Die ATP 500
Vienna Open nĂ€hern sich ihrem Höhepunkt â nur noch vier Spieler sind im Rennen um den Titel. Der topgesetzte
Jannik Sinner gilt als klarer Favorit auf die Titelverteidigung, trifft im Halbfinale jedoch auf den formstarken
Alex de Minaur. Im zweiten Halbfinale stehen sich Lorenzo Musetti und
Alexander Zverev gegenĂŒber â ein Duell, das Spannung verspricht.
Musetti will Negativserie beenden â Zverev jagt dritten Wien-Titel
Lorenzo Musetti, der zweite Italiener im Halbfinale, will nach fĂŒnf verlorenen Finals endlich wieder einen Titel gewinnen. Der Weltranglistenachte stand zuletzt 2022 in einem Endspiel und unterlag seither unter anderem Carlos Alcaraz in Monte-Carlo und Alejandro Tabilo in Chengdu. Der Hunger nach einem Turniersieg ist groĂ.
Nach dem RĂŒckzug von Stefanos Tsitsipas profitierte Musetti zunĂ€chst von einem Freilos, schlug anschlieĂend Hamad Medjedovic, TomĂĄs MartĂn Etcheverry und Corentin Moutet jeweils in zwei SĂ€tzen. Nun wartet mit Alexander Zverev der bislang hĂ€rteste Gegner.
Zverev hat in Wien eine starke Bilanz: Der Deutsche gewann das Turnier bereits 2018 und 2021. In diesem Jahr steht er ohne Druck auf dem Platz, da seine ATP-Finals-Qualifikation lĂ€ngst gesichert ist. Auf dem Weg ins Halbfinale besiegte er Jacob Fearnley und Matteo Arnaldi souverĂ€n; nach dem RĂŒckzug von Tallon Griekspoor zog er kampflos in die Runde der letzten Vier ein.
Ein interessantes Detail: Zverev gewann zwar das erste Duell gegen Musetti im Jahr 2022, verlor aber die letzten drei Begegnungen â darunter das Viertelfinale von Wien 2024, als der Italiener einen SatzrĂŒckstand drehte.
Sinner bleibt in der Halle unbesiegbar
Jannik Sinner ist die prĂ€gende Figur der Hallensaison. Der Weltranglistenzweite hat inzwischen 19 Siege in Folge auf Indoor-HartplĂ€tzen eingefahren â eine beeindruckende Serie, die seine aktuelle Dominanz unterstreicht.
Nach seinem Triumph beim Six Kings Slam in Riad, wo er im Finale Carlos Alcaraz besiegte, prĂ€sentierte sich Sinner auch in Wien in ĂŒberragender Form. Gegen Daniel Altmaier siegte er in weniger als einer Stunde mit 6:2, 6:0, ehe er im Achtelfinale Flavio Cobolli in einem engen Tiebreak bezwang.
Im Viertelfinale traf Sinner auf Alexander Bublik â einen von nur drei Spielern, die ihn 2025 besiegen konnten. In Wien lieĂ der Italiener jedoch keine Zweifel aufkommen und revanchierte sich mit einem klaren Erfolg.
De Minaur als letzte HĂŒrde
Im Halbfinale trifft Sinner auf Alex de Minaur, der sich nach Siegen ĂŒber Jurij Rodionov, Filip Misolic und Matteo Berrettini fĂŒr die Runde der letzten Vier qualifizierte. Der Australier kĂ€mpft noch um ein Ticket fĂŒr die ATP Finals in Turin, das nach dem Ausscheiden von FĂ©lix Auger-Aliassime in Basel fast sicher scheint.
Sinner hat beide bisherigen Saisonduelle gegen de Minaur gewonnen â zuletzt bei den China Open â und geht als klarer Favorit ins Match. Doch der Australier gilt als einer der besten Verteidiger der Tour und könnte Sinner in lange, taktisch geprĂ€gte Ballwechsel zwingen.
Das Finale am Sonntag verspricht damit ein hochklassiges Duell â ob zwischen zwei Italienern oder einem Klassiker zwischen Zverev und Sinner.