Brisbane International | Aryna Sabalenka verteidigt Titel, Marta Kostyuks Traumlauf gestoppt

WTA
Sonntag, 11 Januar 2026 um 12:00
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Aryna Sabalenka hat die neue Saison mit einer klaren Ansage eröffnet: Sie besiegte Marta Kostyuk in zwei Sätzen, gewann das Finale der Brisbane International und verteidigte den Titel auf dem Weg zu den Australian Open, wo sie – anders als im Vorjahr – ein Zeichen setzen will.

Sabalenka dominiert in Brisbane: Titel verteidigt, Blick auf Melbourne

Im vergangenen Jahr war sie nahezu unantastbar: Sie gewann Brisbane, ging als Favoritin in die Australian Open und auch dort ins Finale, doch Madison Keys hatte andere Pläne und krönte sich überraschend zur Siegerin. In Brisbane erledigte Sabalenka nun ihre Aufgabe und schaltete Kostyuk mit 6:4, 6:3 aus.
Sabalenka hat 13 ihrer 14 Matches in Brisbane gewonnen und ging mit einer 4:0-Bilanz im direkten Duell gegen Kostyuk in das Endspiel – zwischen beiden herrscht bekanntlich wenig Sympathie. Kostyuk verzichtet insbesondere darauf, Spielerinnen aus Russland oder Belarus die Hand zu geben.
Berühmt-berüchtigt war ihr Zerwürfnis mit ihrer damaligen guten Freundin Paula Badosa, weil diese beste Freundin von Sabalenka wurde. Es ist also ein Duell, das von gegenseitiger Abneigung geprägt ist – was Kostyuk hier wohl kaum geholfen hat, denn sie war klar unterlegen. Sie ging vielleicht so hoffnungsvoll wie nie in dieses Match nach Siegen über Anisimova, die mit ihrer Power Sabalenka durchaus Paroli bieten kann, sowie Andreeva und Pegula.

Sabalenka dominiert nach Belieben und bezwingt Kostyuk

Doch es war Einbahnstraßen-Tennis zugunsten von Sabalenka. Kostyuk verlor ihr erstes Aufschlagspiel sofort – kein gutes Zeichen, nachdem sie bei 40:30 geführt hatte und den Spielball nicht nutzte. Schließlich wurde sie bei Sabalenkas viertem Versuch gebreakt. Zwar bekam Kostyuk früh eine Chance zurück ins Set, als sie zum 3:2 breakte und anschließend souverän zum Ausgleich hielt. Spiel auf Augenhöhe?
Nicht wirklich, denn es stellte nur den Aufschlag-Rhythmus wieder her. Sabalenka setzte den entscheidenden Stich, erhöhte den Druck und holte sich den Auftaktsatz mit 6:4 durch ein spätes Break, nachdem beide nach dem Rebreak ihre Aufschlagspiele sehr souverän durchgebracht hatten und niemand eine Lücke ließ – außer Kostyuk, die Sabalenka nutzte, um den Satz einzutüten.
Der zweite Satz war fast eine Kopie, nur deutlich dominanter von Sabalenka. Sie breakte erneut zum 2:0 und zog auf 3:0 davon. Es hätte noch deutlicher werden können: Sabalenka hatte eine Breakchance zum 5:1, doch Kostyuk wehrte ab und verkürzte auf 2:4. Dennoch konnte sie Sabalenkas Service nicht ernsthaft gefährden – ein großes Problem für jedes Comeback. Sabalenka stellte auf 5:2, die Entscheidung war absehbar. Kostyuk hielt noch einmal, doch Sabalenka ließ nichts mehr anbrennen und servierte zum 6:3 aus – der Titel war gesichert. Es ist ihr 22. WTA-Einzeltitel und eine ihrer stärksten Wochen seit einiger Zeit; Kostyuk kann Brisbane dennoch mit erhobenem Kopf verlassen.
Allerdings bleibt ihr Problem bestehen: Sie kann Top-10-Spielerinnen schlagen, aber nicht die Allerbesten, an denen sie weiterhin scheitert. Solange das so ist, dürfte der große Durchbruch ausbleiben. Weiter geht’s in Adelaide.
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