Eine Erkrankung traf
Ben Shelton zu einem entscheidenden und bitteren Zeitpunkt und hinderte ihn daran, sein bestes Tennis in Indian Wells abzurufen, wo er in der dritten Runde gegen Learner Tien ausschied. Er sprach über die belastende Erfahrung, krank aufs Court zu müssen, während er sich darauf freut, bei den
Miami Open wieder in Form zu kommen.
Dieser frustrierende Rückschlag kam in Form einer Grippe, die den Amerikaner hart traf. Es war sein erstes Turnier nach dem Sieg bei den
Dallas Open, wo er gegen Taylor Fritz mehrere Matchbälle abwehrte und seinen ersten Titel des Jahres 2026 holte. Er hoffte, diese Form fortzusetzen, da in Kalifornien ein großer Punkteschub winkte und er in der Rangliste nach oben blicken konnte.
Allerdings konnte er daraus kein Kapital schlagen. Er rettete sich erst spät gegen Reilly Opelka in einem engen Duell. Danach traf er erneut auf einen US-Amerikaner, diesmal auf Tien, einen der heißesten Talente der Tour. Nachdem er den Spielstand auf 1:1 gestellt hatte, konnte Shelton nichts mehr gegen Tiens Zwischenspurt ausrichten, der sich souverän das Ticket für die nächste Runde sicherte. Shelton konnte seine Viertelfinalleistung aus dem Vorjahr nicht untermauern und richtet den Blick nun auf einen Neustart bei den Miami Open.
Zunächst will er die eingefangene Grippe auskurieren. Für den 23-Jährigen war es keine angenehme Erfahrung, er war völlig ausgelaugt und müde. „Ich bin jeden Morgen aufgewacht und hatte das Gefühl, ich kann nicht einmal stehen, komplett leer“, sagte Shelton vor den Miami Open.
Auf der Suche nach besserer Form in Miami
Das Turnier in Florida war für Shelton zuletzt kein gutes Pflaster. Der Amerikaner holte zwischen 2023 und 2025 nur einen Sieg in drei Teilnahmen. Der kam 2024, als er in der dritten Runde vom aufstrebenden Lorenzo Musetti gestoppt wurde.
Ein großer Faktor dafür war seine Abneigung gegen schnelle Plätze, als er gerade in Richtung Weltspitze durchbrach. Das ist in Miami ein Thema, die Courts gelten als recht schnell. Im Laufe der Jahre hat er gelernt, seine Vorbehalte beiseitezuschieben und sein Spiel so anzupassen, dass es zu den jeweiligen Bedingungen passt.
Ben Shelton passionately celebrating on court
„Früh in meiner Karriere mochte ich schnelle Plätze nicht; ich hatte das Gefühl, ich hätte keine Zeit, mein Spiel zu entwickeln“, kommentierte er. „Aber mit der Zeit bin ich mit dem niedrigen Absprung und dem Tempo vertrauter geworden. Ich hoffe, hier weit zu kommen, weil ich denke, dass mir die Bedingungen perfekt liegen.“
Nun haben sich die Bedingungen eher zu seinen Gunsten entwickelt. Er wird alles daransetzen, diese goldene Chance zu nutzen, bevor die Tennis-Karawane für geraume Zeit ihr letztes großes Hartplatzturnier beendet. Der Wechsel auf Sand steht unmittelbar bevor, und die Aufmerksamkeit gilt dann überwiegend den Masters-1000-Turnieren in Europa vor Roland Garros.
Shelton will diese Phase mit einem Ausrufezeichen beenden. Er startet in seine vierten Miami Open gegen den Sieger des Duells zwischen Matteo Arnaldi und Alexander Shevchenko.