Die Rückzugsliste für das
Monte-Carlo Masters wird immer länger: Jüngster Ausfall ist der Franzose
Arthur Fils, der damit auf die Punkte aus seinem letztjährigen Viertelfinale verzichtet.
Es war eines der großen Turniere zu Beginn des vergangenen Jahres, bei dem Fils einen starken Eindruck hinterließ. Zuvor hatte er bereits bei der Sunshine Swing zwei Viertelfinals erreicht und wiederholte dies in Monaco, wo er seinen Landsmann Gael Monfils und Andrey Rublev bezwang, bevor er auf einen entfesselten Carlos Alcaraz traf, der anschließend das Turnier gewann.
In diesem Zeitraum kletterte er auf sein Karrierehoch als Weltranglisten-14., eine bemerkenswerte Leistung und ein steiler Aufstieg eines hochbegabten Tennisprofis. Seine Saison brach nach einer Rückenverletzung ein, die sich bei Roland Garros verschlimmerte und ihn praktisch für den Rest des Jahres außer Gefecht setzte.
Nun ist er zurück auf der Tour, als wäre er nie weg gewesen. Seine ersten drei Niederlagen kassierte er jeweils gegen spätere Turniersieger – Felix Auger-Aliassime bei den Open Occitanie, Alex de Minaur beim ABN AMRO Open und Alcaraz im Finale der Qatar Open. Letztere Vorstellung war ein besonderes Ausrufezeichen für sein Potenzial.
Nächstes Ziel war es, in der Sunshine Swing so viele Punkte wie möglich mitzunehmen – am Ende war die Ausbeute höher als im Vorjahr. In Indian Wells erreichte er das Viertelfinale, ehe er gegen die Nummer drei der Welt, Alexander Zverev, ausschied. In Miami schien sein Lauf erneut im Viertelfinale zu enden, als Tommy Paul bei einem von vier Matchbällen zum Abschluss ansetzte. Fils zeigte jedoch enorme Nervenstärke, wehrte alle vier Chancen ab und gewann einen Krimi. Ein erstes Masters-1000-Finale verhinderte anschließend ein beeindruckender Jiri Lehecka, der eine höchst erfolgreiche Sunshine Swing beendete.
Fils verzichtet auf Monte-Carlo Masters, um den Körper zu schonen
In den USA standen zahlreiche Matches auf dem Programm – und bereits davor in Doha. Eine Woche Pause reicht dem 21-Jährigen offenbar nicht, da er bestmöglich in Form sein will.
Er verkündete die Nachricht auf
Instagram. „Wieder seit ein paar Wochen auf der Tour, noch ein langer Weg vor mir, aber die Motivation ist da“, schrieb er. „Wir haben entschieden, nicht beim 2026 Monte-Carlo Rolex Masters zu spielen, um uns optimal auf den Rest der Sandplatzsaison vorzubereiten. Bis sehr bald.“
Die Sandplatzsaison könnte eine große Chance sein, Punkte zu sammeln – zunächst jedoch nicht. Nach dem Abzug der Monaco-Zähler will er sein Halbfinale beim Barcelona Open aus dem vergangenen Jahr verteidigen, wo ebenfalls die Nummer eins der Welt seinen Lauf stoppte.
Frühe Niederlagen bei den Madrid Open und den Rome Open lassen vor seinem Heim-Grand-Slam in Roland Garros Luft nach oben. Für diese dichte Phase im Kalender wird er die Pause brauchen, um in der Rangliste wieder nach oben zu klettern.