Ehemalige Wimbledon-Siegerin sagt Rouen ab, die Auslosung vor WTA 250 wird neu sortiert

WTA
Montag, 13 April 2026 um 8:00
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Das WTA-250-Turnier in Rouen musste nach der Absage der früheren Wimbledon-Siegerin Marketa Vondrousova kurzfristig umplanen, wodurch Teile der Auslosung nur Stunden nach ihrer Fertigstellung neu geordnet wurden. Die Änderung betrifft direkt mehrere Erstrundenpartien, darunter die der Französin Elsa Jacquemot, die nun auf eine andere Gegnerin trifft.
Die Tschechin, Weltranglisten-45., war als Nummer acht in der Setzliste in der Normandie vorgesehen, zog jedoch wegen einer Schulterverletzung zurück. Ihre Absage erfolgte kurz nach ihrem Einsatz im Billie Jean King Cup, wo sie im Doppel antrat, was darauf hindeutet, dass das Problem mit einem fordernden jüngsten Programm zusammenhängen könnte.
Jacquemot hätte ursprünglich gegen Katie Boulter gespielt, doch die späte Änderung bedeutet, dass sie nun auf Tatjana Maria trifft. Die Deutsche, Nummer 61 der Welt, rückt in das Feld und stellt eine andere Art Herausforderung dar, da ihre Erfahrung und ihr variables Spiel Boulters direkter Herangehensweise gegenüberstehen.
Für Jacquemot, aktuell Weltranglisten-59., kommt die Verschiebung in einer Phase wachsenden Selbstvertrauens. Die Französin stand in der vergangenen Woche für ihr Land im Billie Jean King Cup auf dem Platz und reist mit Matchrhythmus und Wettbewerbspraxis nach Rouen. Ihr Duell mit Maria, einer 38-jährigen ehemaligen Wimbledon-Halbfinalistin, wird ihre Fähigkeit testen, sich schnell an veränderte Voraussetzungen anzupassen.

Begrenzter Spielplan und Ranglistendruck prägen Vondrousovas aktuelle Lage

Vondrousova hat in dieser Saison kaum mehr als zwei Turniere bestritten – zu Jahresbeginn während der Australia-Swing, als sie beim Brisbane International (Erstrundenniederlage) und beim Adelaide International (Rückzug nach überstandener erster Runde) spielte. Die Tschechin war in den vergangenen Jahren nur eingeschränkt auf der Tour unterwegs, was sich in der Rangliste niederschlug.
Nachdem sie Mitte 2025 bis etwa außerhalb der Top 150 gefallen war, verschafften ihr starke Auftritte im letzten Teil des Jahres Auftrieb: Sie gewann den Titel bei den WTA 500 Berlin Ladies Open und erreichte anschließend das Viertelfinale der US Open – wo sie vor ihrem Match gegen die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka, die spätere Turniersiegerin, zurückzog.
Seitdem hat Vondrousova auf der Tour nicht viel hinzugefügt, mit drei Niederlagen – darunter ein Aufgabe-Match in Tokio am Saisonende – und nur einem Sieg.
Die Tschechin verteidigt in den kommenden Monaten keine Punkte – nachdem sie im vergangenen Jahr während der Sandplatzphase eine Verletzung erlitt, die sie zu Beginn des europäischen Sommers außer Gefecht setzte. Sie bestritt nur ein Sandplatzturnier, bei Roland Garros erreichte sie die dritte Runde, was bedeutet, dass Vondrousova von jetzt bis Ende Mai keine WTA-Punkte zu verteidigen hat.
Dennoch muss sie zügig Punkte sammeln, da ein großer Teil ihres Rankings auf dem in Juni 2025 gewonnenen Berlin-Titel und ihrem US-Open-Lauf beruht.
Nach Vondrousovas Absage in Rouen wäre ihre mögliche Rückkehr beim Madrid Open in einer Woche denkbar, zudem steht sie weiterhin auf der Meldeliste für das Rome Open. In beiden Turnieren wird es darum gehen, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, um in den kommenden Monaten keinen deutlichen Absturz in der Rangliste zu riskieren.
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