Aryna Sabalenka jubelte erneut bei den Australian Open nach einem 7:6(4), 7:6(7) über Anastasia Potapova. Die Weltranglistenerste musste über die gesamte Partie hart arbeiten, besonders in einem Achterbahn-Zweiten Satz, in dem Sabalenka von einer Vier-Spiele-Führung dazu überging, bis zu vier Satzbälle abzuwehren, bevor sie gegen eine unangenehme Gegnerin den Sieg einfädelte und zum sechsten Mal in Folge in die vierte Runde des Happy Slam einzog.
Australian Open Matchbericht – warum Sabalenkas Nervenstärke heute entscheidet
Potapova kam von einem überraschenden Sieg über Raducanu in der zweiten Runde und hoffte, die nächste Sensation gegen die zweimalige Australian-Open-Siegerin zu schaffen. Im ersten Satz kam sie nach Breakrückstand zurück und wehrte mehrere Satzbälle ab, bevor sie einen engen Tie-Break verlor, der durch Kleinigkeiten entschieden wurde. Die Österreicherin wird in der Rangliste einige Plätze verlieren und das Turnier auf Position 58 beenden.
Sabalenka zeigt derweil weiter ihr hohes Niveau im Melbourne Park, wo sie nun sechs aufeinanderfolgende Auftritte – mindestens – im Achtelfinale vorweisen kann. Ihre Konstanz zieht sich durch alle Grand Slams, denn sie erreichte in ihren letzten 13 Major-Turnieren in Folge mindestens die vierte Runde (17/19 seit Anfang 2021).
Sabalenka übersteht Potapova-Schreck und holt den ersten Satz
Sabalenka konnte ein schwieriges Match gegen eine knifflige Rivalin wie Potapova (Nr. 55) erwarten – ehemalige Nummer 21 der Welt mit mehreren Siegen gegen Top-10-Spielerinnen. Die Belarussin startete schnell, übernahm die Führung und holte sofort das erste Break der Partie zum 2:0.
Potapova antwortete jedoch umgehend mit dem Rebreak, und binnen Minuten stand es wieder ausgeglichen. Der erste Satz bot beiden kaum Chancen, und über weite Strecken hielten beide ihren Aufschlag ohne größere Probleme. Sabalenka setzte ihre Gegnerin stärker unter Druck, gewann ihre Aufschlagspiele deutlicher, während Potapova zunehmend mit dem ersten Aufschlag haderte, insbesondere gegen Ende.
Die Österreicherin wehrte bei 0:40, 5:6 drei Satzbälle ab und erzwang den Tie-Break. Dieser war von Minibreaks auf beiden Seiten geprägt: Potapova holte drei Minibreaks, Sabalenka fünf. Eine parallele Rückhand entschied den engen ersten Satz zugunsten der vierfachen Major-Siegerin, die nach mehr als einer Stunde Kampf mit 7:6(4) den Auftakt gegen eine entschlossene Potapova gewann.
Sabalenka fegt durch den zweiten Satz
Im ersten Satz kamen beide zusammen auf 24 Winner und 37 unerzwungene Fehler, was zeigte, dass Fehler und Nerven eine große Rolle spielten. Im zweiten Satz wurde Sabalenkas Dominanz jedoch deutlicher, da sie mental gestärkt aus dem ersten Durchgang kam, während Potapova spürbar nachließ – sowohl in der Präzision als auch in der Körpersprache.
Eine entschlossene Sabalenka übernahm von Beginn an die Kontrolle: Sie gewann 12 der ersten 13 Punkte und sicherte sich zwei Breaks in Serie. Die Belarussin zog auf 4:0 davon, und von dort schien es nur eine Frage der Zeit, bis die Nummer 1 der Welt den Sieg zumachte.
Doch eine Reaktion kam von einer kämpferischen Potapova, die nicht leicht aufgab. Die Österreicherin wirkte verloren, brachte jedoch eine bemerkenswerte Antwort und gewann vier Spiele in Folge, was den Frust ihrer Gegnerin entlud.
Sabalenka verlor an Aufschlagseffektivität, kombinierte 83 % erste Aufschläge mit nur 57 % Punktgewinnen hinter dem ersten. Ohne großen Schaden mit dem Service anzurichten, antwortete Potapova mit mehr Risiko, und so fielen die Breaks. Es gab drei Breaks in Serie zugunsten der Nummer 55 der Welt, während Sabalenka zwischendurch eines konterte und alles in den Tie-Break schickte. Es war ein von Fehlern auf beiden Seiten geprägter Schlagabtausch, in dem Potapova vier Satzbälle vergab, und schließlich besiegelte Sabalenka nach mehr als zwei Stunden Spielzeit den komplizierten Sieg.
In der vierten Runde trifft sie auf die 19-jährige Victoria Mboko, die Clara Tauson in einem engen Dreisatzkrimi bezwang.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
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