Der Auftakt beim prestigeträchtigen
ATP Masters in Monte Carlo liefert aus deutscher Sicht ein gemischtes Bild. Während
Daniel Altmaier in der Runde der letzten 64 trotz zwischenzeitlicher Dominanz früh scheitert, setzt
Alexander Zverev im Doppel ein erstes Ausrufezeichen. Auf der traditionsreichen Anlage im Fürstentum, die seit Jahrzehnten den Auftakt der europäischen Sandplatzsaison markiert, zeigen sich früh die unterschiedlichen Formkurven.
Vor allem Altmaier stand im Fokus. Nach zuletzt positiven Signalen auf Challenger-Ebene und einem ordentlichen Auftritt in Bukarest sollte das
Monte-Carlo Masters den nächsten Schritt bringen. Doch gegen den formstarken
Tomas Machac reicht es am Ende nicht.
Altmaier kämpft sich zurück – und bricht im entscheidenden Moment ein
Altmaier startet ordentlich in die Partie, muss den ersten Satz jedoch mit 4:6 abgeben. Der Deutsche agiert phasenweise zu passiv, lässt Machac das Spiel diktieren und findet zunächst keine Lösungen gegen dessen druckvolles Grundlinienspiel.
Bei den Bucharest Open erreichte der Deutsche zuletzt noch das Viertelfinale
Im zweiten Durchgang dreht Altmaier dann spürbar auf. Er übernimmt die Initiative, variiert seine Schläge besser und zwingt Machac immer wieder in die Defensive. Das klare 6:1 spiegelt die Dominanz wider, mit der der 26-Jährige plötzlich auftritt. Altmaier wirkt nun stabil, selbstbewusst und deutlich präsenter in den Ballwechseln.
Doch im entscheidenden dritten Satz kippt das Match erneut. Beim Stand von 2:3 gibt Altmaier seinen Aufschlag ab – ein Moment, der die Partie letztlich entscheidet. Zwar bleibt er bemüht, doch das dringend benötigte Re-Break gelingt nicht mehr. Mit 3:6 endet sein Auftakt in Monte Carlo frühzeitig.
Dabei hatte sich Altmaier zuletzt wieder herangearbeitet. Der Finaleinzug beim Challenger in Neapel sowie zwei Siege beim Turnier in Bukarest deuteten auf einen Aufwärtstrend hin. Dennoch bleibt seine Bilanz auf ATP-Tour-Niveau weiterhin ausbaufähig. Monte Carlo verpasst er damit als Chance, sich auf großer Bühne weiter zu stabilisieren.
Zverev setzt im Doppel ein Zeichen
Positivere Schlagzeilen liefert hingegen Alexander Zverev. Gemeinsam mit seinem engen Freund
Marcelo Melo gelingt ihm ein souveräner Auftaktsieg im Doppel. Gegen Luke Johnson und Jan Zielinski gewinnt das deutsch-brasilianische Duo klar mit 6:3, 6:3.
Zverev und Melo starten konzentriert, gehen früh mit 3:0 in Führung und kontrollieren den ersten Satz trotz zwischenzeitlichem Aufschlagverlust. Auch im zweiten Durchgang lassen sie nichts anbrennen. Ein frühes Break zum 4:1 ebnet den Weg, wenig später stellen sie auf 5:1 und bringen den Sieg souverän ins Ziel.
Für Zverev hat das Doppel längst mehr als Trainingscharakter. Der Olympiasieger nutzt die Matches gezielt, um Rhythmus auf Sand zu finden. Die Partnerschaft mit Melo funktioniert dabei seit Jahren verlässlich. 2024 erreichten beide bereits das Finale in Monte Carlo, zudem sicherten sie sich in diesem Jahr gemeinsam den
Titel beim ATP-500-Turnier in Acapulco.
In der nächsten Runde wartet jedoch ein echter Härtetest: Mit Marcel Granollers und Horacio Zeballos steht das topgesetzte Doppel des Turniers auf der anderen Netzseite.
Auch im Einzel richtet sich der Blick nun auf Zverev. Der Deutsche greift dank Freilos erst in der zweiten Runde ins Geschehen ein und trifft dort auf Cristian Garin. Der Chilene setzte sich am Nachmittag gegen Matteo Arnaldi durch und geht mit viel Selbstvertrauen ins Duell. Im direkten Vergleich liegt Garin sogar mit 2:1 vorne – zuletzt gewann er 2024 beim Turnier in München in zwei Sätzen gegen Zverev.