Victoria Mboko will ihre beeindruckende Form aus dem vergangenen Jahr fortsetzen, mit der sie um über 300 Plätze bis in die Top 20 kletterte. Nach einem hoffentlich erfolgreichen Debüt bei den Australian Open startet sie vom 31.01. bis 07.02. beim
Abu Dhabi Open.
Victoria Mboko visiert Titel beim Abu Dhabi Open an
Das zeigt, welch großen Sprung die 19-Jährige in kurzer Zeit gemacht hat. Anfang dieses Jahres spielte sie noch ITF-Turniere, die sie mehrheitlich gewann. Ein Jahr später geht sie als eine der Favoritinnen auf den Titel in ein WTA-500-Turnier. Ihre Teilnahme könnte auch von ihren Ergebnissen bei den Australian Open abhängen. Das Damenfinale findet am 31.01. statt, es wird also knapp. Ein tiefer Lauf in Melbourne könnte einen Start im Mittleren Osten verhindern, zugleich wäre es aber das ideale Turnier, um nach Rückschlägen sofort wieder in die Spur zu finden.
Sie hat bereits an drei Grand-Slam-Turnieren teilgenommen. Ihren ersten Auftritt hatte sie bei den French Open, wo sie sich souverän qualifizierte und anschließend Lulu Sun und Eva Lys bezwang, ohne einen Satz abzugeben. Ihr Lauf endete gegen die amtierende Olympiasiegerin Zheng Qinwen. Ein Zweitrunden-Aus in Wimbledon zeigte den weiteren Fortschritt. Ihren größten Lauf und bislang größten Titel feierte sie mit dem berühmten Triumph beim Canadian Open. Auf dem Weg ins Endspiel setzte sie sich unter anderem gegen Coco Gauff und Elena Rybakina durch und traf dann auf Naomi Osaka. Gegen die vierfache Grand-Slam-Siegerin gewann sie in drei Sätzen und verankerte ihren Namen zu Hause fest in der WTA-Spitze. Anschließend blieb die Kanadierin vier Turniere ohne Sieg, doch nach einem Viertelfinale beim Pan Pacific Open stürmte sie beim Hong Kong Open zum Titel und beendete ihre Saison in Bestform.
Dafür erhielt sie die Auszeichnung
WTA Newcomer des Jahres, nachdem sie um bemerkenswerte 333 Plätze auf Rang 18 der Welt kletterte. Dennoch hat das talentierte Nachwuchsass weiter Luft nach oben, und das
Abu Dhabi Open ist ein weiterer guter Schritt. „Der Sprung in die Top 20 war eine unglaubliche Reise, und ich freue mich sehr auf mein Debüt in Abu Dhabi“, sagte Mboko in einer Pressemitteilung. „Ich habe Großartiges über das Turnier, die Anlagen und die Fans gehört und freue mich darauf, mich zu Saisonbeginn gegen ein so starkes Feld zu messen.”
Turnierdirektor Nigel Gupta von MARI, dem Veranstalter, freute sich ebenfalls über Mbokos Nominierung. „Das Mubadala
Abu Dhabi Open ist eine Bühne, auf der Fans etablierte Champions und künftige Stars aus nächster Nähe erleben können“, sagte er. „Der Aufstieg von
Victoria Mboko in dieser Saison war außergewöhnlich, und ihr Debüt verleiht einem Feld, das bereits Belinda Bencic und einige der aufregendsten jungen Spielerinnen umfasst, zusätzliche Spannung.”
Gegen wen sie antreten wird
Auch Landsfrau Leylah Fernandez wird neben ihrer Teamkollegin antreten. Beide trafen im Halbfinale des Hong Kong Open aufeinander, wobei Mboko die frühere US-Open-Finalistin bezwang. Fernandez beendete die Saison stark und will ihre Formkurve fortsetzen. Gleiches gilt für Alexandra Eala. Auch sie erlebte eine Durchbruchssaison auf der WTA. Zwar nicht auf Mbokos Niveau, doch sie durchbrach für die Philippinen zahlreiche Barrieren und legte bemerkenswerte Läufe hin.
Ein weiteres hochgehandeltes Talent ist Clara Tauson, die im Mittleren Osten ebenfalls auf Erfolg aus ist. Die Dänin erreichte im vergangenen Jahr nach einem beeindruckenden Lauf das Finale der Dubai Duty Free Tennis Championships und unterlag dort Mirra Andreeva. Sie will sich mit Blick auf dieses Turnier, bei dem viele Punkte auf dem Spiel stehen, gut vorbereiten. Den Youngstern steht auch Erfahrung gegenüber – etwa in Person von Paula Badosa. Die ehemalige Nummer zwei der Welt arbeitet nach ständigen Verletzungen erneut an ihrem Comeback, um wieder an frühere Höhen anzuknüpfen. Die Titelverteidigerin Belinda Bencic wird hungrig sein, ihre Trophäe zurückzuerobern. Es war ihr erster Titel als Mutter nach der Rückkehr auf die Tour und ebnete ihr den Weg in eine starke Saison 2025.