Stefanos Tsitsipas erlitt beim
Monte-Carlo Masters einen herben Rückschlag und verlor erstmals in acht Teilnahmen sein Auftaktmatch. Der dreifache Champion unterlag dem an 16 gesetzten
Francisco Cerundolo mit 5:7, 4:6 und beendete damit eine der konstantesten Serien des Turniers in den vergangenen Jahren.
Die Niederlage unterstreicht einen schwierigen Start in die Saison 2026 für den Griechen, der das Jahr beim United Cup stark eröffnete, auf Tour-Niveau jedoch mit der Konstanz kämpft. Tsitsipas reiste mit einer 22:4-Bilanz in
Monte Carlo an, inklusive Titeln 2021, 2022 und 2024, wodurch das frühe Aus deutlich von seiner üblichen Sandplatzform abweicht.
Cerundolo hingegen baut seinen Schwung weiter aus. Der Argentinier verbesserte seine Saisonbilanz auf 15:6, nachdem er im Februar den Titel in Buenos Aires gewann und bei den Australian Open das Achtelfinale erreichte. Der Erfolg bedeutete zudem seinen ersten Sieg über Tsitsipas im dritten Duell und drehte ihre bisherigen Begegnungen auf Hallen-Hartplätzen Ende 2024.
Das Resultat hat unmittelbare Auswirkungen auf das Ranking. Tsitsipas, aktuell die Nr. 48, dürfte in der Live-Wertung auf etwa Nr. 65 fallen, mit weiteren möglichen Verlusten je nach Ergebnissen dieser Woche. Es wäre seine niedrigste Platzierung seit März 2018, als er seinen Aufstieg auf der ATP-Tour begann und mit 19 Jahren seine ersten Wochen in den Top 100 verbrachte.
Cerundolo bleibt in den entscheidenden Phasen stabil
Die Partie wurde durch die Umsetzung in Schlüsselmomenten geprägt, wobei Cerundolo in beiden Sätzen die größere Konstanz zeigte. Im ersten Durchgang sicherte sich der Argentinier ein spätes Break zum 7:5, nutzte Fehler von Tsitsipas in längeren Ballwechseln aus und kontrollierte die Grundlinie.
Im zweiten Satz erspielte sich Cerundolo eine Doppelbreak-Führung, wurde jedoch kurzzeitig zurückgeworfen, als Tsitsipas ein Break zurückholte. Der Grieche drohte die Begegnung zu verlängern, doch Cerundolo stellte in längeren Rallys die Kontrolle wieder her, minimierte Fehler und schloss das Match in zwei Sätzen ab.
Beide kamen mit positiven Eindrücken aus Miami nach Monte Carlo, wo Cerundolo Daniil Medvedev und Tsitsipas Alex de Minaur bezwang. Auf Sand erwiesen sich jedoch Cerundolos schwerere Grundschläge und seine Rally-Toleranz als wirkungsvoller.
Tsitsipas unter anhaltendem Ranking-Druck
Für Tsitsipas spiegelt die Niederlage einen breiteren Trend wider. Nach drei Siegen in drei Einzeln beim United Cup steht auf der ATP-Tour eine 6:8-Bilanz, sein bestes Ergebnis ist ein Viertelfinale in Doha. Seine Davis-Cup-Siege kamen gegen Gegner auf Nr. 222 und 818, was nur begrenzt Auskunft über die Form auf höchstem Niveau gibt.
Monte Carlo war eines seiner verlässlichsten Turniere. Seit 2021 hielt Tsitsipas vor dieser Niederlage eine 20:2-Bilanz beim Event und erreichte in seinen letzten fünf Starts jeweils mindestens das Viertelfinale. Seine drei Titel stellen ihn in eine Reihe mit Ilie Nastase, Bjorn Borg und Thomas Muster, liegen jedoch deutlich hinter Rafael Nadals Rekord von 11.
Die kurzfristige Perspektive bleibt anspruchsvoll. Tsitsipas rangiert auf Nr. 42 im ATP Race und reist als Nächstes zu den Barcelona Open, wo er Viertelfinalpunkte verteidigt. Ein frühes Aus dort würde einen weiteren Rankingverlust von mindestens 10 Positionen bedeuten und die Wahrscheinlichkeit eines längeren Aufenthalts außerhalb der Top 50 erhöhen.
Cerundolo steht in der zweiten Runde Tomas Machac gegenüber, der Daniel Altmaier mit 4:6, 6:1, 6:3 schlug und den Schwung eines der relevantesten Siege seiner Saison mitnimmt.