Die frühere Weltranglisten-Zweite
Paula Badosa wird am Montag, 02.03., aus den Top 100 der WTA-Rangliste fallen und damit ein weiteres schwieriges Kapitel in einer von Verletzungen wiederholt unterbrochenen Karriere markieren. Die 28-jährige Spanierin, einst eine der konstantesten Spielerinnen auf der Tour, hat für das Mérida Open in dieser Woche zurückgezogen und kämpft nun gegen die Zeit, um rechtzeitig für
Indian Wells fit zu werden.
Badosas Ranking-Sturz und die Schlüsselrolle von Indian Wells
Badosa steht derzeit auf Platz 85 der Welt, doch mit ablaufenden Punkten aus der Vorsaison und ohne Möglichkeit, diese in Mexiko zu verteidigen, wird sie im kommenden Update offiziell aus den Top 100 rutschen. Diese Entwicklung unterstreicht die Instabilität, die große Teile ihrer vergangenen Saisons geprägt hat.
Ihr jüngster Rückschlag ereignete sich bei den Dubai Duty Free Tennis Championships, wo sie in der zweiten Runde gegen Elina Svitolina aufgab. Die Spanierin führte 4:1, doch körperliche Beschwerden setzten ein, und sie retirierte am Ende des ersten Satzes nach fünf Spielverlusten in Serie (4:6). Das Match reiht sich in eine wachsende Liste physischer Unterbrechungen ein, vor allem aufgrund anhaltender Rückenprobleme, die in den vergangenen 18 Monaten sowohl ihren Turnierplan als auch die Trainingskontinuität eingeschränkt haben.
Die Indian-Wells-Siegerin von 2021 verlor etwas mehr als 100 Ranglistenpunkte und wird um knapp 20 Plätze auf Rang 106 fallen — ihre niedrigste Platzierung seit 2024. Die Spanierin hofft, ab nächster Woche in Tennis Paradise antreten zu können, ein Turnier, dessen Bedingungen ihrem Spiel liegen. Dafür muss sie jedoch körperlich stabil sein, wenn sie tief ins Turnier vordringen und genügend Punkte sammeln will, um in die Top 100 zurückzukehren.
Von Nr. 140 in die Top 10: Badosas Comeback unterstreicht ihre Widerstandskraft
Es ist nicht das erste Mal, dass Badosa einen solchen Absturz erlebt. Im April 2024 fiel sie erstmals nach einer längeren Verletzungspause aus den Top 100. Dennoch gelang ihr eine beeindruckende Rückkehr, bei der sie durch konstante Ergebnisse auf WTA-500- und 1000-Ebene Schritt für Schritt wieder in die Top 10 kletterte. Dieses Comeback zeigte sowohl ihre Widerstandsfähigkeit als auch das Potenzial, das sie einst fest in der Weltspitze verankerte.
Von einem Tiefststand um Platz 140 im Mai 2024 schaffte es Badosa bis zum Jahresende auf Rang 12 — und ihre starke Kampagne zu Beginn von 2025 bei den Australian Open, wo sie ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale erreichte, brachte sie zurück in die Top 10. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere stand Badosa auf Platz 2 der Welt und etablierte sich als echte Titelanwärterin bei den größten Events des Sports.
Ihren Durchbruch schaffte sie 2021, als sie in Indian Wells triumphierte — einer der prestigeträchtigsten Titel außerhalb der Grand Slams — und im Finale Victoria Azarenka bezwang. In jener Saison qualifizierte sie sich zudem für die WTA Finals und beendete das Jahr in den Top 10.
Indian Wells wird zum Schlüsselpunkt in Badosas Ranking-Kampf
Anhaltende körperliche Probleme haben diese Entwicklung seither ausgebremst. Ihre Saison 2025 verläuft ohne Rhythmus. Frühe Niederlagen und Aufgabe-Matches verhinderten Aufbau und Konstanz, was sich in ihrer Bilanz niederschlägt. Die fehlenden aufeinanderfolgenden tiefen Läufe haben sich direkt in einem Ranking-Verlust niedergeschlagen.
Nun, da die Tour zum Sunshine Double übergeht, steht Badosa an einem Scheideweg. Indian Wells hat symbolisches Gewicht: Es ist der Ort ihres größten Titels und ein Turnier, in dem sie auf den langsameren Hartplätzen traditionell aufblüht. Ob sie körperlich bereit sein wird, ist ungewiss.
Für Badosa geht es längst nicht mehr nur um Punkte. Es geht darum, Belastbarkeit und Wettkampfkontinuität zurückzugewinnen. Der Fall aus den Top 100 ist ein statistischer Marker, doch die größere Frage ist, ob sie ihren Körper erneut stabilisieren kann — und damit ihren Platz unter den führenden Namen des Sports.