„Ich glaube, sie mag die Hitze. Sie mag die Bedingungen dort“ – Alex Corretja sieht Iga Swiatek in Tagesspielen gegenüber Nachtspielen bei den Australian Open im Vorteil

WTA
Mittwoch, 14 Januar 2026 um 14:15
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Mit 24 Jahren steht Iga Swiatek kurz davor, den außergewöhnlichen Karriere-Grand-Slam zu vollenden. Der letzte fehlende Titel ist die Australian Open, und ihre Chance darauf kommt sehr bald. Laut dem zweimaligen Roland-Garros-Finalisten Alex Corretja hängt ihr Erfolg jedoch davon ab, zu welcher Tageszeit sie spielt.

Swiateks Melbourne-Chance wächst – Tageszeit könnte den Unterschied machen

Die Australian Open sind berüchtigt für ihre Day- und Night-Sessions, wobei Partien unter dem Nachthimmel je nach Matchdauer bis in absurde Morgenstunden dauern können. Dieses Format hat über die Jahre Klassiker hervorgebracht, allerdings zum Nachteil mancher Spielerinnen und Spieler.
Das Turnier in Melbourne ist zudem extrem fordernd und zermürbend. Die Hitze in Kombination mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit setzt den Teilnehmern zu, einige haben Mühe, mit den extremen Bedingungen zurechtzukommen.
Während manche in diesem Klima kämpfen, ist Corretja überzeugt, dass Swiatek von diesen Voraussetzungen enorm profitiert. „Ich denke, sobald sie in Melbourne ist, gehört sie sicher zu den Topfavoritinnen. Ich glaube, sie mag die Hitze. Sie mag die Bedingungen dort“, sagte Corretja gegenüber TNT Sports.
Das ist auch taktisch begründet, da die Polin ihr höchstes Niveau erreicht, wenn die Sonne hoch am Himmel steht. „Für mich ändert sich nur eines drastisch, nämlich ob man in der Day Session oder Night Session spielt“, erklärt der Spanier. „Für Iga ist es besser, tagsüber zu spielen, weil ihre Vorhand höher abspringt, ihr Aufschlag wirkungsvoller ist und ihre Rückhand den Platz etwas besser durchdringt, als wenn sie abends spielt. Aber sie wird sich daran gewöhnen müssen und bereit sein für alles, was auf sie zukommt.“

Bisher gemischte Bilanz für Swiatek in 2026

Der große Pluspunkt für Swiatek in diesem Jahr ist, dass sie bereits Silberware geholt hat. Sie war eine Schlüsselspielerin im polnischen Team, das beim United Cup triumphierte und nach zwei Finalniederlagen zuvor die Schweiz in einem hochspannenden Mixed-Doubles am Ende bezwang.
Das ist ein massiver Schub für Swiatek vor den Australian Open, doch sie geht nicht mit dem erhofften Momentum in das Turnier.
Sie gewann beide Gruppenspiele gegen Eva Lys und Suzan Lamens, wobei ihr die Deutsche gefährlich nahekam, bevor sie Maya Joint im Viertelfinale deklassierte. Der Umschwung kam in den letzten beiden Einzeln. Zunächst verlor sie in zwei Sätzen gegen die Weltranglistendritte Coco Gauff, danach wurde sie von einer formstarken Belinda Bencic zurückgedrängt und holte nach der Führung in den letzten beiden Sätzen nur noch drei Spiele.
Diese Ergebnisse könnten das Swiatek-Lager trotz des Triumphs für ihr Land etwas beunruhigen, da sie sehr wahrscheinlich die besten Spielerinnen der Welt abwehren muss, wenn sie den begehrten Australian-Open-Pokal in die Hände bekommen will.
Auch ihre Bilanz bei diesem Event entspricht nicht ihren hohen Maßstäben. Sie erreichte 2022 und 2025 das Halbfinale und kassierte im vergangenen Jahr eine Überraschungsniederlage gegen die spätere Siegerin Madison Keys. Abgesehen davon stand sie noch nie im Viertelfinale.
Sie hofft auf eine Wende, wenn sie mit hohen Erwartungen nach Melbourne Park reist. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres findet vom 18.01.2026 bis 01.02.2026 statt.
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