Victoria Mboko lieferte eine der eindrucksvollsten Leistungen der zweiten Runde der
Miami Open ab, besiegte
Anna Blinkova mit 6:2, 6:0 und sprach anschließend in einem On-Court-Interview bei Tennis Channel über ihren rasanten Aufstieg. Die 19-Jährige, inzwischen als Top-10-Gesetzte am Start, nahm Blinkova siebenmal den Aufschlag ab und kontrollierte die Partie durchgehend, was ihren starken Start in die Saison 2026 untermauerte.
Das Ergebnis bringt Mboko in die nächste Runde, in der sie auf die Qualifikantin Anastasia Zakharova trifft, die sich nach einem Sieg über Anna Kalinskaya durchsetzte. Zugleich setzt die Kanadierin damit ihre stabile Form fort: Sie steht in dieser Saison bei einer 17:5-Bilanz und erreichte bereits Finals in Brisbane und Doha sowie das Viertelfinale in Indian Wells.
Die Rückkehr nach Miami hat für Mboko zusätzliche Bedeutung, die den Moment als „Ein-Jahres-Jubiläum“ ihres ersten Durchbruchs auf der WTA-Tour beschrieb. 2025 kam sie außerhalb der Top 150 ins Turnier und setzte sofort ein Ausrufezeichen, besiegte Camila Osorio in Runde eins und zwang die damalige Nummer 10 der Welt, Paula Badosa, in der zweiten Runde in einen entscheidenden Tie-Break.
„Es fühlt sich an wie das Ein-Jahres-Jubiläum meines ersten Siegs auf der Tour“, sagte die Kanadierin nach ihrem Zweitrundenerfolg. „Ich weiß noch, wie glücklich ich war, hier zu sein, und ich finde immer noch, dass dies eines meiner Lieblingsturniere ist. Es ist großartig, zurück zu sein – die Vibes sind gut.“
„Vom ersten Sieg in die Top 10“: Rasanter Aufstieg spiegelt sich in Miami-Rückkehr
Mbokos Rückkehr auf dieselbe Bühne als gesetzte Spielerin unterstreicht das Tempo ihrer Entwicklung in den vergangenen 12 Monaten. Vom Bereich außerhalb der Top 150 in die Top 10 getragen, wurde ihr Aufstieg durch konstante Resultate auf unterschiedlichen Ebenen der Tour gestützt.
Sie räumte den Unterschied zwischen ihrem früheren Auftritt und ihrem aktuellen Status ein und betonte, dass sie mit einem derart schnellen Anstieg nicht gerechnet habe. „Wer hätte gedacht, dass ich in nur einem Jahr bei meiner nächsten Teilnahme hier gesetzt sein würde – geschweige denn als Top-10-Spielerin. Es ist verrückt, aber ich genieße es bislang.“
Auch die Vertrautheit mit der Umgebung schien ihre Leistung zu beeinflussen. Auf Court 1 spielte Mboko nach eigener Aussage befreit auf, weil ihr die Atmosphäre half, früh anzukommen und in einer einseitigen Partie die Kontrolle zu behalten. „Auf Court 1 zu spielen, hat so viele Erinnerungen geweckt. Es fühlte sich genau gleich an und gab mir richtig gute Energie da draußen.“
„Ein oder zwei Punkte“: Sabalenka-Test und reifendes Spiel
Zu Mbokos jüngsten Auftritten zählen Duelle mit der Spitze der WTA-Tour, insbesondere ihre Viertelfinalniederlage gegen die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka in Indian Wells (6:7, 4:6). Im Rückblick identifizierte sie die feinen Unterschiede, die auf höchstem Niveau oft den Ausschlag geben. „Im ersten Satz haben wir unsere Aufschläge gehalten. Ich hatte Chancen, sie hatte Chancen, und rückblickend kam es vermutlich auf ein oder zwei Punkte an.“
Sie ergänzte, dass Begegnungen mit Top-Gegnerinnen Teil ihrer fortlaufenden Entwicklung seien, die ihr sowohl Orientierung als auch Motivation geben, während sie sich an höhere Erwartungen gewöhnt. „Man fühlt sich nicht ganz so schlecht, wenn man gegen die Nummer eins der Welt verliert.“
Gegen Blinkova zeigte Mboko zudem mehr Variabilität in ihrem Spiel, mischte Stoppbälle unter ihre Grundlinienschläge, um den Rhythmus zu stören und die Ballwechsel zu kontrollieren. „Sie brachte sehr viele Bälle zurück, also dachte ich mir: Warum nicht ein paar Stoppbälle einstreuen. Es hat funktioniert.“
Die Weltranglistenneunte hat acht Siege aus ihren letzten neun Matches bei WTA-1000-Turnieren, darunter Erfolge gegen Spielerinnen wie Rybakina, Andreeva und Amanda Anisimova. Ihre nächste Aufgabe wartet nun in Person der Qualifikantin Anastasia Zakharova.