Jessica Pegula steht zum dritten Mal in ihrer Karriere im Halbfinale eines Grand Slams, nachdem sie
Amanda Anisimova mit 6:2, 7:6(1) in einem engen Viertelfinale bei den
Australian Open besiegt hat. Die Weltranglisten-Sechste holte im zweiten Satz einen Break-Rückstand auf und machte den schnellen Sieg perfekt, der sie in
Melbourne unter die letzten Vier bringt.
Pegula hatte zuvor dreimal (2021–2023) das Viertelfinale in Melbourne erreicht, war dort jedoch stets ausgeschieden. Diesmal machte Pegula den nächsten Schritt und steht zum dritten Mal in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Halbfinale – und erstmals außerhalb der USA.
Anisimova überzeugte im Turnierverlauf mit Konstanz, doch es reichte nicht für ein weiteres Grand-Slam-Endspiel – nachdem sie 2025 nacheinander die Finals in Wimbledon und bei den US Open erreicht hatte. Dennoch hat sie in ihren letzten 19 Auftritten bei Majors 16 Siege gesammelt.
Pegula dominiert zu Beginn mit Doppelbreak
Der erste Satz kippte schnell zugunsten der erfahrenen Pegula, die sofort ein Break schaffte und davon profitierte, dass ihre Gegnerin zu Beginn etwas abwesend wirkte. Anisimova hielt anschließend zwar ihren Aufschlag, doch Pegula setzte sich rasch auf der Anzeigetafel ab und holte im fünften Spiel das Doppelbreak.
Die 31-Jährige zog dank starker Aufschlagspiele auf 5:1 davon, und obwohl Anisimova den Rückstand verkürzen konnte, reichte es nicht, um Pegula ernsthaft zu gefährden. Diese holte sich den Satz souverän mit 6:2. Auf Anisimovas Seite häuften sich die unerzwungenen Fehler, zudem gewann sie nur 44% der Punkte über den ersten Aufschlag – deutlich weniger als Pegulas 85%.
Tie-Break-Drama, Pegula behält unter Druck die Nerven
Der zweite Satz begann mit einer fehlerhaften Anisimova, erinnernd an das Wimbledon-Finale 2025, als sie gegen Swiatek einbrach und kein Spiel gewann. Auch diesmal summierten sich die unerzwungenen Fehler – nach dem Verlust ihres ersten Aufschlagspiels waren es sechs, nach 13 im ersten Satz.
Anisimova fing sich nach dem schwierigen Start – wehrte dabei drei Breakbälle ab – und fand allmählich ins Match. Sie wirkte entschlossen, das Break zu suchen, doch Pegula blieb ruhig und hielt die Partie ausgeglichen. Chancen ergaben sich für Anisimova im achten Spiel, als sie nach Verwertung ihres ersten Breakballs mit 5:3 in Führung ging. Allerdings patzte die Weltranglisten-Vierte, und Pegula holte sich das Break im folgenden Spiel zurück.
Match Statistics Pegula vs. Anisimova
| Pegula |
VS |
Anisimova |
| 5 |
Aces |
2 |
| 2 |
Double Faults |
7 |
| 60% (37/62) |
1st Service Percentage |
61% (43/70) |
| 70% (26/37) |
1st Service Points Won |
58% (25/43) |
| 64% (16/25) |
2nd Service Points Won |
39% (11/28) |
| 50% (2/4) |
Break Points Saved |
64% (7/11) |
| 80% (8/10) |
Service Games |
60% (6/10) |
| 42% (18/43) |
1st Return Points Won |
30% (11/37) |
| 61% (17/28) |
2nd Return Points Won |
36% (9/25) |
Von da an gewann Pegula drei Spiele in Serie – darunter zwei Breaks – und servierte beim Stand von 6:5 auf den Sieg. Der Druck des Moments wirkte jedoch, und Anisimova schlug erneut zurück, sodass der Satz im Tie-Break entschieden wurde.
Diesmal dominierte Pegula nach Belieben. Anisimova gewann den ersten Punkt bei eigenem Aufschlag, doch es blieb ihr letzter in diesem Satz, denn Pegula holte sieben Punkte in Folge und machte den 6:1, 7:6(1)-Erfolg perfekt. Damit zieht sie ohne Satzverlust ins Halbfinale ein.
Match Statistics Pegula vs. Anisimova
| Pegula |
VS |
Anisimova |
| 5 |
Aces |
2 |
| 2 |
Double Faults |
7 |
| 60% (37/62) |
1st Service Percentage |
61% (43/70) |
| 70% (26/37) |
1st Service Points Won |
58% (25/43) |
| 64% (16/25) |
2nd Service Points Won |
39% (11/28) |
| 50% (2/4) |
Break Points Saved |
64% (7/11) |
| 80% (8/10) |
Service Games |
60% (6/10) |
| 42% (18/43) |
1st Return Points Won |
30% (11/37) |
| 61% (17/28) |
2nd Return Points Won |
36% (9/25) |
Im Kampf um das Finalticket trifft Pegula auf die Weltranglisten-Fünfte Elena Rybakina – die im Viertelfinale Iga Swiatek schlug und im Turnier ebenfalls noch keinen Satz abgegeben hat. Auf der anderen Seite ermitteln Aryna Sabalenka und Elina Svitolina die zweite Finalistin der
Australian Open, bei denen nun nur noch vier Spielerinnen im Feld stehen.