Roger Federer, Juan Martin del Porto und Svetlana Kuznetsova sind für die Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame im Jahr 2026 nominiert worden. In der Kategorie "Spieler" werden ATP- und WTA-Spielerinnen und -Spieler ausgezeichnet, die auf höchstem internationalem Niveau herausragende sportliche Leistungen erbracht haben.
In der International Tennis Hall of Fame sind 270 Mitglieder aus 28 Nationen vertreten. Es können Spieler, Journalisten, Verwaltungsangestellte und Funktionäre gewählt werden, die sich um den Sport verdient gemacht haben.
Es dürfte nicht überraschen, dass Federer im Gespräch für diese prestigeträchtige und einzigartige Auszeichnung ist. Er beendete seine Karriere mit 20 Grand Slams und war damit der erste männliche Einzelspieler, der diesen Meilenstein erreichte. Seinen ersten großen Titel gewann er 2003, als er den ersten von acht Wimbledon-Titeln holte und bis heute den Rekord für die meisten Wimbledon-Titel im Herren-Einzel hält. All dies geschah in einer erbitterten Rivalität mit den sogenannten "Big Four", bestehend aus ihm selbst, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray.
Mit großen Siegen kommen auch hohe Platzierungen, denn Federer war einst 237 Wochen in Folge und 310 Wochen in seiner gesamten Karriere die Nummer eins der Welt. Nur Jimmy Connors hat in der Open-Ära mehr Titel gewonnen als er: 103 Triumphe konnte der Schweizer für sich verbuchen, sein letzter war der Titel bei den Swiss Indoors im Jahr 2019.
Beim Laver Cup 2022 verabschiedete er sich emotional aus dem Sport und gilt bis heute als einer der größten Spieler, die je auf dem Platz standen.
Das Gleiche könnte man über del Porto sagen, aber vielleicht nicht auf demselben Niveau wie Federer. Der Höhepunkt seiner Karriere war der Gewinn der US Open im Jahr 2009, als er nach einem 1:2-Rückstand Federer in Flushing Meadows besiegte und seinen einzigen Grand-Slam-Titel gewann. Damals war er erst 20 Jahre alt, und seine Karriere sah äußerst vielversprechend aus.
Leider konnte er nicht die Fortschritte machen, die er sich erhofft hatte, da er ständig von zahlreichen Verletzungen zurückgeworfen wurde. Trotzdem gelang es ihm, sein Land zu einem historischen Davis-Cup-Sieg zu führen und 2016 eine olympische Silbermedaille zu gewinnen, wobei er Djokovic und Nadal besiegte. Bei den US Open 2018 erreichte er sein zweites Grand-Slam-Finale, wurde aber von Djokovic überwältigt.
Während diese beiden im Einzel brillierten, war Kuznetsova sowohl im Einzel als auch im Doppel die Beste und belegte früher in diesen Kategorien sogar die Plätze zwei und drei in der Welt. Die Russin hat vier Grand-Slam-Titel auf ihrem Konto, den ersten gewann sie 2004 bei den US Open. Wenige Monate später gewann sie bei den Australian Open den Titel im Damendoppel. Im Jahr 2012 machte sie in Melbourne den Sack zu, doch davor war sie 2009 in Roland Garros erfolgreich.
Nicht nur bei den Majors, sondern auch für ihr Land war sie eine Macht, mit der man rechnen musste, denn sie führte Russland zu drei Billie Jean King Cups. Insgesamt sammelte sie 18 Einzel- und 16 Doppeltitel und festigte damit ihren Namen als eine der größten Tennisspielerinnen, die dieser Sport je hervorgebracht hat.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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