Demon ins nächste Viertelfinale: Alex de Minaur heizt dem formstarken Bublik ein und sorgt für ein Duell mit Alcaraz

ATP
Sonntag, 25 Januar 2026 um 12:08
Alex de Minaur brauchte nach einer engen 2025 ATP Finals-Kampagne jeden gewonnenen Spielpunkt
Das australische Publikum bekam erneut eine Augenweide geboten von Alex de Minaur, der beim 6:4, 6:1, 6:2 über den brandgefährlichen Alexander Bublik kaum zu bremsen war.
Es war sein bislang härtester Test des Turniers, doch ab dem zweiten Satz wirkte es wie eine Trainingseinheit für die australische Nummer eins, die auf eindrucksvolle Weise ihr zweites Australian-Open-Viertelfinale in Serie erreichte.
Bublik konnte mit dem energiegeladenen de Minaur nicht Schritt halten, der ein absurd hohes Niveau erreichte. Er blendete die letzten beiden Niederlagen im direkten Duell gegen Bublik aus und demontierte die Nummer 10 der Welt. Er gewann unglaubliche 81% der Punkte über den ersten Aufschlag, gegenüber durchschnittlichen 54% bei Bublik. Zwar schlug Bublik vier Winner mehr, produzierte aber auch 26 ungezwungene Fehler mehr als de Minaur – ein echter Spiegel seines Einbruchs.

De Minaur rauscht in 91 Minuten an Bublik vorbei

Die Anfangsphase war ein echtes Ringen zwischen den beiden. Beide servierten relativ souverän, ohne beim Return ernsthaft Fuß zu fassen. Das änderte sich erst ganz am Ende des Satzes, als de Minaur endlich ablieferte. Bubliks Form ließ leicht nach, und der eiskalte Australier nutzte das, verwertete seinen zweiten Satzball und ging in Führung.
Von da an wurde de Minaur zum „Demon“. Die Zahl der leichten Fehler beim Kasachen stieg deutlich, da er mit de Minaurs schierer Brillanz nicht mithalten konnte. Das Niveau des Publikumslieblings zog scharf an, er stürmte auf 3:0 davon.
Er hätte sogar ein fünftes Spiel in Serie nachlegen können, doch Bublik wehrte einen Breakball ab und blieb damit im Rennen. Viel war es nicht, denn de Minaur wiederholte das Drehbuch und holte drei Spiele in Folge, mit einem Break zwischen zwei problemlosen Aufschlagspielen, und war nur noch einen Satz vom nächsten Viertelfinale entfernt.
Bubliks Auftreten hatte sich verändert. Im zweiten Satz brach sich sein Frust Bahn, als er sein Team anschrie, wütend über sein Niveau. Im dritten Satz blieb ihm nur noch ein gequältes Lächeln, während beide phasenweise herausragendes Tennis boten und die Zuschauer in der Rod Laver Arena staunen ließen. De Minaur war überall, schwirrte wie eine Mücke über den Platz und kratzte jeden Ball zurück zu Bublik, der kaum etwas aus diesem Match herauszuholen vermochte.
Er breakte zu Null und legte inmitten eines Tennisspektakels gleich das nächste Break nach, um auf 3:0 davonzuziehen. Er hielt zu Null in weniger als einer Minute, während Bublik den Bagel verhinderte. Es war eine Herkulesaufgabe, hier noch etwas zu reißen, und nicht einmal ein Hauch einer Chance sprang heraus. In einem verlängerten letzten Spiel machte de Minaur mit seinem dritten Matchball den Sack zu. Etwas mehr als anderthalb Stunden reichten, um Bublik zu erledigen.
De Minaurs Form ist bei diesem Turnier elektrisierend. Sein Topniveau zeigte er mehrfach, als er zuvor durch seine Gegner pflügte. Gegen die Nummer eins der Welt, Carlos Alcaraz, mit dem er fünfmal spielte und nie gewann, dürfte das allerdings anders aussehen. Er peilt seine erste Halbfinal-Teilnahme bei einem Grand-Slam an, nachdem er auf dieser Stufe bereits sechsmal gescheitert ist.

Match Statistics Bublik vs. de Minaur

Bublik VS de Minaur
Service
6 Aces 5
4 Double Faults 1
64% (52/81) 1st Service Percentage 60% (37/62)
54% (28/52) 1st Service Points Won 81% (30/37)
41% (12/29) 2nd Service Points Won 72% (18/25)
45% (5/11) Break Points Saved - (0/0)
50% (6/12) Service Games 100% (12/12)
Return
19% (7/37) 1st Return Points Won 46% (24/52)
28% (7/25) 2nd Return Points Won 59% (17/29)
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