„Sie weiß, dass sie mit den Besten mithalten kann“: Neuer Trainer überzeugt von Jasmine Paolinis Potenzial

Tennis News
durch Theo Stodiek
Sonntag, 28 Dezember 2025 um 12:30
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Jasmine Paolini startet in die Saison 2026 mit einer erneuerten technischen Ausrichtung und einer klaren langfristigen Vision, nachdem Danilo Pizzorno zu ihrem Trainerteam gestoßen ist. Die Italienerin, die sich in den vergangenen zwei Spielzeiten unter den Topspielerinnen der WTA Tour etabliert hat, setzt auf Kontinuität statt Bruch und baut auf Beziehungen auf, die lange vor der jüngsten Verpflichtung entstanden sind.
Die Zusammenarbeit zwischen Pizzorno und Paolini ist nicht neu. Der Coach arbeitet seit 2020 mit der Toskanerin zusammen, zunächst in unterstützender Funktion in der Zeit nach der Pandemie. Diese Beziehung weitete sich später zu einem breiteren, vom Verband unterstützten Projekt im Rahmen des Billie Jean King Cup-Programms Italiens aus und schuf eine Vertrauensbasis, die den Übergang in eine festere Struktur erleichterte.
Die Anfangsphase des neuen Projekts fiel mit Paolinis Asien-Swing zusammen und diente als Testphase, die beide Seiten positiv bewerteten. Die Vertrautheit mit Paolini und der langjährigen Weggefährtin Sara Errani ermöglichte dem Team einen schnellen Start, wobei von Beginn an Qualitätsarbeit priorisiert wurde, statt Wochen mit der Anpassung an Kommunikationsstile oder Gewohnheiten auf dem Platz zu verbringen.
Mit Blick auf den nahenden Australian Swing hat Paolinis Team eine strukturierte Vorbereitung abgeschlossen, die technische Verfeinerung und langfristige Entwicklung in den Mittelpunkt stellt. Kurzfristige Ziele sind der United Cup in Perth und die Australian Open, doch der übergeordnete Fokus reicht weit über die ersten Wochen der Saison hinaus: Konstanz auf höchstem Niveau ist das zentrale Leitmotiv.

Aufbau auf Kontinuität und langfristiger Ausrichtung

Pizzorno betonte, das Projekt sei darauf ausgelegt, Paolinis vorhandene Stärken zu festigen statt ihr Spiel grundlegend umzubauen. Der Ansatz setzt auf schrittweise Verbesserungen, mit dem Ziel, das aktuelle Niveau zu halten und Schichten hinzuzufügen, die sich über mehrere Saisons in stabile Ergebnisse übersetzen.
„Mit Jasmine kennen wir uns seit 2020 – als mich nach der langen Covid-Pause Renzo Furlan bat, technische Unterstützung zu leisten. Das Projekt wurde dann auch zu einem föderalen, um alle Spielerinnen zu unterstützen, die Teil des Billie-Jean-King-Cup sind.“
Laut dem Coach geht es nicht nur um kurzfristige Erträge. Er unterstrich, dass die kommenden vier Jahre für Paolinis Karriere entscheidend sein werden, insbesondere mit Blick auf stabile Leistungen über den gesamten Kalender. Nach starken Auftritten bei WTA-1000- und 500-Turnieren in der vergangenen Saison will die Italienerin die Schwankungen auf Grand-Slam-Ebene reduzieren, wo das Verteidigen der Punkte in Paris und London anspruchsvoll war.
„Das Ziel war, an mehreren Bereichen des Spiels zu arbeiten, um mehr Wirkung zu erzielen und die Früchte zu ernten – nicht nur mit Blick auf die unmittelbare Zukunft, sondern auch auf einen langfristigen Weg. Das Mantra lautet, jetzt zu arbeiten, um es später zu materialisieren.“

Technischer Fokus vor dem Australian Swing

Paolinis Vorbereitungsbasis lag in Valencia, wo sie rund drei Wochen lang vorwiegend auf Hartplätzen trainierte. Es gab auch Einheiten auf Sand, um ihrem jüngsten Schlägerwechsel Rechnung zu tragen, wobei die Anpassung von Andrea Candusso vorgenommen wurde. Der technische Schwerpunkt lag auf Aufschlag, Rückschlag und Rhythmusvariationen – Werkzeuge, die gegen druckvolle Hitterinnen auf der WTA Tour als essenziell gelten.
„Wir waren etwa drei Wochen in Valencia und haben hauptsächlich auf Hartplätzen trainiert. Wir haben auch einige Einheiten auf Sand gemacht, in Anbetracht von Jasmines Schlägerwechsel. Die Individualisierung des Schlägers war in diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig.“
Logistisch trifft sich das Team in Dubai, bevor es zum United Cup nach Perth weitergeht, wobei Paolini getrennt von ihren Trainern reist. Innerhalb des Stabs sind die Zuständigkeiten klar verteilt: Errani verantwortet die Taktik, Pizzorno kümmert sich um die Technik – ein Gleichgewicht, das der Coach als reibungslos und effizient beschreibt. „Sara übernimmt die Strategie, ich die Technik. Wir sind in perfekter Synergie und jede und jeder wird versuchen, das Beste für das Wohl der Spielerin zu geben.“
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