Die Schweiz hat nach einer starken Vorstellung gegen Frankreich auch Italien mit 2:1 im Jahr 2026 beim United Cup bezwungen. Mit diesem Sieg sichern sie sich den ersten Platz in Gruppe C und ziehen ins Viertelfinale ein.
Es ist das erste Mal, dass sie die Gruppenphase überstehen, und das gegen ein sehr starkes italienisches Team mit Namen wie Jasmine Paolini und Flavio Cobolli. Dennoch waren Belinda Bencic und Stan Wawrinka an diesem Tag voll da und führten ihr Land weiter.
Erstes Ausrufezeichen für die Schweiz
Bencic eröffnete die Schweizer Mission auf das Weiterkommen in die K.-o.-Runde mit einem 6:4, 6:3 gegen Jasmine Paolini in einem hochklassigen Duell zweier Weltklassespielerinnen.
Es war eine Neuauflage des Vorjahresduells, als Bencic, damals nach ihrer Rückkehr in den Sport, gegen Paolini nur zwei Spiele holte und Italien die Schweiz deklassierte. Diesmal lief es anders: Bencic startete mit einem frühen Break im ersten Spiel. Es folgte eine Serie von fünf Breaks in Folge, ehe Bencic zum 4:2 erstmals hielt. Paolini gewann die nächsten zwei Spiele zum Ausgleich, doch ein viertes Break der Schweizerin im Satz brachte sie in Führung, und sie servierte souverän aus.
Im Gegensatz zum ersten Durchgang gab es im zweiten nur zwei Breaks, beide zugunsten von Bencic. Sie zog nach abgewehrten Breakchancen von Paolini auf 3:1 davon und besiegelte mit ihrem zweiten Matchball den Schweizer Sieg. „Ich bin wirklich glücklich mit dem heutigen Match“, sagte Bencic direkt nach dem Erfolg. „Ich habe am Ende der letzten Saison ganz knapp gegen sie verloren. Ich musste meinen Kopf sortieren und mir sagen: ‚Jetzt bin ich dran, ich kann das.‘ Ich fand, heute war es ein bisschen Kopfsache.“
Cobolli ringt Wawrinka in Thriller nieder
Es war ein dramatisches Duell zwischen Italiens Davis-Cup-Finals-Held Cobolli und dem erfahrenen
Stan Wawrinka, der seinen letzten United Cup bestritt. Am Ende konnte Cobolli sich
durchsetzen mit 6:4, 6:7 (2), 7:6 (4).
Cobolli wirkte zu Beginn näher am Durchbruch und erspielte sich mehr Breakchancen. Eine nutzte er zum 5:4 und servierte den Satz aus. Es blieb tatsächlich das einzige Break der gesamten Partie, beide hielten ihren Aufschlag ansonsten souverän. Der dreifache Grand-Slam-Champion brachte all seine Routine ein und dominierte den ersten von zwei Tiebreaks.
Nach einem weiteren routinierten Satz musste erneut ein Tiebreak entscheiden. Der Italiener zog auf 5:2 davon, bevor der 40-Jährige die Aufholjagd startete. Am Ende reichte es nicht mehr, Cobollis Vorsprung genügte, um vorne zu bleiben und das Duell auf 1:1 zu stellen. Dieser Sieg war entscheidend, da die Schweiz ansonsten den Erfolg und Platz eins in Gruppe C bereits sicher gehabt hätte.
Die Schweiz macht den Sack zu
Schließlich musste das Mixed-Doppel in Perth die beiden europäischen Teams trennen. Bencic und Jakub Paul sorgten für eine Überraschung und bezwangen die hoch angesehenen Sara Errani und Andrea Vavassori mit 7:5, 4:6, 10:7.
Im ersten Satz gab es zweimal Breakwechsel, keine der Paarungen wich zurück. Nachdem sie zuvor einen Satzball vergeben hatten, machten die Schweizer den Deckel doch noch drauf. Die US-Open-Mixed-Doppel-Champions antworteten stark, gingen mit zwei Breaks 3:0 in Führung. Paul und Bencic holten sich beide zurück und stellten auf 4:4, konnten das Match jedoch nicht zumachen, sodass ein Match-Tiebreak bis 10 die Entscheidung Down Under bringen musste.
Wie erwartet war es äußerst nervenaufreibend. Beide Teams hielten Schritt und setzten immer wieder Nadelstiche. Der entscheidende kam bei 6:6, als Bencic und Paul drei Punkte in Serie gewannen und sich mehrere Matchbälle erspielten. Einen gaben sie noch aus der Hand, dann machten sie den Sack zu und sicherten sich den Gruppensieg. Italien trifft im letzten Gruppenspiel der Gruppe C in Perth auf Frankreich.