Tamara Korpatsch hat beim Ostrava Open ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Die 29-jährige Deutsche präsentierte sich in Tschechien selbstbewusst, fokussiert und spielerisch reif – und belohnte sich mit einem überzeugenden Sieg in zwei Sätzen (6:3 6:4) gegen die Kolumbianerin Emiliana Arango.
Die Deutsche startet beim Ostrava Open mit einem souveränen Zweisatzsieg gegen Emiliana Arango
Für Korpatsch war es ein Auftritt, der nicht nur auf dem Spielberichtsbogen Eindruck hinterließ, sondern auch ihr wachsendes Selbstvertrauen auf der WTA-Tour unterstrich.
Korpatsch gehört seit Jahren zu den konstantesten Spielerinnen im deutschen Damentennis. Bekannt für ihre kämpferische Art, ihre Beinarbeit und ihre mentale Stärke, hat sie sich Schritt für Schritt auf der Tour etabliert. Besonders auf schnellen Belägen fühlt sich die gebürtige Hamburgerin zunehmend wohl – eine Qualität, die ihr in Ostrava klar zugutekam. Geduldig im Spielaufbau, mutig in den entscheidenden Momenten und stabil von der Grundlinie zeigte sie eine Leistung, die Hoffnung auf mehr macht.
Das Ostrava Open, eines der wichtigsten Hallenturniere im europäischen kalender, bietet jedes Jahr eine hochklassige Bühne für internationales Damentennis. Gespielt wird auf Hartplatz vor fachkundigem Publikum, oft gegen starke Konkurrenz aus den Top 50. Umso wertvoller ist ein souveräner Auftaktsieg, der nicht nur Punkte, sondern auch Momentum bringt.
Emiliana Arango, eine der aufstrebenden Spielerinnen aus Kolumbien, gilt als unangenehme Gegnerin mit viel Tempo und aggressivem Spiel. Doch Korpatsch ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Sie kontrollierte die Ballwechsel, setzte Arango immer wieder unter Druck.
Korpatsch bestimmte das Geschehen von Beginn an mit solidem Grundlinienspiel und hoher Konstanz. Sie variierte geschickt das Tempo, suchte immer wieder die Initiative und ließ Arango nur selten in längere Druckphasen kommen. Besonders in den entscheidenden Momenten agierte die Deutsche stabil und nutzte ihre Chancen konsequent.
Im weiteren Verlauf der Partie gelang es Korpatsch, das Match zunehmend zu kontrollieren. Sie hielt ihren Aufschlag zuverlässig, setzte die Gegnerin mit präzisen Returns unter Druck und entschied viele Ballwechsel über Geduld und gutes Stellungsspiel. Arango versuchte, mit aggressiven Lösungen gegenzuhalten, fand jedoch kaum Mittel, um den Rhythmus der Deutschen nachhaltig zu stören.
Match Stats Tamara Korpatsch vs. Emiliana Arango
| Tamara Korpatsch |
VS |
Emiliana Arango |
| 3 |
Aces |
0 |
| 2 |
Double Faults |
0 |
| 69% (40/58) |
1st Service Percentage |
65% (43/66) |
| 68% (27/40) |
1st Service Points Won |
60% (26/43) |
| 56% (10/18) |
2nd Service Points Won |
43% (10/23) |
| 50% (2/4) |
Break Points Saved |
56% (5/9) |
| 80% (8/10) |
Service Games |
56% (5/9) |
| 40% (17/43) |
1st Return Points Won |
33% (13/40) |
| 57% (13/23) |
2nd Return Points Won |
44% (8/18) |
Für deutsche Fans ist dieser Erfolg ein positives Signal:
Tamara Korpatsch ist bereit, auch auf größerer Bühne Akzente zu setzen – und das Ostrava Open könnte für sie noch lange nicht vorbei sein.
Maria scheitert in Ostrava an Volynets
Für Tatjana Maria verlief das Ostrava Open weniger glücklich. Die Deutsche musste sich in der ersten Runde der US-Amerikanerin Katie Volynets mit 5:7, 1:6 geschlagen geben und schied damit früh aus dem Turnier aus.
Dabei begann die Partie ausgeglichen. Im ersten Satz hielt Maria gut mit und erspielte sich mehrere Breakchancen, konnte diese jedoch nicht konsequent nutzen. Volynets zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter, wehrte wichtigen Druck ab und sicherte sich den Durchgang mit 7–5.
Im zweiten Satz kippte das Match deutlich zugunsten der Amerikanerin. Volynets dominierte mit einem stabilen Aufschlagspiel, gewann einen Großteil der Punkte über den ersten und zweiten Service und blieb ohne Doppelfehler. Maria fand dagegen kaum Zugriff beim Return und konnte nur ein einziges Aufschlagspiel der Gegnerin durchbrechen.
Nach 1:32 Stunden Spielzeit machte Volynets den Zweisatzsieg perfekt und zog verdient in die nächste Runde ein. Für Maria bedeutet das frühe Aus einen enttäuschenden Auftakt in Ostrava, auch wenn der erste Satz auf eine engere Begegnung hoffen ließ.