„Ich möchte mir erneut selbst danken“: Mirra Andreevas Siegesritual setzt sich in Linz fort

WTA
Montag, 13 April 2026 um 9:30
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Topgesetzte Mirra Andreeva vollendete eine kontrollierte Aufholjagd und besiegte Anastasia Potapova mit 1:6, 6:4, 6:3, um den Titel der Upper Austria Ladies Linz zu gewinnen. Damit sicherte sie sich ihre zweite WTA-Trophäe der Saison 2026 und die fünfte ihrer Karriere. Das Ergebnis katapultiert die 18-Jährige auf Rang 9 der Welt.
Andreevas Woche in Linz begann mit Ungewissheit. Sie rückte erst in letzter Minute per Wildcard ins Hauptfeld, beendete das Turnier aber der Setzliste entsprechend als Topfavoritin. Trotz begrenzter Vorbereitungszeit und später Nominierung steuerte sie den Draw mit Konstanz und bestätigte damit ein Muster, das ihre Saison 2026 prägt.
Das Finale spiegelte diese Entwicklung wider. Potapova, Siegerin von 2023, bestimmte den Auftakt mit 6:1, doch Andreeva stellte sich Schritt für Schritt von der Grundlinie besser ein. Sie reduzierte Fehler, verlängerte Ballwechsel und kontrollierte die Schlüsselmomente, mit zwei Breaks im Entscheidungssatz nach 3:3.
Andreeva schloss das Match nach einer Stunde und 54 Minuten ab, mit 32 Winnern bei 35 unerzwungenen Fehlern, während Potapova 30 Winner und 42 unerzwungene Fehler verbuchte. Der Sieg verbessert ihre Bilanz im direkten Duell auf 3:1, darunter drei Erfolge in Serie, und erweitert ihre Saisonstatistik 2026 auf 18:6.

Selbstvertrauen und Anpassungsfähigkeit prägen Andreevas Matchsteuerung

Andreevas Siegesrede drehte sich erneut mehr um den Prozess als um das Ergebnis und bekräftigte eine Botschaft, die sie nach früheren Titeln in diesem Jahr wiederholt hatte. Ihr Fokus lag auf Widerstandsfähigkeit und Lösungen finden innerhalb des Matches.
„Wie inzwischen Tradition bei mir möchte ich heute wieder mir selbst danken – dafür, dass ich bis zum Ende gekämpft habe, dafür, dass ich versucht habe, Lösungen zu finden, dafür, dass ich nie aufgehört und bis zum Ende daran geglaubt habe, dass ich es irgendwie noch drehen kann“, sagte die Nummer 10 der Welt. „Ich glaube, es hat sich heute auch ausgezahlt. Also geht der letzte Dank an mich selbst.“
Ihre Fähigkeit, Matches auch ohne Spitzenlevel zu managen, hebt sie weiterhin von Gleichaltrigen ab. Andreeva steht nun bei 5:1 in WTA-Endspielen und ist in dieser Saison gegen Spielerinnen außerhalb der Top 50 ungeschlagen (9:0).

Angepasstes Team-Setup und bevorstehender Sandplatz-Swing

Andreeva trat in Linz ohne Conchita Martínez in ihrer Box an, da die Spanierin für dieses Turnier nicht reiste. Erwartet wird, dass Martínez in zwei Wochen in Madrid wieder zum Team stößt, ein wichtiger Zeitpunkt vor dem Sandplatzabschnitt.
Trotz dieser Abwesenheit betonte Andreeva die Stabilität ihres direkten Unterstützerkreises und verwies in der Woche sowohl auf ihren Coach als auch auf das Familienumfeld. „Danke an meinen Vater, der auch hier bei mir war, mich jeden Tag unterstützt und mir Mittag- und Abendessen aufs Zimmer gebracht hat, weil ich zu faul war, rauszugehen.“
„Danke an Alexey, der hier bei mir war – als Fitnesstrainer, Tenniscoach, Hitting-Partner, manchmal sogar als Mentalcoach.“
Sie würdigte zudem das Turnierumfeld und dessen Rolle für ihre Leistung. „Es ist mein erstes Mal in Linz, mein erstes Mal bei diesem Turnier, und viele von euch haben dieses Event sehr gemütlich wirken lassen.“
Andreeva reist nun als Nummer sechs der Setzliste zu den Stuttgart Open, wo sie in der ersten Runde auf Jelena Ostapenko trifft. Es folgen Madrid, Rom und Roland Garros – eine forderndere Phase gegen Konkurrenz aus der Weltspitze.

Mirra Andreeva – Weg zum Linz-2026-Titel (WTA 500)

RundGegnerRangliste (Gegner)Score
FinalAnastasia PotapovaNo. 971:6, 6:4, 6:3
SemifinalElena-Gabriela RuseNo. 876:4, 6:1
QuarterfinalSorana CirsteaNo. 297:6(4), 4:6, 6:2
Round of 16Sloane StephensNo. 5526:4, 6:2
Round of 32BYE
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