Camila Giorgi hat weniger als zwei Jahre nach ihrem stillen Abschied von der WTA-Tour eine Rückkehr in den Profi-Tennisbetrieb in Aussicht gestellt. Die ehemalige WTA-1000-Siegerin der Canadian Open, die sich 2024 ohne formelle Ankündigung aus dem Wettbewerb zurückgezogen hatte, hat jüngst durch Interaktionen in sozialen Medien angedeutet, dass ein Comeback weiterhin im Raum steht und damit eine bereits abgeschlossene Geschichte wieder geöffnet.
Giorgis Rückkehr in den Tenniszirkus rückt wieder näher
Giorgis Rücktritt wurde erst öffentlich, nachdem ihr Name auf der Liste zurückgetretener Spielerinnen der International Tennis Integrity Agency erschien. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie nicht für Roland Garros gemeldet und ihre Entscheidung nicht öffentlich erläutert, was einen der ungewöhnlichsten Abgänge der letzten Jahre markierte und sowohl über die Gründe als auch über die Dauerhaftigkeit ihres Abschieds Unklarheit hinterließ.
Ihr letztes Match bestritt sie bei den Miami Open 2024, wo sie gegen die Weltranglisten-Zweite Iga Swiatek in zwei Sätzen verlor und in einer einseitigen Zweitrundenpartie nur zwei Spiele gewann. Dieser Auftritt beschloss eine reduzierte Saison mit fünf Turnieren und einer Bilanz von 3–5; ihre Rangliste fiel nach einem schrittweisen Rückgang von ihrem früheren Top-30-Niveau auf Platz 116.
Nun 34 Jahre alt, ist Giorgi wieder ins Gespräch gerückt, nachdem sie bei einer Q&A-Runde auf Instagram Fans antwortete und dabei kurze, aber bemerkenswerte Aussagen zu einer möglichen Rückkehr machte. Obwohl der Ton unverbindlich blieb, deuten ihre Repliken darauf hin, dass ein Comeback nicht ausgeschlossen ist, wobei 2027 als möglicher Zeitrahmen auftaucht – ein langfristiges Szenario nach ihrer aktuellen Schwangerschaft und der Zeit fernab der Tour.
Reaktionen in sozialen Medien eröffnen Comeback-Szenario neu
Die Spekulationen um Giorgis Rückkehr stützen sich auf ihre eigenen Worte. Auf die Frage, ob sie 2027 auf die WTA-Tour zurückkehren könne, antwortete sie „Forse“ („Vielleicht“) und signalisierte damit, dass ein, wenn auch entfernter, Zeitplan nicht ausgeschlossen ist.
In einem separaten Austausch reagierte sie mit „Maybe ☺️“, als sie direkt gefragt wurde, ob sie „wirklich zurückkomme“, und behielt damit denselben unverbindlichen Ton bei, während sie bestätigte, dass die Idee weiterhin erwogen wird.
Am deutlichsten wurde sie in der Antwort auf eine unterstützende Fan-Nachricht, als sie schrieb: „Gracias, Volveré!“ („Danke, ich werde zurückkehren“), was auf eine stärkere Absicht hindeutet, auch wenn es keine formellen Pläne gibt.
Bedingungen für eine Rückkehr
Giorgis Abschied von der Tour wurde nicht von einer formellen Erklärung begleitet und fiel mit Berichten in italienischen Medien über angebliche rechtliche und finanzielle Auseinandersetzungen zusammen, darunter Probleme im Zusammenhang mit nicht gezahlter Miete. Diese Berichte wurden nie vollständig öffentlich geklärt, bildeten jedoch einen Teil des Kontexts ihres Rückzugs.
Nach den Bestimmungen der
ITIA muss jede Spielerin, die ihren Rücktritt erklärt hat, vor einer Rückkehr in den Profibetrieb mindestens sechs Monate an Wettkampf-unabhängigen Anti-Doping-Tests absolvieren. Diese Vorgabe würde für Giorgi gelten, sollte sie ein Comeback anstreben.
Auch ihre aktuelle Situation prägt den Zeitplan. Giorgi
hat kürzlich bestätigt, dass sie schwanger ist, und sich in Argentinien niedergelassen, wo sie den argentinischen Coach Andreas Pasutti geheiratet hat. Praktisch betrachtet wäre jede Rückkehr langfristig, wobei 2027 als frühestmögliches realistisches Szenario erscheint.
Giorgis Karriere umfasst vier WTA-Titel, angeführt vom WTA-1000-Triumph in Montreal 2021, sowie ein Wimbledon-Viertelfinale 2018. Auch wenn ihre Laufbahn oft unregelmäßig verlief, bleibt ihr Niveau in Spitzenmomenten relevant. Ihre beste Platzierung war Weltranglistenposition 26.
Derzeit gibt es keine offizielle Bestätigung einer Rückkehr. Doch Giorgi hat die Erzählung von Stille zu Möglichkeit verschoben – und damit ein Comeback offengelassen, das, sollte es Realität werden, nach längerer Abwesenheit erfolgen würde.