Novak Djokovic hat seine Teilnahme am bevorstehenden
Miami Open zurückgezogen und eine Verletzung an der rechten Schulter als Grund angegeben, die ihn daran hindert, in der zweiten Hälfte des traditionellen Sunshine Double anzutreten. Der Serbe, einer der erfolgreichsten Spieler in der Geschichte des Turniers, verpasst damit die Chance, die Ranglistenpunkte zu verteidigen, die er mit dem Finaleinzug 2025 gewonnen hat.
Das Fehlen hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltrangliste. Djokovic wird 650 Punkte aus seinem Vorjahreslauf in Miami verlieren, was einen Rückgang in der
ATP Rankings nach sich zieht. Der Serbe wird voraussichtlich mindestens auf Rang vier fallen und hinter Deutschlands Alexander Zverev zurückrutschen, sobald die Rangliste nach dem Turnier aktualisiert wird.
Djokovics Rückzug erfolgt kurz nach seinem Auftritt beim BNP Paribas Open in Indian Wells, der früher als erwartet endete. Der Serbe schied im Achtelfinale gegen Titelverteidiger Jack Draper aus, was eine weitere schwierige Woche in einer Saison markiert, die bereits durch körperliche Probleme beeinträchtigt ist.
Der 24-fache Grand-Slam-Champion wird nun voraussichtlich bis zum Beginn der europäischen Sandplatzsaison pausieren. Seine früheste mögliche Rückkehr ist für das Monte-Carlo Masters Anfang April vorgesehen, wo er traditionell seine Vorbereitung auf die French Open beginnt.
Ranglisten-Auswirkung und unterbrochenes Sunshine Double
Für Djokovic bedeutet die Entscheidung zum Rückzug eine weitere Unterbrechung in einer Saison, die bereits von körperlichen Rückschlägen geprägt ist. Das Schulterproblem bewirkt, dass der Serbe nicht nur eines der wichtigen Masters-1000-Turniere der
ATP Tour verpasst, sondern auch das große Punktepaket aus dem letztjährigen Finaleinzug einbüßt.
Die Folgen für die Rangliste sind unausweichlich. Mit dem Abzug der 650 Punkte aus dem Miami-Finale 2025 wird Djokovic in der Tabelle zurückfallen, wobei Zverev voraussichtlich an ihm vorbeiziehen wird.
Der Miami-Rückzug durchbricht zudem Djokovics ohnehin eingeschränkte jüngere Teilnahme an dem Turnier. Trotz seines historischen Erfolgs hat er das Miami Masters seit 2019 nur einmal bestritten. Die vergangene Saison markierte eine seltene Rückkehr, als er sich durchs Feld spielte, ehe er im Finale an Jakub Mensik scheiterte.
Ein Turnier, in dem Djokovic Geschichte schrieb
Djokovics Abwesenheit fällt besonders ins Gewicht angesichts seiner Bilanz in Miami. Der Serbe prägte das Turnier über Jahre, gewann sechs Titel und erreichte acht Endspiele in seiner Karriere. Diese Erfolge stellen ihn gleichauf mit Andre Agassi für die meisten Titel in der Geschichte der Veranstaltung. Sein jüngster Auftritt im Endspiel datiert aus dem Jahr 2025, als er nach einer Finalniederlage gegen Menšík als Zweiter abschloss.
Djokovics Fokus richtet sich nun auf die Genesung vor Monte-Carlo. Mit der nahenden europäischen Sandplatzschaukel und Roland Garros am Horizont könnten die kommenden Wochen entscheidend dafür sein, wie wettbewerbsfähig der Routinier im weiteren Saisonverlauf bleibt.
Djokovic hat in dieser Saison bislang zwei Turniere bestritten und hält eine Bilanz von 8:2. Bei den Australian Open sorgte er für eine der Überraschungen des Turniers, indem er das Finale erreichte – auf dem Weg dorthin schaltete er den zweimaligen Titelverteidiger Jannik Sinner aus – unterlag jedoch im Endspiel Carlos Alcaraz.
In dieser Woche besiegte Djokovic bei seiner Rückkehr in Tennis Paradise Kamil Majchrzak und Aleksandar Kovacevic auf dem Weg ins Achtelfinale, in dem er schließlich gegen Jack Draper im Tie-Break des dritten Satzes verlor.