerin, die ihren Top-10-Status untermauern soll. In Adelaide wird sie ihrer Favoritinnenrolle gerecht und marschiert mit abgeklärten, kontrollierten Siegen durch das Feld – unter anderem gegen Marie Bouzkova (6:3, 6:1), Maya Joint (6:2, 6:0) und ihre Doppelpartnerin Diana Shnaider (6:3, 6:2).
Die russische Teenagerin hat im Turnier bereits 16 Breaks geschafft und ihren eigenen Aufschlag nur dreimal abgegeben. Bemerkenswert ist, dass sie sich nicht übermäßig auf den ersten Aufschlag stützt – obwohl ihre Quote konstant über 60% liegt – und hinter dem zweiten besonders effektiv ist. Gegen Shnaider gewann sie beispielsweise beeindruckende 80% der Punkte nach dem zweiten Aufschlag.
Mirra Andreeva in Wimbledon 2025
Andreeva jagt ihren ersten Titel der Saison und den vierten ihrer Karriere – zusätzlich zu ihren Erfolgen beim WTA 250 Iași Open sowie dem WTA-1000-Doppel in Dubai und Indian Wells. Adelaide bietet ihr zudem die Chance auf ihren ersten WTA-500-Titel.
Unabhängig vom Ergebnis bleibt sie die Nummer 7 der Welt, doch ein weiter Lauf liefert wertvollen Schwung für Melbourne. Ein starkes Australian Open könnte sie Richtung Top 5 zurückschieben, und bei ihrer aktuellen Form und ihrem Selbstvertrauen wirkt sie wie eine echte Anwärterin auf mehr als nur einen tiefen Lauf.
Mboko: Ein kometenhafter Aufstieg bestätigt
Der Aufstieg von
Victoria Mboko (Nr. 17) verlief so rasant wie auffällig. Noch vor einem Jahr spielte sie überwiegend auf der ITF-Tour und sammelte Titel auf W35- und W75-Ebene. Nur wenige hätten vorausgesagt, wie schnell sie sich an die höchste Stufe des Sports anpassen würde.
Ihr Titel bei den Canadian Open war kein Ausreißer, und Mboko hat ihn seitdem überzeugend mit starken Ergebnissen untermauert – darunter ihr Triumph in Hongkong zum Saisonabschluss und nun ein weiteres WTA-Finale zum Jahresauftakt.
Ihr Weg ins Adelaide-Finale war alles andere als gradlinig. In Runde eins drehte sie ein Match nach Satzrückstand gegen Beatriz Haddad Maia, anschließend überstand sie ein dramatisches Tiebreak im dritten Satz gegen Anna Kalinskaya und wehrte zwei Matchbälle ab. Es folgte ein Ausrufezeichen gegen Titelverteidigerin Madison Keys – der zweite Top-10-Sieg ihrer Karriere – bevor sie Lokalmatadorin Kimberly Birrell im Halbfinale souverän ausschaltete, ihrem ersten Zweisatzsieg des Turniers.
Mboko hat sich bereits mindestens auf Weltranglistenplatz 16 verbessert, mit dem Pokal ginge es hoch auf Nummer 14. Unabhängig vom Ausgang zeigt die Kanadierin erneut, dass sie bereit ist, gegen die Besten mitzuhalten – und zu gewinnen.
Victoria Mboko jubelt auf dem Court
Eine Rivalität nimmt Form an
Dieses Finale liefert einen faszinierenden Kontrast zwischen zwei Teenagerinnen in leicht unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Mbokos roher Schwung trifft auf Andreevas wachsende Autorität und Erfahrung auf Topniveau.
Andreeva und Mboko gelten weithin als künftige Säulen der WTA-Tour, mit realistischem Grand-Slam-Potenzial. Es ist ihr erstes Duell überhaupt, doch alles deutet auf eine Rivalität hin, die die kommenden Jahre prägen könnte – ähnlich den wiederkehrenden Duellen zwischen Świątek, Sabalenka, Gauff und Rybakina im Verlauf jeder Saison.
Das Finale am Samstag könnte erst der Anfang sein.