Das Finale beim
Adelaide International verspricht ein echtes Spektakel, wenn Victoria Mboko auf
Mirra Andreeva trifft – ein Duell der zwei Top-Teenager auf der WTA-Tour.
Andreeva rückt damit einem weiteren Punkt ihrer Tennis-Bucket-List näher, noch vor den Grand Slams, in Form eines WTA-500-Titels. Sie setzte sich in zwei Sätzen gegen ihre Doppelpartnerin Diana Shnaider durch und steht im Adelaide-Endspiel gegen Mboko.
Andreeva hat bereits drei Titel auf der WTA-Tour, darunter einen bei einem 250er und zwei WTA-1000-Trophäen, aber noch nie einen 500er gewonnen. Das könnte sich ändern, denn auf dem Papier ist Andreeva Favoritin, auch wenn sie im Finale am Samstag gegen Mboko einen engen Test erwartet. Sie bezwang ihre enge Freundin und Doppelpartnerin Diana Shnaider mit 6:3, 6:2 in einer Stunde und 23 Minuten und machte damit das Finale perfekt. Es ist das fünfte Endspiel ihrer Karriere.
Mit Blick auf das Finale sagte sie, Mboko sei eine Spielerin, die sie seit ihrem 12. Lebensjahr kenne. Beide seien im selben Aufwind nach oben gekommen und dominieren die Szene der aufstrebenden Teenager.
Auf ihrem Weg ins Finale schaltete Andreeva zudem eine weitere aufstrebende Teenagerin, Maya Joint, problemlos aus, die im Ranking knapp hinter ihnen steht, ebenso wie Iva Jovic, die im Halbfinale von Hobart stand, mit 18 genauso alt ist wie Andreeva und ebenfalls hervorragend aufspielt. Die Zukunft wirkt rosig, und das Finale könnte der erste große Beleg dafür sein.
Andreeva wartet auf Mboko nach klarem Sieg über Shnaider
„Ja, Vicky, sie ist eine großartige Spielerin. Sie hatte letzte Saison ein fantastisches Jahr, und ich kenne sie, seit ich 12 bin. Also werde ich mir wohl wieder einen Fantasienamen ausdenken müssen“, sagte Andreeva. „Aber ja, ich denke, es wird ein großartiges Match. Sie spielt seit Jahresbeginn stark. Ich finde, ich habe auch nicht schlecht gespielt, daher wird es morgen ein tolles Duell. Ich hoffe, ihr kommt und unterstützt uns.“
Zu ihrem Sieg über Shnaider: Sie nutzte 5/10 Breakbälle, gewann 63% der Punkte über den ersten Aufschlag und lag beim zweiten bei 60% – im Vergleich zu 1/2, 49% und 36% bei ihrer Gegnerin, was den Unterschied in der Dominanz verdeutlicht.
Satz eins hätte allerdings auch anders laufen können, denn Shnaider führte 3:1. Andreeva gab nach 40:15-Führung ihren Aufschlag ab und schien zu diesem Zeitpunkt zu cruisen, bevor Shnaider sie beim Stand von 3:1 direkt unter Druck setzte. Doch trotz mehrerer Möglichkeiten zum Halten ließ Shnaider Chancen liegen. Andreeva breakte sofort in einem weiteren langen Spiel zurück und verkürzte auf 2:3.
Anschließend nahm sie Shnaider den Aufschlag noch deutlicher zum 4:3 ab und machte den Satz von dort zu: sie hielt zum 5:3 und holte sich dann mit einem weiteren Break den Durchgang – ein Satz, der bei kühlerem Kopf nach dem Break ebenso gut an Shnaider hätte gehen können.
Im zweiten Satz war der Beginn eher ein zähes Ringen. Bei 2:2 gab Shnaider Andreeva die erste Breakchance, doch erst beim 4:2 wurde sie genutzt, als Shnaider nachließ und im gesamten Spiel nur noch drei Punkte gewann. Sie wurde gebreakt, Andreeva hielt anschließend problemlos und breakte dann erneut bei 40:30 zum Sieg, nachdem sie 15:30 hinten lag. Das fasste Shnaiders Tag zusammen. Kleine Margen hätten es drehen können, doch letztlich gewann Andreeva souverän.