Arthur Fils’ starke Form hält auf der großen Bühne an. In einem nervenaufreibenden, dramatischen Finale setzt er sich gegen
Andrey Rublev mit 6:2, 7:6(2) durch und holt seinen
vierten ATP-Titel bei den
Barcelona Open.
Fils verzichtete auf das Monte-Carlo Masters, um sich auf dieses Turnier vorzubereiten. Es erwies sich als goldrichtige Entscheidung, denn er setzte sich gegen ein stark besetztes Feld, inklusive Rublev, durch und gewann den Titel. Im ersten Satz zog er davon und schien einem souveränen Finalsieg entgegenzugehen. Doch Rublev kam zurück und vergab am Ende einer unglaublichen Aufholjagd die Nerven. Fils machte den Deckel schließlich im Tiebreak drauf.
Fils behält am wackligen Ende die Nerven und holt den Titel
Rublev startete besser und durchbrach direkt den Aufschlag zum 2:0. Der Russe hat sich in diesen ATP-500-Turnieren einen Namen gemacht. Es war sein 12. Endspiel auf dieser Ebene, sechs hatte er davon gewonnen. Er brannte darauf, einen weiteren Titel einzutüten, musste jedoch den anstürmenden Fils im Blick behalten.
Der Franzose agierte in den nächsten sechs Spielen gnadenlos. Er erhöhte den Druck, nutzte seinen vierten Breakball und stellte auf 2:2. Das war nur der Auftakt zu einer bemerkenswerten Wende in diesem Satz.
Er gewann 15 der nächsten 16 Punkte und führte 40:0, als er den ersten Satz zügig eintüten wollte. Ein sichtlich angeschlagener Rublev, bei eigenem Aufschlag, zwang zwar noch in den Einstand, doch Fils blieb zu stabil und holte sich den ersten Durchgang, womit er in Katalonien einen großen Schritt Richtung Trophäe machte.
Beinahe eine Kopie des ersten Satzes: Rublev hatte fast die Chance, mit einem Break vorzulegen. Er vergab jedoch eine 0:40-Führung, während Fils gnadenlos konterte. In einem Spiel mit zehn Einstand-Situationen bekam er sieben Breakchancen, konnte aber keine davon nutzen. So war es Fils, der den ausgelassenen Möglichkeiten nachtrauerte, während Rublev dranblieb.
Drei Spiele später zog Fils dank eines Dreier-Laufs auf 5:2 davon. Das Finale schien so gut wie entschieden. Rublev stemmte sich mit aller Kraft gegen das schnelle Ende. Er zwang Fils zunächst zum Ausservieren und breakte dann zum 5:4. Anschließend erspielte sich Fils drei Matchbälle bei Rublevs Aufschlag, ließ jedoch alle liegen. Der Russe machte den Rückstand in einer unglaublichen Wende wett.
Es war noch nicht vorbei: Rublev breakte erneut, verbuchte damit vier Spiele in Serie und hatte nun die Chance, den Satz auszuservieren. Die nächste dramatische Wendung in diesem wechselhaften Finale folgte, als Fils zurückbreakte und den Tiebreak erzwang. Dort zog Fils schnell davon, erspielte sich mehrere Matchbälle und ließ diesmal nichts anbrennen. Er sicherte sich den Titel in Spanien und setzt seine starke Serie fort.