Nick Kyrgios’ Australian-Open-Hoffnungen haben ein äußerst ernüchterndes Ende gefunden, nachdem er und
Leylah Fernandez im Mixed-Doppel gegen James Tracy und Anna Danilina mit 3:6, 1:6 ausgeschieden sind.
Australian Open Mixed-Aus – Was Kyrgios’ Form jetzt wirklich verrät
Es gab viel Hoffnung und Erwartung bei Tennisfans, insbesondere in Australien, die Kyrgios während der Australian Swing wieder regelmäßig auf dem Court sehen wollten. Doch die Dinge entwickelten sich nicht wie erhofft.
Seine Fitness war zum Start ins Jahr 2026 ein großes Thema, zumal er nur wenige Schaukämpfe in den Beinen hatte. Beim Brisbane International verlor er in der ersten Runde im Einzel gegen Aleksandar Kovacevic, was die Hoffnungen auf eine Wildcard für die
Australian Open praktisch zunichtemachte. Zuvor blühte er im Doppel mit Thanasi Kokkinakis jedoch erneut auf. Die Australian-Open-Doppelsieger von 2022 hatten in ihren von Verletzungen geprägten Karrieren beide schwer zu kämpfen, konnten aber nach einem intensiven Sieg gegen Matthew Ebden und Rajeev Ram wieder lächeln.
In der nächsten Runde war dann Schluss, der Fokus lag fortan auf Melbourne. Das australische Wildcard-Duo Jason Kubler und Marc Polmans setzte dem Event ein schnelles Ende, doch Kyrgios hatte noch das Mixed-Doppel an der Seite der früheren US-Open-Finalistin
Fernandez zu bestreiten.
Kyrgios und Fernandez ohne weiteren Vorstoß
Die erste Prüfung wartete gegen Desirae Krawczyk und Neal Skupski. Nach einem 6:8 im ersten Tiebreak, in dem sie selbst einen Satzball vergaben, holten Kyrgios und Fernandez das einzige Break des Matches und erzwangen einen dritten, entscheidenden Match-Tiebreak. Bei 9:6 führend hatten Krawczyk und Skupski drei Matchbälle, vergaben jedoch alle. Kyrgios und Fernandez starteten eine Aufholjagd und nutzten ihren zweiten Matchball zu einem brillanten und kämpferischen Sieg.
Doch im Achtelfinale gegen Danilina und Tracy ging es mit den beiden bergab. Nur 57 Minuten brauchten die Kasachin und der Amerikaner für einen äußerst souveränen Erfolg.
Nachdem ein früher Breakball ungenutzt blieb, kassierten sie ein Break zu Null und lagen schnell 1:3 zurück. Der Rest des Satzes verlief ohne weitere Breaks, und Kyrgios sowie Fernandez fanden keinen Weg zurück in den Durchgang.
Im zweiten Satz fiel die Tür endgültig zu. Nach dem Gewinn des Auftaktspiels verbuchten die beiden Grand-Slam-Finalisten kein weiteres Spiel mehr. Danilina und Tracy zogen unwiderstehlich davon, gewannen sechs Spiele in Folge und zogen ins Viertelfinale ein, wo die an Nummer zwei gesetzten Marcelo Arevalo und Luisa Stefani warten.
Für Kyrgios und Fernandez endet ein enttäuschender
Australian Open. Zwar gab es unterhaltsame Momente auf dem Court, doch die erhofften Resultate blieben aus. Abgesehen vom Auftaktsieg im Mixed-Doppel hatte Fernandez wenig Grund zur Freude. Nach einem starken Schlussspurt 2025 verlor sie beim Brisbane International, beim Adelaide International und vor allem bei den Australian Open jeweils in der ersten Runde, ohne in einem der Matches einen Satz zu gewinnen.
Kyrgios hingegen will seinen Weg zurück zu regelmäßigen Einsätzen auf der ATP Tour fortsetzen und wieder an frühere Höhen anknüpfen. Nach drei Jahren voller Verletzungspech und Rückschläge hofft er, dass dies der nächste Schritt hin zu Konstanz in Form und Matchpraxis ist.