Bianca Andreescu scheitert im Finale des WTA-125 in Austin – Tararudee holt den Überraschungstitel

WTA
Sonntag, 15 März 2026 um 10:00
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Bianca Andreescus ermutigende Woche beim WTA-125-Turnier in Austin endete knapp ohne Titel, nachdem die Kanadierin im Finale am Samstag Lanlana Tararudee aus Thailand mit 3:6, 6:3, 3:6 unterlag. Trotz der Niederlage ist das Ergebnis ein positives Signal für die frühere US-Open-Siegerin, die nach mehreren von Verletzungen geprägten Saisons schrittweise zu ihrer Form zurückfindet.
Andreescu, aktuell die Nummer 165 der Welt, hat einen Großteil der Saison 2026 bei kleineren Turnieren bestritten, um sowohl Ranglistenpunkte als auch Matchrhythmus aufzubauen. Die WTA-125-Kategorie ist die niedrigste Stufe der Tour, bietet jedoch häufig Chancen auf kontinuierliche Wettkämpfe.
Der Finaleinzug der Kanadierin dürfte ihre Platzierung nächste Woche auf etwa Rang 146 anheben. Noch weit entfernt von dem Niveau, das sie einst in die Top Fünf führte, spiegelt die Verbesserung dennoch stetigen Fortschritt einer Spielerin wider, die um eine stabile Position auf der WTA-Tour kämpft.
Andreescus Terminplan bleibt voll. Nachdem sie in der vergangenen Woche eine Wildcard für das BNP Paribas Open in Indian Wells erhalten hatte—wo sie in der ersten Runde ausschied—tritt die 25-Jährige am Sonntag in der Qualifikation der Miami Open an.

Tararudee krönt Durchbruchslauf mit dem Titel

Lanlana Tararudee reiste als Qualifikantin und Nummer 124 der Welt nach Austin, entwickelte sich jedoch Schritt für Schritt zu einer der Überraschungen der Woche. Die Thailänderin besiegte Dalma Galfi, Caty McNally und Anastasia Zakharova, bevor sie Kimberly Birrell schlug und das Endspiel erreichte.
Im Finale agierte Tararudee in den Schlüsselmomenten einen Tick effizienter. Sie servierte fünf Asse gegenüber drei von Andreescu und wehrte neun ihrer 13 Breakbälle ab. Beide Spielerinnen gewannen 56 Prozent ihrer Punkte beim Aufschlag, doch Tararudee nutzte fünf ihrer elf Breakchancen und behauptete so den Vorteil.
Die Partie kippte in den drei Sätzen mehrfach. Tararudee kontrollierte den Auftakt mit konstantem Druck auf Andreescus zweiten Aufschlag, während die Kanadierin im zweiten Durchgang mit einer verbesserten Quote beim ersten Aufschlag reagierte und die Grundlinienduelle diktierte.
Im Entscheidungssatz gelang Tararudee ein frühes Break, das sie effektiv verwaltete; insgesamt gewann sie 71 Prozent ihrer Aufschlagspiele in der Partie. Ihre Fähigkeit, unter Druck zu halten, erwies sich als ausschlaggebend, als sie den Titel in drei Sätzen sicherte.

Fortschrittssignale bei Andreescu

Auch wenn das Finale verloren ging, lieferte Andreescu eine ihrer konstantesten Wochen der Saison. Sie besiegte Solana Sierra, Renata Zarazua, Emerson Jones und Paula Badosa und zog damit ins Endspiel ein. Besonders hervorzuheben war der Halbfinalsieg gegen Badosa, bei dem Andreescu nach verlorenem zweiten Satz mit 6:2, 3:6, 6:3 die Oberhand behielt.
Das Ergebnis unterstrich die Widerstandskraft, die ihre Durchbruchssaison 2019 prägte. Dieses Jahr bleibt der Maßstab in Andreescus Karriere. Sie kletterte auf Rang 4 der Welt, nachdem sie die US Open sowie zwei weitere Turniere in einer bemerkenswerten Kampagne gewonnen hatte.
Seither haben Verletzungen und Unterbrechungen ihre Konstanz auf der Tour eingeschränkt. Der Lauf in Austin lieferte jedoch ermutigende Anzeichen dafür, dass die Kanadierin ihren Wettbewerbsrhythmus wiederfindet, während sie weiter im Ranking nach oben klettert.
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