Vorschau Halbfinale der WTA Transylvania Open | Emma Raducanu und Sorana Cirstea treffen im Kampf um den Finaleinzug auf ukrainisches Duo

WTA
Freitag, 06 Februar 2026 um 15:30
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Es ist Halbfinalzeit in Cluj, beim Transylvania Open 2026 steht der Höhepunkt bevor mit zwei reizvollen Duellen, in denen für alle Beteiligten viel auf dem Spiel steht. Vier Spielerinnen kämpfen um zwei Finalplätze und die Chance, um den Titel zu spielen.

Raducanu peilt erstes Finale seit den US Open an

Im ersten Halbfinale versucht Topgesetzte Emma Raducanu endlich ihren Finalfluch zu brechen, nachdem sie über vier lange Jahre in keinem Endspiel mehr um einen Titel gespielt hat. Dafür muss sie ihre starke Form im Land, in dem ihr Vater geboren wurde, bestätigen, mit Oleksandra Oliynykova als Hürde.
Für Raducanu war es kein optimaler Start ins Jahr. Ein von einer Verletzung beeinträchtigtes United-Cup-Debüt mündete in eine große verpasste Chance beim Hobart International. Als Nummer eins der Setzliste verlor Raducanu gegen Taylah Preston, die zu diesem Zeitpunkt außerhalb der Top 200 rangierte. Anschließend unterlag sie der Titelverteidigerin der Transylvania Open, Anastasia Potaopva, in der zweiten Runde der Australian Open mit einer deutlich durchschnittlichen Vorstellung.
Es war zugleich das letzte Turnier mit Francisco Roig, der Spanier hat sich jüngst von der 23-Jährigen getrennt, sodass Raducanu erneut nach einem Coach sucht. Bislang läuft es jedoch auch ohne Roig gut. Sie eröffnete das Turnier mit einem Bagel auf dem Weg zu einem souveränen 6:0, 6:4 gegen Greet Minnen, ehe sie gegen Kaja Juvan gehörig ins Wanken geriet. Ihre Gegnerin stürmte im ersten Satz zu einer 5:0-Führung, doch Raducanu antwortete in beeindruckender Manier. Sie gewann elf Spiele in Folge und 13 der letzten 14, schickte die Slowenin nach Hause und zog in ihr zweites Viertelfinale des Jahres 2026 ein.
In einer Kopie ihres Auftaktmatches ging sie gegen Qualifikantin Maja Chwalinska mit 6:0 in Führung und brachte das 6:0, 6:4 problemlos ins Ziel. Damit stand ihr erstes WTA-Halbfinale seit den DC Open 2025 fest und erst ihr fünftes Karriere-Halbfinale auf der WTA-Tour. Dorthin gelangte sie, obwohl sie in drei Matches nur 14 Spiele abgab, und sie will ebenso fehlerarm gegen ihre ukrainische Gegnerin auftreten.
Leicht wird es nicht, denn Oliynykova ist eine zähe Gegnerin, die gerne mit hohen, bogenförmigen Bällen an die Grundlinie operiert, die schwer zu retournieren sind. Ihr Stil wurde zwar hinterfragt, doch in Rumänien hat er diese Woche eindeutig funktioniert, wenn auch nicht ohne wacklige Phasen.
Auf einen starken Comeback-Sieg gegen Mayar Sherif folgte ein Erfolg gegen die an acht gesetzte Anna Bondar. Anschließend feierte sie ihren ersten Top-50-Sieg überhaupt gegen Xinyu Wang und wehrte dabei bemerkenswerte 21 Breakbälle ab, um 6:4, 6:4 zu gewinnen. Neuland für Oliynykova: Das erste WTA-Halbfinale ist erreicht. Es wird ein Kraftakt, sie muss ihr bestes Tennis abrufen, um das Finale zu buchen.

Heimfavoritin Cirstea will stilvoll Abschied nehmen

Für Sorana Cirstea ist es das letzte Jahr auf der Tour, und sie nutzt es aus, besonders im Heimatland. Es ist ihre letzte Transylvania Open, und sie will mit einem Ausrufezeichen abtreten. Für ihr erstes Finale im eigenen Land muss sie die ehemalige Wimbledon-Juniorensiegerin Daria Snigur schlagen.
Die Rumänin hat ihre Fans mit starkem Tennis begeistert, ihre Titelambitionen untermauert und das Publikum bestens unterhalten. Die an drei Gesetzte kommt zudem aus einer Kontroverse bei den Australian Open, nachdem es nach ihrer Dreisatzniederlage gegen die zweimalige Championess Naomi Osaka zu einem Eklat am Netz kam.
Das hat sie nun abgehakt und in Cluj noch keinen Satz abgegeben. Kamila Rakhimova war die erste Gegnerin in einem engen Match, bevor sie gegen Tamara Zidansek bei einer Machtdemonstration nur ein Spiel abgab. Danach warf sie die Titelverteidigerin Anastasia Potapova mit einer sehr stabilen Vorstellung aus dem Turnier und buchte ihr Halbfinalticket. Ihre Langlebigkeit zeigt sich an ihren Titeln: Der erste WTA-Triumph datiert aus 2008, der jüngste aus dem August des vergangenen Jahres.
Sorana Cirstea bei den Australian Open 2020
Sorana Cirstea in Aktion
Ob sie einen weiteren hinzufügen kann, bleibt abzuwarten, doch zunächst muss sie Snigur stoppen, die wie ihre ukrainische Landsfrau im anderen Halbfinale erstmals ein WTA-Halbfinale erreicht hat und vom Endspiel nur noch einen Schritt entfernt ist.
Seit dem Wechsel auf die WTA-Tour hat sie nie wirklich durchgestartet, trotz einer vielversprechenden Jugendkarriere. Elf ITF-Titel stehen zu Buche, doch der nächste Schritt blieb bislang aus. Das könnte nun ihre Chance sein, allerdings wartet eine formstarke Gegnerin.
Die Qualifikantin startete mit einem überzeugenden Sieg über Tiantsoa Rakotomanga Rajaonah und verärgerte anschließend das Publikum mit einem kompromisslosen Erfolg gegen Rumäniens Nummer eins Jaqueline Cristian. Nachdem beide in ihren ersten Aufschlagspielen Breaks kassierten, schaute Snigur nicht mehr zurück, gewann die folgenden elf Spiele und stürmte ins Viertelfinale. Dort gab sie gegen Yue Yuan ihren ersten Satz im Turnier ab, kämpfte sich jedoch zurück und holte den Sieg in einem engen Entscheidungssatz.
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