Serenas Williams’ potenzielles Comeback 2026 hat sich von Spekulation zur Formalität entwickelt, nachdem die 23-malige Grand-Slam-Siegerin offiziell in den ITIA-Testpool aufgenommen wurde — ein obligatorischer Schritt für jede Rückkehr in den Wettbewerb. Diese Entwicklung hat die Debatte im Sport neu entfacht, wobei
Andrea Petkovic deutlich Williams’ Freiheit unterstützt, ihren eigenen Weg zu wählen.
Die ehemalige Nummer 1 der Welt hat seit den US Open 2022 nicht mehr wettkampfmäßig gespielt, wo sie in der dritten Runde von Ajla Tomljanovic besiegt wurde. Damals wurde ihr Abschied als eine „Evolution“ weg vom Tennis beschrieben, auch wenn sie das Wort Rücktritt vermied. Jüngste Berichte über eine mögliche Rückkehr im Jahr 2026 haben die Diskussion darüber neu belebt, ob die 23-malige Grand-Slam-Siegerin noch einmal auf Tour antreten könnte.
Petkovic stellte in
The Big T auf dem Tennis Channel klar, dass die Entscheidung letztlich allein bei Williams liege. Sie argumentierte, dass Spielerinnen dieser Größenordnung nach einer anderen inneren Logik handeln, geprägt von Ambition und Erfahrung auf dem höchsten Niveau.
Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin wurde kürzlich in den ITIA-Testpool aufgenommen, was bedeutet, dass sie nun für Anti-Doping-Tests zur Verfügung steht — die Voraussetzung, die sie bislang an einer Rückkehr auf den Platz gehindert hatte. Dieses Mal, mit der Autorisierung der
ITIA, würde Serena ihr Comeback vorbereiten — auch wenn sie weiterhin offen lässt, wann es so weit sein könnte und ob sie ausschließlich im Doppel antreten oder sich auch im Einzel erneut testen würde.
„Sie hat sich das Recht verdient, zu tun, was sie will“
Petkovic begann mit einem Plädoyer für Autonomie. Ihrer Ansicht nach verschaffen Williams’ Karriereleistungen ihr allein die Freiheit, ein Comeback zu versuchen — oder erneut aufzuhören — ohne äußere Urteile. „Ich finde, sie hat sich das Recht verdient, zu tun, was sie will. Wenn sie nach einem Match entscheidet, dass es nichts für sie ist, kann sie tun, was sie will“, sagte Petkovic.
Anschließend zog sie eine Parallele zu Lindsey Vonn und verwies auf die Entscheidung der US-Skiläuferin, trotz schwerer Verletzung bei den Olympischen Winterspielen anzutreten. Für Petkovic werden Spitzensportlerinnen oft von Impulsen getragen, die konventionelle Risikoabwägungen übersteigen.
„Und wenn sie entscheidet: ‚Oh, vielleicht habe ich hier eine Chance, etwas Größeres zu erreichen‘, dann denke ich an Lindsey Vonn und daran, wie sie sich entschied, eine Woche später bei den Olympischen Winterspielen zu starten, trotz ihrer Kreuzbandverletzung. Es lief nicht gut, aber die Entscheidung zählt“, sagte die French-Open-Halbfinalistin von 2014.
Petkovic weitete das Argument über den Tenniskontext hinaus aus und deutete an, dass die Mentalität der sogenannten „Greatest of All Time“ sie vom restlichen Feld abhebt. „Diese GOATs denken anders. Ohne sie wäre die Menschheit nicht da, wo wir heute sind. Deshalb sage ich: mehr Macht für sie! Ich hoffe, sie kommen zurück.“
„Niemand meldet sich freiwillig für ein Klopfen um 5 Uhr“ – Petkovic hebt die Opfer hinter Serenas Karriere hervor
Petkovic sprach auch die unsichtbaren Opfer an, die nötig sind, um eine Karriere wie die von Williams aufrechtzuerhalten. Sie verwies auf den Alltag im Profitennis, insbesondere die Anforderungen der Anti-Doping-Protokolle, als Beleg dafür, dass sich niemand dieser Kontrolle leichtfertig aussetzt.
„Ich stand 16 Jahre lang unter dem Anti-Doping-Protokoll. Niemand meldet sich freiwillig dafür, dass es um 5 Uhr morgens an der Tür klopft. Oder in einen Becher zu urinieren, während jemand mit im Badezimmer ist“, sagte Petkovic. „Es tut mir leid. Bei allem Respekt vor allen, die Doppel spielen, das macht niemand freiwillig.“
Ihre Aussagen unterstreichen die körperliche und psychische Belastung, die mit Langlebigkeit an der Spitze des Sports einhergeht. Williams hat diese Anforderungen mehr als zwei Jahrzehnte lang bewältigt, 23 Major-Einzeltitel gewonnen und 319 Wochen lang die Nummer 1 der Welt gehalten.
Petkovic traf während ihrer Karriere mehrfach auf Williams. Die Bilanz spricht deutlich für die US-Amerikanerin, die alle vier ihrer beendeten Duelle in zwei Sätzen gewann, darunter Matches bei Grand-Slam- und Premier-Turnieren. Für Petkovic bestätigte diese Erfahrung die Überzeugung, dass Spielerinnen vom Kaliber einer Williams auf einer anderen Wettkampfebene agieren.
Auch wenn es noch keine offizielle Bestätigung gibt, dass
Serena Williams tatsächlich in den Wettbewerb zurückkehrt, ist sie nun für jedes offizielle Event startberechtigt. Ohne aktive Ranglistenposition würde sie jedoch eine Wildcard benötigen, um direkt ins Hauptfeld von Turnieren zu gelangen.