Danielle Collins warnte, dass Iga Swiateks jüngster Schritt den Rest der Tour stark beeinflussen könnte, und bezeichnete ihn angesichts der Entscheidung der Polin, Francisco Roig als neuen Coach ins Team zu holen, als „für alle beängstigend“. Der Spanier arbeitete jahrelang an der Seite von Rafael Nadal, und der 22-malige Grand-Slam-Champion war auch bei Swiateks jüngsten Trainingseinheiten in Spanien anwesend.
Collins äußerte sich beim
Tennis Channel mit einer direkten Einschätzung und rückte Swiateks Karriereverlauf in den Mittelpunkt statt die Neuigkeit an sich. Sie verwies auf Swiateks Palmarès – mehrere Grand-Slam-Titel und die Zeit an der Spitze der Rangliste – als Ausgangspunkt dafür, welche Art von Coaching sie nun benötigt.
Swiatek erreicht diese Phase nach einem wechselhaften Auftakt in die Saison 2026, darunter einem frühen Aus bei den Miami Open – ihrer ersten Auftaktniederlage bei diesem Turnier seit 2021. Die Niederlage folgte auf ihr eigenes Eingeständnis, dass sich das Spiel zuletzt in ihrem Kopf „kompliziert“ anfühle, was Fragen nach Klarheit und Umsetzung aufwarf.
Als Reaktion verlegte Swiatek ihre Vorbereitung vor der Sandplatzsaison nach Spanien, trainiert an der Rafa Nadal Academy und holte Roig in ihr Team. Der Schritt bringt einen Coach mit umfassender Erfahrung auf höchstem Niveau, besonders auf Sand, wo Swiatek bereits eine der stärksten Bilanzen auf der Tour aufgebaut hat, einschließlich vier Titeln bei Roland Garros.
Erfahrung auf höchstem Niveau
Collins ordnete die Verpflichtung schlicht ein: Eine Spielerin mit Swiateks Erfolgen braucht Führung von jemandem, der auf demselben Niveau gearbeitet hat. Im Vordergrund stehe nicht der Wandel, sondern die Präzision.
„Wenn man in so jungen Jahren den Erfolg von
Iga Swiatek hatte – mehrere Grand Slams gewonnen und ein beeindruckendes Palmarès aufgebaut –, braucht man jemanden, der auf allerhöchstem Niveau gearbeitet hat. Sie war bereits dort, also erfordert der nächste Schritt dieselbe Kaliber-Erfahrung.“
Sie verwies zudem auf die breitere Konkurrenzlage und verknüpfte den Schritt mit Swiateks ohnehin etablierter Stärke auf Sand. „Für den Rest der Tour wird es schwierig, mit dem umzugehen, was aus dieser neuen Coaching-Partnerschaft als Nächstes kommt. Es wird für alle beängstigend.“
Collins hob außerdem die Rolle einer neuen Stimme in einer etablierten Struktur hervor. Schon kleine Veränderungen, bemerkte sie, könnten Routinen und Entscheidungsabläufe verschieben. „Ich glaube auch, dass ein frischer Blick wertvoll ist. Jemand Neues hereinzuholen kann Routinen verändern und andere Einblicke bieten. Selbst kleine Anpassungen können einen großen Unterschied machen.“
Collins über Idole und den Persönlichkeitsschnitt
In einem separaten Teil des Gesprächs wurde Collins zum Thema Training mit Idolen befragt, ein Punkt, der sich angesichts von Swiateks langjähriger Bewunderung für Nadal aufdrängte. Während Nadal nahelag, nannte Collins stattdessen Jimmy Connors, als sie nach ihrer eigenen Wahl gefragt wurde.
„Rafa wäre definitiv ganz oben dabei. Wer weiß, vielleicht lädt mich Iga nach Spanien ein, und wir machen zusammen einen kleinen Trainingsblock. Das wäre spaßig. Aber wenn ich ein Idol wählen müsste, würde ich wohl Jimmy Connors nehmen.“
Sie begründete diese Wahl mit Ähnlichkeiten in Spielweise und Persönlichkeit. „Wir haben ein ähnliches Spiel und ähnliche Persönlichkeiten – wir sind beide feurig. Ich habe das Gefühl, er hat die Erfahrung und Expertise, um mit einer Persönlichkeit wie meiner umzugehen. Darüber hinaus hätten wir abseits des Courts viel Spaß. Das würde einfach gute Erinnerungen auf und neben dem Platz schaffen.“
Collins verwies zudem auf ihre eigenen Erfahrungen mit Connors und nannte Vertrautheit als Faktor in jeder Zusammenarbeit. „Es ist einfach etwas an Jimmy Connors. Wenn ich ihn getroffen habe und in seinem Podcast war, fühlte es sich an, als wären wir beste Freunde. Ich weiß, dass er in jeder Situation hinter mir stehen würde.“