„Was habt ihr beide erreicht?“: Iga Swiateks Vater reagiert auf die Debatte über ihren Sportpsychologen

WTA
Sonntag, 22 Februar 2026 um 7:30
Iga Swiatek blickt in den Himmel
Die langjährige Zusammenarbeit von Iga Swiatek mit der Sportpsychologin Daria Abramowicz steht nach Äußerungen im polnischen Podcast Trzeci Serwis erneut im Fokus. Ex-Jugendtrainer Artur Sostaczko und Tennis-Kommentator Lech Sidor stellten die Nähe der Partnerschaft infrage, was eine scharfe öffentliche Reaktion von Swiateks Vater, Tomasz Swiatek, auslöste.
Die Kontroverse kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt für die 24-Jährige, die zuletzt zwei Viertelfinalniederlagen in Serie hinnehmen musste. Swiatek verlor bei den Australian Open gegen Elena Rybakina und unterlag anschließend Maria Sakkari im Viertelfinale von Doha, Ergebnisse, die die Diskussion über ihre Form neu befeuerten.
Nach der Niederlage gegen Sakkari zog sich die sechsfache Grand-Slam-Siegerin aus Dubai zurück, mit dem Hinweis auf eine „Änderung in ihrem Terminplan“. Nun will sie in Indian Wells auf die Tour zurückkehren. Das Timing der Podcast-Debatte sorgte dafür, dass die Diskussion stattfand, während die Spielerin pausierte und sich auf die nächste Saisonphase vorbereitete.
Abramowicz arbeitet seit 2019 mit Swiatek zusammen und ist trotz mehrerer Trainerwechsel eine konstante Größe in ihrer Karriere geblieben. Diese Stabilität, einst als zentral für ihren Aufstieg zur Nummer 1 der Welt und zu mehreren Major-Titeln angesehen, wird in Polen nun offen hinterfragt.

Podcast-Kritik löst Reaktion aus

In der Folge äußerte Sostaczko — einer von Swiateks ehemaligen Jugendtrainern — Zweifel an der Nähe dieser professionellen Beziehung. Er sagte, er kenne keine andere Spielerin, die „Tag und Nacht“ mit einer Psychologin verbringe, und verwies auf gemeinsame Urlaube und Freizeitaktivitäten zusätzlich zu Turnierreisen.
„Ich kenne keinen anderen Fall, in dem eine Spielerin Tag und Nacht mit einer Psychologin verbringt. Es gibt gemeinsame Urlaube, Matches, Filme. Aber wenn es für Iga passt, werde ich sie nicht davon abbringen. Die Leute müssen verstehen, dass ich meine Meinung äußern oder etwas überrascht sein kann, aber wenn es der Spielerin passt, die auf Platz zwei steht und einmal die Nummer eins der Welt war, mit sechs Grand-Slam-Titeln auf dem Konto, was können wir ihr anbieten oder raten?“
Lech Sidor ging weiter und verknüpfte die jüngsten Niederlagen mit sichtbarer Anspannung auf dem Platz. Er verwies auf die Australian Open und Doha als Beispiele, in denen Swiatek unruhig wirkte, und deutete an, dass während der Matches keine klaren Korrekturmechanismen erkennbar gewesen seien.
„Lassen Sie mich dagegenhalten. Bei den Australian Open und in Doha war nicht erkennbar, dass Daria Abramowicz in irgendeiner Weise hilft. Iga ist ein Nervenbündel; sie hat keine Mechanismen, die sie umsetzen könnte, etwa Zeichensprache. Die Welt beginnt, dieses Arrangement anders zu betrachten, mit anderen Augen.“
Sostaczko ergänzte, dass „etwas wieder nicht funktioniert“ und schlug vor, selbst eine kurze Trennung in der Vorbereitung könnte hilfreich sein. Die Aussagen verbreiteten sich rasch online und reichten über das unmittelbare Podcast-Publikum hinaus.

Tomasz Swiateks deutliche Gegenattacke

Tomasz Swiatek, ehemaliger Olympia-Ruderer, der seine Tochter und ihr Team häufig auf Reisen begleitet, reagierte unmittelbar im Kommentarbereich, nachdem die Folge auf YouTube erschienen war. Seine Botschaft war unmissverständlich und persönlich im Ton. „Was habt ihr beide erreicht? Fast nichts, kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten. Ihr habt keine Ahnung, ihr schlaft im Stehen.“
Die Aussage wurde von internationalen Tennismedien breit aufgegriffen und machte aus einer zunächst innenpolitischen Debatte eine größere Diskussion über die Grenzen zwischen Spielerin und Psychologin. Sie untermauerte zudem die seit Langem vertretene Haltung der Familie Swiatek, dass Entscheidungen über ihr Team interne Angelegenheiten bleiben.
Vorerst richtet sich der Blick zurück auf den Platz. Swiatek will ihre Saison in Indian Wells nach zwei Viertelfinal-Ausgängen in Folge neu justieren. Ob die Debatte rund um Abramowicz abebbt, dürfte am Ende weniger von öffentlicher Kommentierung als von den Ergebnissen der kommenden Wochen abhängen.
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