Alexandra Eala ist bei ihrem Heimturnier, dem WTA 125 Manila Open, im Halbfinale an der Kolumbianerin
Camila Osorio gescheitert. Die Filipina hatte in den ersten beiden Runden klare Siege eingefahren, prallte letztlich jedoch an der Südamerikanerin ab, einer ehemaligen Nummer 33 der Welt.
Dennoch brachten ihr die jüngsten Erfolge neue Ranglistenpunkte in einer Phase der Saison, in der sie praktisch keine Zähler verteidigt, was ihr ihre bisher beste Platzierung einbrachte: In der Live-Rangliste steht sie aktuell auf Platz 45 der Welt.
Die 20-Jährige kehrte nach einer schnellen Enttäuschung bei den Australian Open auf die Philippinen zurück. Nach ihrem Halbfinaleinzug beim ASB Classic in Auckland blieb ihr kaum Zeit, sich in Melbourne umzustellen, und sie schied in der ersten Runde der Australian Open gegen die US-Amerikanerin Alycia Parks aus, obwohl sie den ersten Satz gewonnen hatte, mit 6:0, 3:6, 2:6.
Dank einer Wildcard der Veranstalter reiste Eala zügig nach Manila und ging als Nummer zwei der Setzliste ins Turnier. Ihrer Favoritenrolle wurde sie prompt gerecht und besiegte die Weltranglisten-163. Alina Charaeva (6:1, 6:2) sowie die Weltranglisten-140. Himeno Satasume (6:4, 6:0).
Diese Siege gaben der Filipina Selbstvertrauen, doch im Viertelfinale wartete eine anspruchsvolle Aufgabe: die stets unangenehme Osorio, an fünf gesetzt und aktuell die Nummer 84 der Welt, bekannt für ihre Fähigkeit, lange Duelle zu zermürben.
Osorio bleibt gegen Lokalmatadorin Eala standhaft
Es war ein Match, in dem die Kolumbianerin dem Heimvorteil Ealas nicht nachgab und über weite Strecken die Spielkontrolle behielt. Osorio gelang im dritten Spiel ein Break, auf das Eala jedoch umgehend mit dem Rebreak antwortete.
Beide agierten bei eigenem Aufschlag auf Augenhöhe und gewannen 63% der Punkte über den ersten Aufschlag, doch Osorios Effektivität beim zweiten Aufschlag war ausschlaggebend (64% gegenüber 53%) – ebenso ihre Überlegenheit in den Schlüsselmomenten.
Tatsächlich nutzte Osorio im siebten Spiel – beim Stand von 3:3 – eine weitere Breakchance zur Führung. Diesmal hielt sie ihren Aufschlag und gab keinen weiteren Breakball ab, sodass sie den ersten Satz nach 41 Minuten mit 6:4 schloss.
Ein Achterbahn-Zweisatz mit hauchdünnen Unterschieden
Der zweite Satz geriet zu Beginn zur Break-Achterbahn. Die ersten vier Spiele waren durchgehend Breaks, wobei Osorio vorlegte und Eala jeweils sofort konterte. Als Erste hielt schließlich Eala im fünften Spiel ihren Aufschlag und ging mit 3:2 in Führung – nicht ohne zuvor einen Breakball abgewehrt zu haben.
Osorio konterte bei eigenem Aufschlag, doch erneut gerieten die Servicegames beider ins Wanken. Es war ein nervenaufreibendes Ringen, in dem Eala nur 39% ihrer Aufschlagpunkte gewann, während Osorio mit 45% nur leicht besser war. Insgesamt gab es sieben Breaks in den zehn Spielen des zweiten Satzes.
Beim Stand von 4:4 blieb die Partie offen, ehe Osorio ein letztes Break gelang und sie ihrer Aufgabe beim Ausservieren gerecht wurde, um den 6:4, 6:4-Erfolg zu besiegeln.
Ranglistenfolgen und der Blick nach vorn
Osorios Sieg hilft ihr, den Punktabzug auszugleichen, den sie in der kommenden Woche erleidet, da sie Zähler aus der zweiten Runde der Australian Open 2025 und dem Viertelfinale des Singapore Challenger verteidigt. Mit dem Halbfinaleinzug in Manila sicherte sie sich wertvolle Punkte und steht in der Live-Rangliste derzeit auf Platz 96.
Für die Kolumbianerin wird ein Rückgang im Ranking unvermeidlich sein, sofern sie nicht den Titel in Manila holt, während ihre nächste Gegnerin die 21-jährige Argentinierin Solana Sierra (Nr. 63) ist.
Eala wiederum reist mit einem Sprung auf Platz 45 ab und hat in den kommenden Wochen keine Punkte zu verteidigen. Alles deutet darauf hin, dass sie in der Rangliste weiter klettern wird – selbst ohne große Resultate. Ihre nächsten Stationen sind die
Abu Dhabi Open, die am Montag nach einer Wildcard für das Hauptfeld beginnen, gefolgt von den WTA 1000 Doha Open, wo sie sich über die Qualifikation einen Platz sichern will.