Australian Open-Qualifikation hat begonnen, und die Tennisprofis wollen sich einen Platz im Hauptfeld des Grand Slams sichern. Es ist für die Spieler eine kräftezehrende Aufgabe, da sie drei Matches gewinnen müssen, um ins Tableau zu kommen. Hart ist es aber auch für die Mitarbeitenden vor Ort: Eine Ballkinderin ist während eines der Matches auf dem Court
kollabiert.
Ballkind kollabiert bei Australian-Open-Quali: Sorge um Hitze
Der Vorfall ereignete sich in einer Erstrundenpartie zwischen Luca van Assche und Moez Echargui. Just als der Franzose im zweiten Satz sein Break bestätigen wollte, bot sich eine besorgniserregende Szene: Die Ballkinderin torkelte und stürzte zu Boden, sie schien die Kontrolle zu verlieren.
Zum Glück war schnell Hilfe zur Stelle. Echargui, der sich gerade mit dem Handtuch das Gesicht abtupfte, drehte sich um und bemerkte die beklemmende Situation. Er eilte zu ihr und winkte mit den Armen, um sofortige Hilfe zu rufen, während die Ballkinderin Mühe hatte, wieder aufzustehen. Am Ende gelang es ihr mit Unterstützung von Echargui und dem Stuhlschiedsrichter, der aus seinem Sessel gesprungen war und herbeigeeilt kam, um zu helfen.
Die Ballkinderin, sichtlich benommen und verwirrt, wurde am Spielfeldrand unter einem Sonnenschirm platziert, der sie vor der Sonne schützte. Kurz darauf war eine Vertreterin bzw. ein Vertreter von Tennis Australia zu sehen, die bzw. der ihren Zustand überprüfte. Was den Vorfall auslöste, ist weiterhin unklar, doch es ist ein beunruhigendes Zeichen.
Normalerweise würden sofort Sorgen wegen der Hitze in Melbourne laut, doch am Montag wurden maximal 21,9°C erreicht. Diese Werte sollen jedoch deutlich steigen, wenn das Hauptfeld am 18.01.2026 beginnt. An diesem Tag werden Höchstwerte von 25°C erwartet, mit weiter ansteigenden Temperaturen in der darauffolgenden Woche.
Die
Australian Open sind für ihre brutalen Bedingungen bekannt. Zwar sind die Temperaturen nicht die höchsten des Jahres in Australien, doch die hohe Luftfeuchtigkeit trägt wesentlich dazu bei. Zudem heizen sich die Courts stark auf, was es für alle auf dem Platz sehr anspruchsvoll macht. Das reicht von den Spielern bis zu den Ballkindern, die während der gesamten Session der Sonne ausgesetzt sind.
Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Auch wenn sie nicht regelmäßig vorkommen, gibt es zahlreiche Beispiele von Spielern, die mit der Hitze nicht zurechtkamen – und das nicht nur in Australien. Vorkehrungen wie Ventilatoren, Sonnenschirme und Eishandtücher stehen stets bereit, um die Akteure abzukühlen, während sie unter harten Bedingungen unermüdlich Tennis spielen.