Aryna Sabalenka wurde während ihres Australian-Open-Halbfinals am Donnerstag gegen Elina Svitolina wegen Behinderung bestraft, weil sie aus Sicht der Stuhlschiedsrichterin Louise Azemar Engzell kein typisches Geräusch von sich gab.
Was die ITF-Regel zur Behinderung in Sabalenkas Fall wirklich sagt
Die Weltranglistenerste ließ sich von dieser Entscheidung nicht allzu sehr beeinflussen, da sie dennoch das Spiel gewann, war aber mit der Begründung nicht einverstanden und zeigte sich verärgert über die Schiedsrichterin.
Sie forderte eine Videoüberprüfung der Szene, jedoch blieb die Entscheidung bestehen. Engzell sagte: „Auf dem Video machst du ‚ah ah-ja!‘“
Sabalenka entgegnete und fragte: „Wie viele Spielerinnen machen es anders?“, worauf die Schiedsrichterin erwiderte, dass es nicht dasselbe wie bei den anderen sei. „Es ist eine Behinderung, es ist für mich eine Behinderung, weil du nicht das normale Geräusch gemacht hast.“
Ausgangspunkt war, dass Sabalenka offenbar ein anderes Geräusch machte, weil sie glaubte, den Ball schlecht getroffen zu haben. Als der Ball jedoch zurückkam, ertönte das Geräusch, bevor Svitolina zum Schlag ansetzen musste. Regel 26 der ITF Tennisregeln betrifft Behinderung und erklärt, warum die Schiedsrichterin die Situation ahnden musste.
„Wird ein Spieler beim Ausspielen des Punktes durch eine absichtliche Handlung des Gegners behindert, gewinnt der Spieler den Punkt.“
„Der Punkt wird jedoch wiederholt, wenn ein Spieler beim Ausspielen des Punktes entweder durch eine unabsichtliche Handlung des Gegners oder durch etwas außerhalb seiner Kontrolle (ausgenommen feste Einrichtungen) behindert wird.“
In den sozialen Medien wurde die Situation als bizarr bezeichnet, mit dem Hinweis, dass es Sabalenkas normales Geräusch bei der Schlagabgabe sei, das ohnehin teils kritisiert werde, aber gegenüber der Gegnerin in keiner Weise verändert werde. Das Problem der Schiedsrichterin schien jedoch im Timing dieses Geräusches zu liegen.