Felix Auger-Aliassime steht nach einem überzeugenden 7:6(3), 6:4-Sieg über Alexander Bublik im Finale des Paris Masters. Der Kanadier erreichte damit sein zweites Masters-1000-Endspiel und ist zum ersten Mal seit 2022 wieder nur einen Sieg von der Qualifikation für die ATP Finals entfernt.
Der 25-Jährige hat in der französischen Hauptstadt bereits erfolgreiche Erinnerungen gesammelt – 2020 gewann er dort das Doppel an der Seite von Hubert Hurkacz. Zwei Jahre später erreichte er das Halbfinale im Einzel, und nun steht er an gleicher Stelle kurz vor dem größten Erfolg seiner Saison.
Starker Start und mentale Stabilität
Der erste Satz verlief ohne Breakchancen, da beide Spieler dominant servierten. In einem ausgeglichenen Tiebreak zeigte Auger-Aliassime die bessere Nervenstärke. Nachdem er die ersten vier Punkte geteilt hatte, gewann er fünf der nächsten sechs und sicherte sich den Satz mit 7:6(3).
Im zweiten Durchgang drehte sich das Geschehen zunächst: Bublik startete mit einem frühen Break und zog auf 2:0 davon. Doch der Kanadier konterte sofort, nur um wieder mit 1:4 in Rückstand zu geraten. Dann folgte seine beste Phase: Mit einer Serie von fünf gewonnenen Spielen in Folge dominierte Auger-Aliassime das Match und machte den Sieg nach 95 Minuten perfekt.
„Ich bin so glücklich. Ein Masters-1000-Finale hört sich wirklich gut an“, sagte er nach dem Match. „Man spielt nicht jede Woche ein solches Finale. Ich habe großes Vertrauen in mein Spiel und weiß, was ich gegen die Besten leisten kann – heute hat alles zusammengepasst.“
Im Rennen um Turin auf der Überholspur
Der Sieg gegen Bublik bringt Auger-Aliassime entscheidend nach vorn im Rennen um die ATP-Finals. Mit 3.845 Punkten hat er Lorenzo Musetti (3.645 Punkte) überholt, der in Paris bereits früh ausgeschieden war. Der Italiener hatte die Chance, sich erstmals für Turin zu qualifizieren, unterlag aber Landsmann Lorenzo Sonego in drei Sätzen.
Sollte Auger-Aliassime das Finale gewinnen, wäre ihm die Teilnahme sicher. Verliert er, bleibt das Rennen offen – dann könnten die letzten beiden 250er-Turniere der Saison in Metz und Griechenland den Ausschlag geben. Musetti plant, in Griechenland anzutreten, während Auger-Aliassime in Metz als Favorit gilt.
Endspiel um alles
Im Finale trifft Auger-Aliassime entweder auf den vierfachen Grand-Slam-Sieger Jannik Sinner oder auf den Weltranglistendritten Alexander Zverev. Beide liefern sich im zweiten Halbfinale ein hochkarätiges Duell. Für den Kanadier geht es nicht nur um den Titel in Paris, sondern auch um das Ticket für die ATP-Finals – und damit um die Krönung seiner eindrucksvollen Spätsaison.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
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