Aryna Sabalenka steht nach einem 6:2, 6:3 gegen
Elina Svitolina zum vierten Mal in Folge im Finale der Australian Open.
Es war eine herausragende Vorstellung der Weltranglistenersten, die zeigte, warum sie Down Under die dominierende Kraft ist. Es war schwer vorstellbar, wie Svitolina zurückkommen könnte, da
Sabalenka sie unablässig mit wuchtigen Schlägen unter Druck setzte, die sie nicht stoppen konnte.
Die vierfache Grand-Slam-Siegerin gewann 69% der Punkte über den ersten Aufschlag, 67% über den zweiten und schlug satte 29 Winner gegenüber 12 ihrer Gegnerin. Zudem verwertete sie mehr als die Hälfte der angebotenen Breakbälle und rundete damit einen sehr soliden Auftritt ab.
Sabalenka stürmt ins Finale
Svitolina erwischte tatsächlich den besseren Start und erspielte sich zwei Breakchancen. Diese hätte sie über das Match hinweg nutzen müssen, doch die ersten beiden ließ sie aus, sodass Sabalenka den frühen Schreckmoment überstand und in Führung ging.
Im vierten Spiel gelang ihr das Break, nachdem Svitolina ihren Aufschlag nicht halten konnte. Es war das zweite einer Drei-Spiele-Serie der Belarussin, die den Ton für den Rest der Partie angab. Ihr intensives, kraftvolles Spiel drängte Svitolina an die Grundlinie zurück und ließ sie mit der unablässigen Druckphase kaum Schritt halten.
Nachdem sie einen Breakball abgewehrt hatte, brachte die Ukrainerin ein Spiel zum 2:4 durch, konnte aber im Satz keine Aufholjagd starten, da Sabalenka diesen am Ende kompromisslos mit einem späten Break zumachte.
Das Muster änderte sich im zweiten Satz, als sich Frustration in Sabalenkas Spiel einschlich. Svitolina schaffte gleich zu Beginn ein klinisches Break, bevor zwei Love-Holds auf beiden Seiten zum 2:1 führten. Das war der Beginn vom Ende von Svitolinas starkem Australian-Open-Auftritt, denn Sabalenka gewann anschließend fünf Spiele in Serie. Darunter waren drei Breaks und zwei Aufschlagspiele zu Null – eine brillante Reaktion von Sabalenka.
Svitolina wird nach dem Turnier in die Top 10 springen und hielt den Kopf hoch, als sie dieses Halbfinal-Duell in die Länge zog. Am Ende machte Sabalenka alles zunichte, servierte zum Match aus und erreichte ein weiteres Grand-Slam-Endspiel in Australien.
Sie setzt damit ihre starke Form aus dem vergangenen Jahr fort, in dem sie drei Major-Finals erreichte. Im prestigeträchtigen Endspiel wartet entweder Jessica Pegula oder Elena Rybakina.