Haus des ukrainischen Tennisstars Lyudmyla Kichenok in der Nacht durch Bombenanschlag zerstört

Tennis News
Mittwoch, 02 April 2025 um 11:00
lyudmyla kichenok

Ukrainische Tennisspielerin Lyudmyla Kichenok verliert Haus durch russischen Angriff

Die ukrainische Tennisspielerin Lyudmyla Kichenok hat durch russische Bombenangriffe auf ihre Heimatstadt Dnipro einen schweren persönlichen Verlust erlitten. Wie die 32-Jährige auf Instagram mitteilte, wurde ihr Wohnhaus am Wochenende bei einem nächtlichen Angriff zerstört.

Nach Angaben von Sky News kamen bei dem Angriff vier Menschen ums Leben, 23 weitere wurden verletzt. „Das Haus, in dem ich in Dnipro wohne, wurde letzte Nacht bombardiert… Viele Verletzte, und wir wissen immer noch nicht, wie viele Tote“, schrieb Kichenok zu einem Foto der Trümmer.

Zusätzlich berichtete sie, dass das Hotel Bartolomeo, in dem sie als Jugendliche trainierte, durch ein Feuer infolge der Angriffe zerstört wurde. „Ich habe oft auf den Plätzen dieses schönen Hotels in meiner Heimatstadt trainiert“, schrieb sie weiter.

Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine kommt es immer wieder zu Spannungen im internationalen Tennis. Mehrere ukrainische Spielerinnen haben sich geweigert, ihren russischen Gegnerinnen nach Matches die Hand zu geben – ein Zeichen des Protests, das bereits zu kontroversen Momenten auf der Tour geführt hat.

Erfolgreiche Karriere auf der Doppeltour

Trotz der persönlichen Tragödie bleibt Kichenok eine feste Größe im Welttennis. Die Doppel-Spezialistin erreichte in ihrer Karriere bereits Rang drei der Weltrangliste und feierte bedeutende Titelgewinne. 2024 triumphierte sie an der Seite von Jelena Ostapenko bei den US Open im Doppel. Ein Jahr zuvor gewann sie gemeinsam mit Mate Pavic die Wimbledon-Meisterschaft im Mixed-Doppel.

Die Ereignisse in ihrer Heimat werfen jedoch einen Schatten auf ihre sportlichen Erfolge. Inmitten des anhaltenden Krieges bleibt unklar, wann sie in ihre Heimatstadt zurückkehren kann.

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