Steffi Graf ebenfalls im Fokus? Apple TV kündigt brandneue Dokuserie über Tennislegende Andre Agassi an

Tennis News
Dienstag, 13 Januar 2026 um 21:05
agassiao
Tenniszuschauer rund um den Globus genießen derzeit Live-Tennis Down Under: Die ATP- und WTA-Saisons 2026 sind offiziell in vollem Gange, alle Wege führen zu den Australian Open. Doch für Tennisfans gibt es noch etwas anderes zu bestaunen. Apple TV hat eine Dokuserie über Tennisikone Andre Agassi angekündigt.
Die Nachricht kommt 16 Jahre, nachdem der Amerikaner seine Memoiren „Open: An Autobiography“ veröffentlicht hat, die weithin als eines der besten Sportbücher der amerikanischen Literatur gilt.
Sie wird die über zwei Jahrzehnte währende Tenniskarriere von Agassi nachzeichnen, mit den enormen Höhen und verheerenden Tiefen, die darin dokumentiert sind. Die mehrteilige Dokumentarserie wird von dem Emmy-prämierten Filmemacher Chris Smith inszeniert, von Smith’s Library Films produziert und von Stacy Smith und Justin Gimelstob als Executive Producer betreut.

Die atemberaubende Karriere von Andre Agassi

Eine Dokuserie allein dürfte die legendäre Laufbahn eines der besten amerikanischen Tennisspieler nicht vollständig einfangen. Sein Talent zeichnete sich schon sehr früh ab. Als Teenager erreichte er die Weltrangliste auf Platz drei und stand zwischen 1988 und 1989 in einem Roland-Garros- und zwei US-Open-Halbfinals.
Ein Jahr später erreichte er bei beiden Turnieren das Endspiel, verlor jedoch beide. Bei den anderen beiden Majors trat er zu diesem Zeitpunkt noch nicht an, doch auch dort – ebenso wie in New York und Paris – sollte der Erfolg folgen. Den Beweis, dass er den letzten Schritt gehen konnte, lieferte er beim Masters Cup 1990 (heute ATP Finals), als er sich gegen Stefan Edberg durchsetzte.
Seinen ersten Grand-Slam-Triumph feierte er 1992 in Wimbledon, ein Turnier, das er zuvor wegen der strengen Traditionen gemieden hatte. Nun zahlte sich seine Kehrtwende aus. Zwei Jahre später gewann er seinen zweiten und dritten Grand Slam in Serie, nämlich die US Open und die Australian Open. Es war Agassis erste Reise nach Down Under, doch sie lohnte sich. Später im Jahr 1995 erklomm er den Gipfel des Tennis, die Nummer eins der Welt. Er stand 30 Wochen an der Spitze, ehe weniger Zeit auf dem Platz Pete Sampras an ihm vorbeiziehen ließ.
Es folgte ein rapider Absturz, der ihn in den Folgejahren in der Rangliste abrutschen ließ, bis hinunter auf Platz 141 im Jahr 1997. Es lag nicht nur am Tennisplatz, auch abseits davon geriet sein Leben aus der Spur. Er fiel durch einen Drogentest, befand sich in einer schwierigen Beziehung und hatte Handgelenksverletzungen, die zu seinem Niedergang beitrugen und ihn die Liebe zum Sport verlieren ließen.
Steffi Graf und Andre Agassi sitzen bei einer Pressekonferenz und blicken zu einem Journalisten.
Steffi Graf mit ihrem ebenfalls ikonischen Ehemann Andre Agassi.
1998 kehrte bei Agassi die brennende Leidenschaft zurück, er arbeitete akribisch an einem Comeback. Am Jahresende stand er wieder auf Platz sechs der Welt. Ein Jahr darauf war er zurück auf Platz eins. Drei Grand-Slam-Finals trugen entscheidend dazu bei, mit einer Niederlage in Wimbledon, eingerahmt von Triumphen in Roland Garros und bei den US Open, womit er den Karriere-Grand-Slam vollendete.
Er machte unbeirrt weiter und gewann drei weitere Australian-Open-Titel in den Jahren 2000, 20001 und 2003. Sein letztes Grand-Slam-Finale bestritt er mit 35 Jahren in Flushing Meadows, wo er Roger Federer unterlag – ein Generationenwechsel.
Das dürfte Agassi gespürt haben, der ein Jahr später den Schläger an den Nagel hing. Er beendete seine glanzvolle Karriere mit acht Grand-Slam-Titeln, einem Tour-Finals-Titel, olympischem Gold, 60 ATP-Titeln und insgesamt 101 Wochen als Nummer eins der Welt in sechs separaten Amtszeiten. Insgesamt ist es eine legendäre Laufbahn eines dekorierten Athleten, die die bevorstehende Dokuserie in all ihren Facetten beleuchten wird.
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