Taylor Fritz startete wie eine Rakete in sein Zweitrunden-Duell bei den
Australian Open, geriet am Ende seines Zweitrunden-Matches gegen Vit Kopriva jedoch in einen Schlagabtausch, den er mit 6:1, 6:4, 7:6(4) für sich entschied.
Australian Open Matchbericht – warum Fritz’ Form vor Wawrinka zählt
Auch wenn der Jahresauftakt für den ehemaligen Weltranglistenvierten nicht restlos überzeugend war, bewies
Fritz seine Klasse in der John Cain Arena. Er legte furios los, machte den ersten Satz im Eiltempo zu und wurde im zweiten etwas stärker gefordert.
In keiner Phase der Partie geriet er ernsthaft in Bedrängnis, obwohl sein tschechischer Gegner zunehmend gefährlicher wurde und sich dem Niveau von Fritz annäherte. Der frühere Viertelfinalist brachte die Aufgabe souverän zu Ende und erreichte zum dritten Jahr in Folge die dritte Runde.
Fritz, bekannt für seinen starken Aufschlag, schlug 15 Asse im Vergleich zu drei von Kopriva. Er gewann beeindruckende 79% seiner ersten Aufschläge und verwertete vier von sieben Breakbällen eiskalt.
Ein weiterer Topgesetzter erreicht die nächste Runde bei den Australian Open 2026
Fritz ist lange Ballwechsel und Matches gewohnt. Der erste Satz lief diesem Muster völlig zuwider, denn er nahm seinem Gegner in nur 20 Minuten den Satz ab. Er gewann 12 der ersten 13 Punkte und führte 3:0. Kopriva holte ein Spiel, doch es blieb ein Trostpflaster, da Fritz weiter davonzog. Er gewann die letzten drei Spiele und machte einen sehr überzeugenden Auftaktsatz perfekt. Insgesamt gab er nur neun Punkte ab, davon drei bei eigenem Aufschlag.
Der zweite Satz war umkämpfter, das Ergebnis identisch. Nur dauerte es doppelt so lang. Der Amerikaner gewann die ersten acht Punkte, breakte gleich im ersten Spiel – ein Knackpunkt.
Fritz hielt zu Null zum 3:1, vergab danach jedoch die Chance auf 4:1 und damit eine noch klarere Führung. Kopriva fand besser ins Match und setzte den Aufschlag von Fritz zunehmend unter Druck, blieb aber ohne Ertrag. Ein weiterer Breakball von Fritz – zugleich ein Satzball – blieb ungenutzt. Die Enttäuschung steckte er im nächsten Aufschlagspiel sofort weg und verdoppelte seinen Vorsprung.
Im dritten Satz wehrten beide jeweils einen Breakball ab, ein Tiebreak schien unvermeidlich. Dann erarbeitete sich Fritz spät doch noch einen kostbaren Vorteil und stellte die Weichen auf Sieg. Die große Chance blieb jedoch ungenutzt, denn Kopriva breakte umgehend zurück und erzwang den Tiebreak.
Die Reue, die Fritz bei einem verlorenen Tiebreak gedroht hätte, blieb aus, da er den Tschechen auf Distanz hielt. Er zog 5:2 davon und machte die Partie kurz darauf zu – sein erster Zweisatzsieg 2026. Als nächster Gegner wartet kein Geringerer als der dreifache Grand-Slam-Champion Stan Wawrinka.