Was soll der ganze Wirbel um den Schläger? Tennisfans kritisieren Head, nachdem Jannik Sinner bei den Australian Open auf den neuen Schläger verzichtet

ATP
Mittwoch, 04 Februar 2026 um 14:00
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Jannik Sinner konnte seinen Australian-Open-Titel nicht verteidigen, nachdem er im Halbfinale in einem Fünf-Satz-Krimi gegen Novak Djokovic verlor. Nicht auf dem neuesten Stand bleibend, trat er dabei mit einem älteren Schläger an, obwohl sein Schlägersponsor Head bereits im Dezember eine neue Spezifikation vorgestellt hatte. Nach Kritik von Tennisfans verteidigte sich das Unternehmen in den sozialen Medien gegen den ungewöhnlichen Vorgang.

News-Update zu Sinners Schläger-Wahl und Heads Reaktion

Der Italiener war das Gesicht einer neuen Schlägerkollektion von Head. Diese wurde beworben mit: „Der Schläger der Wahl des großartigen Jannik Sinner. Lade deinen Schwung mit mehr Power auf und spiele dein bestes Tennis mit unserem bislang schnellsten Schläger.“
Er sollte der Nummer zwei der Welt auf dem Weg zu seinem fünften Grand-Slam-Titel und dem dritten in Melbourne dienen. Der neue Schläger gefiel jedoch nicht und wurde rasch beiseitegelegt.
In einer Trainingseinheit mit Taylor Fritz wurde er mit den Worten überhört: „Der Schläger ist Mist.“ Er legte ihn sofort weg und griff zu seinem alten Modell, dem er mehr vertraute und das verlässlicher war als das neue. Damit absolvierte er auch ein Aufwärmen mit Felix Auger-Aliassime, spürte direkt den Unterschied und bestätigte so seine Entscheidung, dabei zu bleiben. Insgesamt ist es kein gutes Bild für Head, wenn ihr Aushängeschild den Schläger, in den viel Entwicklungsarbeit geflossen ist, beiseitelegt.

Head reagiert auf Kritik

In den sozialen Medien verbreitete sich die Nachricht rasch, viele Tennisfans äußerten sich kritisch und zeigten sich von Head wenig beeindruckt. Die Marke wollte dies jedoch nicht unkommentiert lassen und konterte, um sich zu verteidigen.
Ein Kommentar lautete: „Warum spielt Sinner also immer noch mit einem 2022er-Schläger? Auffällig ist auch, dass er geteilte Grommets bevorzugt. Warum werden keine exakten Klone von Sinners Schläger verkauft? (Ich meine natürlich nicht Gewicht oder Schwunggewicht.)“
Head antwortete: „Jannik hat bereits im Training und in Exhibition-Matches mit dem neuen Schläger gespielt, hatte jedoch noch nicht die Gelegenheit, ihn in einem Turniermatch einzusetzen. Als Titelverteidiger bei den Australian Open blieb er bewusst bei seiner bewährten Matchroutine für maximale Konstanz. Schauen wir, was die Zukunft bringt.“
Es gab zudem Nachfragen zu den geteilten Grommets und warum diese in Schlägern nicht mehr verwendet werden. Head stellte dies klar: „Grommet-Technologien haben großen Einfluss auf Klang und Feedback von Tennisschlägern. Wir überarbeiten Materialmischungen und Grommet-Konstruktionen kontinuierlich, um unsere Schläger entweder knackiger oder weicher, aber stets stabiler im Schlaggefühl zu machen. Mit geteilten Grommets hatten wir nicht dieselbe konstruktive Flexibilität wie mit unseren neuen Designs. Alle unsere neuen Grommet-Konstruktionen erzeugen ein so angenehmes Spielgefühl, dass ein Update definitiv lohnt.“
Es bleibt abzuwarten, ob Sinner auf das neuere Modell zurückwechselt oder ob er künftig bei seinem bewährten, älteren Schlägerdesign bleibt, mit dem er all diese Titel gewonnen hat. Sinners nächster Auftritt ist beim Qatar Open, wo er versucht, auf die Nummer eins der Welt, Carlos Alcaraz, Punkte gutzumachen.
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