Elena Rybakina war vor Beginn des Turniers die letzte Spielerin, die sich für die WTA Finals qualifizierte – doch sie kam mit dem größten Schwung nach Riad. Mit einem Finaleinzug in Tokio und dem Titelgewinn in Ningbo hatte sie ihre Teilnahme buchstäblich auf den letzten Metern gesichert. Nun hat sich diese Form erneut ausgezahlt.
Rybakina setzte sich im Halbfinale mit 4:6, 6:4, 6:3 gegen Jessica Pegula durch und trifft im Finale am Wochenende auf die Siegerin des zweiten Halbfinals zwischen Amanda Anisimova und Aryna Sabalenka. Die Kasachin schlug beeindruckende 15 Asse, feierte ihren zehnten Sieg in Serie und ihren sechsten Erfolg in Folge gegen eine Top-10-Spielerin – eine bemerkenswerte Bilanz auf dem Weg ins Endspiel.
Starker Start von Pegula – Rybakina kontert mit Entschlossenheit
Pegula erwischte den besseren Start. Rybakina verpasste im dritten Spiel einen Volley am Netz und lag schnell 1:2 zurück, nachdem Pegula den ersten Breakball nutzte. Die Amerikanerin spielte solide und nutzte Rybakinas unkonstante Länge bei der Rückhand aus, um den ersten Satz mit 6:4 für sich zu entscheiden.
Rybakina verließ nach dem Satz kurz den Platz, um sich zu sammeln – und kehrte wie verwandelt zurück. Mit aggressiven Grundschlägen und druckvollen Returns nahm sie Pegula früh den Aufschlag ab und zog auf 4:1 davon. Trotz eines kurzen Wacklers brachte sie den Satz mit 6:4 ins Ziel und erzwang den entscheidenden dritten Durchgang.
Rybakina beweist Nervenstärke im Entscheidungssatz
Auch im dritten Satz zeigte sich Rybakina nervenstark. Sie überstand früh mehrere Breakbälle und hielt dank starker Aufschläge das 2:1. Im sechsten Spiel gelang ihr schließlich das entscheidende Break zum 4:2, nachdem sie Pegulas schwachen zweiten Aufschlag konsequent attackierte.
Pegula kämpfte sich zwar noch einmal zurück, verlor aber anschließend erneut ihren Aufschlag, als Rybakina mit präzisen Grundschlägen und einem Ass den Druck erhöhte. Nach einem letzten, druckvollen Aufschlagspiel verwandelte die Kasachin ihren ersten Matchball – mit einem Ass durch die Mitte.
Mit diesem Sieg steht Elena Rybakina erstmals im Finale der WTA Finals. Sie bewies erneut ihre enorme mentale Stärke und ihr gefährliches Aufschlagspiel – und geht mit zehn Siegen in Folge als klare Titelanwärterin in das Endspiel von Riad.
Seit dem legendären Wimbledon-Finale zwischen Björn Borg und John McEnroe verfolgt Pascal Michiels den Tennissport mit großer Leidenschaft und analytischem Interesse. Diese langjährige Verbundenheit mit dem Sport verbindet er mit fundierter Datenkompetenz und einem klaren Blick für die Dynamiken des professionellen Wettbewerbs.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er in der Medienanalyse bei Report International, wo er unter anderem mit internationalen Marken wie Mercedes, BMW, Ford Europa und Bewerbungen für Olympische Spiele zusammenarbeitete. Anschließend leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte dabei umfassende Erfahrung in redaktioneller Koordination und Medienperformance-Analyse.
In den folgenden Jahren war er als selbstständiger Business-IT-Berater tätig, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Danach wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Tennisaktuell.de verantwortet er als Chefredakteur und Herausgeber die strategische und redaktionelle Ausrichtung der Plattform. Er steuert die inhaltliche Entwicklung, optimiert Sichtbarkeit und Reichweite und verbindet journalistische Standards mit datenbasierter Analyse. Dazu entwickelt er unter anderem Modelle zur Spiel- und Ergebnisprognose, die der internen Einordnung und Kontextualisierung dienen.
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