Zurück im Geschäft: Keine Probleme für Jannik Sinner, der routiniert an Luciano Darderi vorbeizieht und ins nächste Australian-Open-Viertelfinale einzieht

ATP
Montag, 26 Januar 2026 um 10:44
sinneratpfinals
Jannik Sinner rückt einem weiteren Australian-Open-Titel näher, nachdem er mit einem sehr überzeugenden 6:1, 6:3, 7:6(2) gegen Landsmann Luciano Darderi zum neunten Major-Viertelfinale in Folge eingezogen ist.
Es ist das vierte Viertelfinale bei diesem Turnier für den zweimaligen Champion, der als klarer Favorit gilt, den dritten Titel in Serie zu holen. Er musste sich nicht nur gegen den kniffligen Eliot Spizzirri in der dritten Runde durchbeißen, sondern auch gegen die drückende Hitze des Melbourner Tages. Nun, in der kühleren Abendluft der Margaret Court Arena, fand Sinner wieder seinen Rhythmus.
Sinners Aufschlag war heute sehr stark: 19 Asse und 81% Punkte über den ersten Aufschlag. Bei beiden hakte es beim zweiten Aufschlag, besonders bei Darderi mit 40%. Er vergab zudem all seine sechs Breakchancen, während Sinner vier seiner acht Möglichkeiten nutzte. Er schlug 46 Winner gegenüber 33 von Darderi und machte 16 unerzwungene Fehler weniger als sein Gegner – eine sehr solide Vorstellung.

Sinner wieder in Bestform

Sinner wirkte in der Anfangsphase des Matches praktisch unantastbar. Einzig zu Beginn hatte Darderi eine kleine Chance, als er sich zwei Breakbälle erarbeitete, die Sinner jedoch ohne Umschweife abwehrte.
Kurz darauf holte er sich selbst ein Break und gewann 12 der nächsten 15 Punkte, segelte mit Doppelbreak 5:0 in Führung. Darderi schrieb zwar an, doch es war zu spät: Sinner servierte zu Null zum Satzgewinn aus.
Der erste Satz dauerte lediglich 26 Minuten, und Darderi konnte im zweiten Durchgang nur neun Minuten mehr herausschlagen, während er das scheinbar Unvermeidliche hinauszögerte. Beim 1:1 schnappte sich Sinner ein wichtiges Break, gewann dabei vier Punkte in Serie nach 15:40-Rückstand – sehr zum Ärger seines Landsmannes. Danach lief es eine Weile routiniert auf beiden Aufschlägen, ehe Sinner aufs Gaspedal drückte und sich kurz vor Satzende ein weiteres Break sicherte – ein weiterer dominanter Auftritt, der ihn nur noch einen Satz vom erneuten Melbourne-Viertelfinale trennte.
Im vierten Spiel erspielte er sich Chancen zum 3:1, konnte sie jedoch nicht in der sonst typischen Abgeklärtheit eines vierfachen Grand-Slam-Champions nutzen. Später zeigte er jedoch große Widerstandskraft, als er gegen einen anziehenden Darderi zurückbiss.
Nach zwei Aufschlagspielen zu Null stand es 4:4. Das nächste Spiel war matchentscheidend. Es schien, als sei Darderi endlich im Geschäft, als er mit 40:15 in Führung ging und nach dem Break griff. Er nutzte es nicht, erspielte sich aber noch zwei weitere Möglichkeiten, um sich die Chance zu erarbeiten, den Satz auszuservieren. Auch das gelang nicht, Sinner überstand den Wackler bei eigenem Aufschlag.
Darderis Chance kam und ging – so schien es zumindest. Zwei vergebene Matchbälle ermöglichten es Darderi, wieder auszugleichen. Im Tiebreak gewann Sinner dann sieben Punkte am Stück und machte den Sieg perfekt. Im Viertelfinale wartet entweder Ben Shelton oder Casper Ruud.

Match Statistics Darderi vs. Sinner

Darderi VS Sinner
Service
11 Aces 19
5 Double Faults 0
59% (57/96) 1st Service Percentage 71% (60/84)
72% (41/57) 1st Service Points Won 80% (48/60)
40% (17/42) 2nd Service Points Won 63% (15/24)
50% (4/8) Break Points Saved 100% (6/6)
71% (10/14) Service Games 100% (14/14)
Return
20% (12/60) 1st Return Points Won 28% (16/57)
38% (9/24) 2nd Return Points Won 60% (25/42)
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