Wer aus den WTA-Top 10 hat in der Sandplatzsaison am meisten zu verteidigen? Gute Vorzeichen für Anisimova und Mboko – Gauff in großer Gefahr

WTA
Freitag, 03 April 2026 um 12:30
anisimovawtafinals
Während wir auf die Roland-Garros-Saison zusteuern, zeichnen sich für viele Topnamen sehr unterschiedliche Szenarien ab, was die Punkte betrifft, die sie in die neue Saison hineingehend verteidigen müssen – einige müssen in den kommenden Wochen einen erheblichen Teil ihrer WTA-Rangliste absichern.
Besonders Coco Gauff verteidigt, wie einigermaßen zu erwarten, den Großteil. Sie muss in den kommenden Wochen nahezu 50% ihres Gesamtrankings verteidigen, insgesamt 46,8%, und könnte daher massiv in der Rangliste abrutschen, vor allem wenn sie ihren Roland-Garros-Titel nicht verteidigt.
Angesichts der aktuellen Form ist die Wahrscheinlichkeit dafür derzeit gering. Allerdings kam sie im Vorjahr aus dem Nichts zum Titel. Jessica Pegula zählt zu den großen Gewinnerinnen, ebenso Elena Rybakina. Beide holten im vergangenen Sandplatzabschnitt Titel, doch Pegula befand sich auf einer Negativserie und verlor gegen die Überraschung Lois Boisson, die ihrerseits diesmal viele Punkte zu verteidigen hat.
Rybakina gewann zwar Straßburg, verlor aber früh in Madrid und Rom und unterlag dann in Paris im Achtelfinale Swiatek. Auch Aryna Sabalenka an der Spitze verteidigt viel, doch bei ihr würde es nur eine Einbuße von 25,8% bedeuten, was am Ende lediglich 2.840 Punkte sind. Daher ist es unwahrscheinlich, dass sie selbst dann die Nummer-1-Position verliert, wenn sie bis zum Rasen kein Match gewinnt.

Königin der Asche, Paolini und Svitolina unter Druck

Sie gewann Madrid und besiegte Gauff, ein weiterer großer Punktblock, den Letztere zu verteidigen hat, und in Rom verlor sie im Viertelfinale gegen Zheng Qinwen. Bei den French Open war es erneut Zheng, die im Viertelfinale siegte. Sie hat also einige Punkte zu verteidigen, aber nicht genug für einen großen Einschnitt.
Iga Swiatek hat knapp 20% ihres Gesamtsolls. Deutlich weniger als üblich, da ihr Sandplatzabschnitt im vergangenen Jahr schwächer ausfiel. Sie hat 1.343 Punkte zu verteidigen, was selbst bei komplettem Verlust wohl nur bedeuten würde, dass sie im Vergleich zum Rest knapp unter Rang sechs landet. Ihr großer Brocken kommt im Sommer in Wimbledon. Amanda Anisimovas Gesamtpaket stammt hauptsächlich aus dem Achtelfinale bei den French Open, sodass sie wie Swiatek einem recht entspannten Frühjahr entgegensehen kann.
Amanda Anisimova pustet auf ihre Finger.
Amanda Anisimova profitiert deutlich.
Im Sommer muss sie dann beide Finals in Wimbledon und bei den US Open verteidigen, wodurch ihr Gesamtwert ansteigt. Währenddessen zählen Elina Svitolina und Jasmine Paolini zu den großen Verliererinnen. Paolini gewann im Vorjahr Rom und muss riesige 1.500 ihrer 3.907 Punkte verteidigen. Das sind 38,4% ihres Rankings, sodass sie nach der Top-10-Phase und ihrer Etablierung seit ihrem Durchbruch vor zwei Jahren nun womöglich den Rückschlag hinnehmen muss. Es könnte für Paolini der Knackpunkt sein.
Svitolina hat ebenfalls über 30% zu verteidigen, wenngleich sie zuletzt mehr Form zeigte als andere. Realistischerweise wird sie wohl fallen, war aber seit ihrer Rückkehr in die Top 10 konstant. Victoria Mboko hat nur 235 Punkte zu verteidigen, wird daher die Aufsteigerin sein und könnte schon bald realistisch in die Top fünf vorstoßen. Auch Mirra Andreeva verteidigt vergleichsweise wenig.
Karolina Muchova, die knapp außerhalb der Top 10 steht, kämpfte im Vorjahr mit Verletzungen und gewann kaum ein Match, sie verlor in Paris in Runde eins gegen Parks. In aktueller Form zählt sie zu den besten Spielerinnen der Welt und klettert wieder, sodass sie nach allen Ranking-Verschiebungen definitiv profitieren wird.

Ranking-Verteidigung WTA während der Sandplatzsaison

RangSpielerZu verteidigende PunkteAktuelle Punkte (30. März)Prozentualer Anteil der aktuellen Punkte
1 Aryna Sabalenka 2,840 11,025 25.8%
2 Elena Rybakina 870 8,108 10.7%
3 Coco Gauff 3,408 7,278 46.8%
4 Iga Świątek 1,343 7,263 18.5%
5 Jessica Pegula 979 6,243 15.7%
6 Amanda Anisimova 455 6,180 7.4%
7 Elina Svitolina 1,285 3,965 32.4%
8 Jasmine Paolini 1,500 3,907 38.4%
9 Victoria Mboko 235 3,531 6.7%
10 Mirra Andreeva 920 3,121 29.5%
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